Switzerland

Vergleich für VW-Dieselkunden in Deutschland geplatzt – auch Schweizer müssen warten

Vergleich für VW-Dieselkunden in Deutschland geplatzt – auch Schweizer müssen warten

Bild: AP

Die Verhandlungen über einen Vergleich zu Entschädigungen für Hunderttausende deutscher Dieselkunden sind nach Angaben von Volkswagen geplatzt. Auch in der Schweiz kämpfen Konsumentenschutzorganisationen seit Längerem - bislang vergeblich - um Schadenersatz.

VW sei sich mit dem deutschen Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbz) über die Entschädigungssumme von insgesamt 830 Millionen Euro einig gewesen, sagte ein Konzern-Sprecher am Freitag. Die Vereinbarung sei an hohen Forderungen der Anwälte des Verbandes, die keinen Leistungsnachweis vorlegen wollten, gescheitert. Zuvor hatte die Funke-Mediengruppe darüber berichtet.

Der vzbv vertritt im Verfahren um die Musterfeststellungsklage zahlreiche Dieselfahrer, die Schadenersatz für ihre Fahrzeuge mit zu hohen Abgaswerten verlangen. Der vzbv-Chef Klaus Müller will sich am Mittag (14.00 Uhr) zu den Vergleichsverhandlungen mit VW äussern. Anfang Januar hatten VW und vzbv erklärt, über einen aussergerichtlichen Vergleich zum Musterprozess sprechen zu wollen. Beide Seiten nannten dabei das «gemeinsame Ziel einer pragmatischen Lösung im Sinne der Kunden». Lange hatte VW dies skeptisch gesehen.

Ungleichbehandlung gegenüber US-Kunden

Im September 2015 hatte Volkswagen nach Prüfungen von Behörden und Recherchen von Forschern in den USA Manipulationen an den Abgaswerten von Dieselautos zugegeben. Die Software bestimmter Motoren war so eingestellt, dass im Betrieb auf der Strasse deutlich mehr giftige Stickoxide ausgestossen wurden als in Tests.

Kunden sahen sich nach dem Auffliegen der Abgas-Manipulationen mit zum Teil drastisch erhöhten Emissionen von Volkswagen getäuscht. In vielen Fällen fordern sie Schadenersatz wegen des gesunkenen Wiederverkaufswertes ihrer Fahrzeuge.

Während in den USA betroffene Kunden schon vor drei Jahren mit Milliarden entschädigt wurden, hoffen Konsumenten in Europa bislang aber vergeblich auf Schadenersatz. Eine vergleichbare Wiedergutmachung hierzulande wie die milliardenschweren Zahlungen in den USA lehnt Volkswagen ab und verweist auf eine komplett andere rechtliche Situation. Allein in den USA hat Dieselgate Volkswagen einschliesslich Strafen mehr als 25 Milliarden Euro gekostet.

Verschiedene Klagewege in der Schweiz

In der Schweiz kämpft die Stiftung für Konsumentenschutz weiter darum, eine Schadenersatz-Klage gegen VW und die VW-Generalimporteurin Amag durchzusetzen. Sie will im Namen von 6'000 Autobesitzern klagen, die im Zuge des Skandals um gezinkte Abgaswerte geschädigt worden seien. Zuletzt hatte das Handelsgericht Zürich entschieden, nicht auf die Klage einzutreten. Der Konsumentenschutz sei formell nicht berechtigt, im Namen der Autobesitzer zu klagen. Die Stiftung zieht das Urteil nun vor Bundesgericht.

Einen anderen Weg wählte die Westschweizer Konsumentenschutzorganisation FRC. Sie schloss sich einer europäischen Sammelklage an und vertritt auf diesem Weg rund 2'000 Kunden. (aeg/sda/awp/dpa)

Tesla und andere Elektroautos, die man bereits kaufen kann

12 Typen, die dir an jeder Prüfung begegnen

Das könnte dich auch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Tesla läuft's brutal gut – diese Zahlen sollten auch die Hater kennen

Die Tesla-Rally geht weiter: Der US-Elektroautobauer hat sich dank hoher Nachfrage in Europa und China zum Jahresende überraschend gut geschlagen und kommt mit seinen neuen Projekten schneller voran als erwartet.

An der Börse ist Tesla schon länger wieder obenauf, nun befeuert das Unternehmen den Hype mit seinem Quartalsbericht weiter:

In den drei Monaten bis Ende Dezember 2019 schaffte das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk das zweite Quartal mit schwarzen Zahlen in Folge – der Gewinn …

Link zum Artikel

Football news:

Kolaschinac wird für 11 Millionen Euro von Arsenal zu Bayer wechseln + Boni (Fabrizio Romano)
Dyer bezeichnete die Toilette als den besten Spieler des Spiels zwischen Tottenham und Chelsea
Ferencvaros wird zum ersten mal seit 1995 in der Champions League spielen. Es ist die längste Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Auftritt
José Mourinho: was mit Dyer passiert ist, ist abnormal, er war dehydriert. Wenn es der Liga egal ist, ob es Spieler gibt, dann bin ich nicht Tottenham-Trainer José Mourinho
Er war während des Spiels auf der Toilette
Lampard über den Abstieg aus dem Ligapokal: wir Müssen das positive behalten. Alles wird kommen, wenn Chelsea das zweite Tor erzielt, während Chelsea-Trainer Frank Lampard die Niederlage gegen Tottenham kommentiert
Der Ruf der Natur, was du tun kannst. Dyer erklärte, warum er während eines Spiels gegen Chelsea in die Umkleidekabine lief