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USA bereiten Sanktionen gegen Gaspipeline Nord Stream 2 vor

In der kommenden Woche sollen die angekündigten Strafmassnahmen Amerikas gegen die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland eingeleitet werden. Schiffe, die am Bau beteiligt sind, dürften die USA demnach nicht mehr anlaufen. Vermögenswerte in den USA von Beteiligten sollten eingefroren werden.

(Reuters)

Die USA bereiten Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 vor. Zwei Senatoren brächten kommende Woche Strafmassnahmen gegen den Bau der Gaspipeline in der Ostsee zwischen Russland und Deutschland ein, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag.

Die «Akademik Cherskiy», ein Schiff der russischen Gazprom, welches an der Fertigstellung der Nord Stream 2 Pipeline beteiligt sein könnte, liegt am 3. Mai 2020 im baltischen Seehafen von Baltiysk, Kaliningrad, in Russland.

Die «Akademik Cherskiy», ein Schiff der russischen Gazprom, welches an der Fertigstellung der Nord Stream 2 Pipeline beteiligt sein könnte, liegt am 3. Mai 2020 im baltischen Seehafen von Baltiysk, Kaliningrad, in Russland. 

Vitaly Nevar / Reuters

Demnach dürfe kein Schiff, das am Bau beteiligt ist, die USA anlaufen. Vermögenswerte in den USA von Beteiligten sollten eingefroren werden.

Sowohl Republikaner als auch oppositionelle Demokraten lehnen Nord Stream 2 ab. Auch US-Präsident Donald Trump hat das Projekt mehrfach kritisiert. Die deutsche Regierung hatte Sanktionen als schweren Eingriff in innere Angelegenheiten verurteilt.

Letztes Jahr hatte sich die niederländisch-schweizerische Firma Allseas wegen des US-Drucks vom Bau zurückgezogen. Seitdem stellt ein russischer Pipeline-Verleger die fehlenden 160 Kilometer fertig.

Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Die Trump-Regierung begründet die Ablehnung mit der Furcht, dass Europäer sich von russischen Lieferungen abhängig machen würden. Zugleich wollen die USA eigenes Erdgas nach Europa verkaufen.

Hinter dem Pipeline-Projekt steht der russische Staatskonzern Gazprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Milliarden Euro stemmen soll. Die andere Hälfte finanzieren fünf europäische Energieunternehmen, wie Wintershall Dea, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und Engie.

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