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Valentinstag: Die Dos und Don'ts bei Liebesbriefen

Life

Du willst jemandem mit einem Brief deine Gefühle gestehen? Liebesbrief-Expertin Tanja Bachmann gibt Tipps.

Do

  • Vergiss die Regeln
    Das Wichtigste zuerst: Liebesbriefe müssen keiner Norm entsprechen. Du entscheidest, was drin steht und wie du den Inhalt übermitteln willst. Also vergiss alles, was du für angebracht hältst. Du kannst deine sweete Liebeserklärung von Hand schreiben, mit dem Computer verfassen – oder du lässt die Herzensbotschaft an deinen Schatz auf einem Flugzeugbanner in den Himmel steigen (falls du das bis morgen noch organisiert bekommst).
  • Think different
    Falls sich in deinem Bauch alles zusammenzieht, sobald du an Buchstaben denkst: lass es. Es gibt nämlich diverse Alternativen. Du könntest deine Gefühle zum Beispiel zeichnen. Oder du stellst sie fotografisch darf – oder setzt dich vor die Kamera und hältst sie in einer Videobotschaft fest. Lass dich dabei von allem inspirieren, was du im Alltag siehst und werde kreativ.
  • Hau die Anekdoten raus
    Je mehr Kleinigkeiten du an deinem Schatz schätzt, desto detailverliebter wird dein herzzerreissender Brief sein – und genau das wollen wir. Wenn du persönliche Storys ausgräbst, wird nämlich schnell klar, dass dein Werk kein recycelter Text aus dem Internet ist, sondern auf dein Gegenüber zugeschnitten ist. Sowas wie 'Weisst du noch damals, als wir …' kommt immer gut – diese Erinnerungen verbinden euch. Anekdoten und Insider-Witze, die beim Lesenden ein Grinsen ins Gesicht oder Tränen in die Augen zaubern, sind in Liebesbriefen ein Muss.
  • Mach Komplimente
    Meist sind es ja die kleinen Dinge, die uns dazu bringen, uns in einen Menschen zu verlieben. "Ich liebe es, wie du die Nase rümpfst, wenn du lachst" oder "Niemand beisst so süss von seinem Donut ab, wie du" zum Beispiel. Natürlich spielen noch andere Faktoren wie Werte, Ziele, Einstellungen eine grosse Rolle – und auch die kannst du in deinem Brief erwähnen. Allerdings klingt ein "Ich liebe es, wie du die politische Situation im Nahen Osten jeden Tag aufs Neue analysierst" nicht ganz so hübsch wie "Ich liebe es, wie gut wir zusammen über die gleichen Witze lachen können". Wenn du Ersteres aber voll spürst: Go for it.

Don't

  • Alles aus dem Internet kopieren
    Stell dir vor, du bekommst einen wunderschönen handgeschriebenen Brief von deinem Schatz. Er beginnt mit einem Zitat von Goethe – das findest du etwas ungewöhnlich, weil du nichts von dieser Poeten-Ader wusstest. Aber gut. Dann folgt ein bekannter Monolog aus einem Hollywood-Klassiker. Du bist irritiert. Schliesslich endet der Brief mit einem Kaffeetassen-Spruch, der überhaupt nichts mit dir oder eurer Beziehung zu tun hat. Was für eine Enttäuschung! Schnulzige Plattitüden aus dem Internet haben in einem Liebesbrief nichts verloren.
  • Dich nur auf Äusserlichkeiten konzentrieren
    Auch wenn der Body der oder des Angebeteten ein absoluter Traum ist, sollte er nicht im Fokus deines Briefs stehen. Klar, kannst du erwähnen wie sehr du seine Augen oder ihre Hände liebst. Aber beschränke dich in deinem Text bitte nicht in jedem zweiten Satz auf die Optik. Ausnahme: Ihr habt ein lockeres Techtelmechtel und du willst mit dem Brief das Feuer so richtig entfachen.
  • Zu wenig Zeit einplanen
    Ein Liebesbrief sollte nicht unter Zeitdruck entstehen. Es kann nämlich gut sein, dass dir über mehrere Tage hinweg neue Dinge einfallen, die du noch ergänzen möchtest oder solche, die dein Gegenüber noch ein bisschen besser beschreiben. Zusatztipp: Den Brief eine Nacht ruhen lassen und ihn am nächsten Tag nochmal durchlesen.
  • Dir viel zu lange den Kopf zerbrechen
    Ja, es ist wichtig, dass du dir überlegst, was du sagen möchtest, aber nimms locker. Halte dich nicht stundenlang damit auf, Sätze umzustellen, Kommas herumzuschieben und Papier zu zerreissen – sonst verlierst du nämlich die Freude an dem Geschenk. Mach dich nicht verrückt, die Hauptsache ist doch, dass du deine Gefühle aufs Blatt bringst.

Tanja Bachmann ist 28 Jahre alt und schreibt professionelle Liebesbriefe für alle, die trotz dieser Tipps am Verzweifeln sind. Falls ihr im nächsten Jahr also ihre Hilfe braucht: Bitte einmal hier entlang.

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