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Verrat, überall nur Verrat: Trumps letzter Kampf richtet sich nicht nur gegen die Demokraten

Der amerikanische Präsident Trump feiert möglicherweise zum letzten Mal Thanksgiving im Weissen Haus. Aber seine Koffer kann er wenigstens mit einer doppelten Genugtuung packen: Erstens trifft ihn keine Schuld, und zweitens hat er rechtzeitig einen Riesenskandal aufgedeckt.

Illustration: Alexander Glandien

Bedeutende Herrscher gehen nicht an eigenem Unvermögen zugrunde, sondern fallen stets demselben Übel zum Opfer – Verrat. Donald Trump hat das Schicksal von Napoleon oder Cäsar vor Augen, wenn er nun erleben muss, wie ihm, dem grössten Präsidenten der Geschichte, selbst einstige Getreue in den Rücken fallen. «Auch du, Fox», dürfte es ihm in der Wahlnacht entfahren sein, als ausgerechnet sein Lieblingssender als Erster verkündete, was nur auf Betrug beruhen konnte: eine Niederlage in der republikanischen Hochburg Arizona.

«Hüte dich vor den Iden des Novembers», hätte man ihm zurufen sollen. Aber an jenem Unglückstag, einem Freitag, dem 13., war es zu spät, um den nächsten Verrat abzuwenden: In Georgia ordneten die Behörden eine manuelle Überprüfung aller Stimmen an, anstatt die vorliegende Auszählung für ungültig zu erklären, wie dies der Präsident verlangt hatte. Ausgerechnet auf Georgia war kein Verlass – ein Staat, in dem alle Macht fest in republikanischer Hand ist. Demokraten präsentierten das als Beweis dafür, dass Joe Bidens Stimmenvorsprung mit rechten Dingen zustande gekommen sei. Doch dies ist eine naive Vorstellung. Das Drama in Georgia belegt vielmehr, wie tief die Verschwörung gegen den Präsidenten bis in die eigenen Reihen reicht.

Wenige haben dies mit so viel gesundem Realismus durchschaut wie Trumps Anwalt Rudy Giuliani. Zwar musste auch er Verrat am eigenen Leib erleben – zuletzt seitens eines treulosen Haarfärbemittels, das ihn mitten in einer Pressekonferenz im Stich liess und übers Antlitz floss. Aber Giuliani hat einen gigantischen Skandal aufgedeckt: Viele Wahlmaschinen waren demnach mit einer in Venezuela entwickelten und von Kommunistenhand manipulierten Software bestückt, die einen Teil der Stimmen den Demokraten zuschanzte. Eine von Giulianis Mitarbeiterinnen fand sogar heraus, dass der republikanische Gouverneur von Georgia finanziell von diesem Komplott profitiere. Aber ausgerechnet der Nachrichtendienst Twitter, der dank Trump so viel Gratiswerbung erhielt, versieht nun dessen Botschaften über solche Betrügereien mit Warnhinweisen.

Verrat, überall nur Verrat. Wenn die Herrschaft Donalds I. nun verfrüht endet, so stehen wenigstens die Schuldigen fest. Rechtzeitig hat Trump auch den Vorwurf widerlegt, er zeige keinen Respekt vor Traditionen. Am Dienstag zelebrierte er wie seine Vorgänger die Begnadigung eines Thanksgiving-Truthahns. Lange Zeit war dies der einzige Tag, an dem ein Präsident etwas Absurdes tun durfte. Trump aber liebt die Tradition so sehr, dass er Absurditäten nicht auf einen einzigen Tag beschränken will.

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