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US-Skandal-Priester schliesst 44 Abgeordnete von Kirche aus: «Pädophilie tötet niemanden, Abtreibung schon»

US-Skandal-Priester schliesst 44 Abgeordnete von Kirche aus

«Pädophilie tötet niemanden, Abtreibung schon»

Ein Priester aus Rhode Island sorgt in den USA für Entsetzen: Er verweigert künftig allen Abgeordneten, die Abtreibungen unterstützen, die Hostie zu empfangen. In einem Flyer veröffentlicht er alle Namen der 44 Mitglieder, die sich für das Anliegen stark gemacht hatten.

Richard Bucci (72), ein Priester aus dem US-Bundesstaat Rhode Island, sorgte letzte Woche für Schlagzeilen: Er verbannte alle Abgeordnete von seiner Pfarrgemeinde, welche die Bundesstaatsgesetze zu den Abtreibungsrechten befürworteten. 44 Repräsentanten waren davon betroffen. Sie dürfen die heilige Hostie nicht mehr empfangen, wie CBS News berichtet.

Mit einem Flyer sorgte der Priester zusätzlich für Entsetzen. Bucci listete auf dem Flugblatt alle 44 Personen auf, die im Frühjahr 2019 für die Abtreibungsrechte gestimmt hatten. Den Flyer verteilte er an die Gemeindemitglieder. Auf dem Flugblatt verkündete Bucci zudem, dass die Betroffenen weder Trauzeugen noch Gotti und Götti sein können und nicht dazu befugt seien, an Hochzeiten oder Beerdigungen Reden zu halten. Dabei berief sich der Geistliche auf «2000 Jahre» katholische Lehre.

«Richard Bucci hat nichts verstanden»

In einem Interview vom letzten Sonntag brachte der Pfarrer das Fass dann zum Überlaufen: «Pädophilie tötet niemanden, Abtreibung schon», sagte er dem Lokalsender WJAR. Er behauptete, dass mehr Kinder durch Abtreibung getötet wurden, als Opfer von Missbrauch geworden zu sein.

Bei Demokratin Carol Hagan McEntee stiess Buccis Aussage auf grossen Unmut. Die Politikerin setzt sich für Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs ein. «Richard Bucci hat nichts verstanden. Den Kindern, die sexuell missbraucht wurden, wurde die Kindheit gestohlen. Die meisten von ihnen nehmen sich das Leben oder sterben an einer Überdosis.»

Julie Casimiro, deren Name ebenfalls im Flugblatt veröffentlicht wurde, stimmte McEntee zu. «Die katholische Kirche sollte mal vor ihrer eigenen Haustür kehren und sich fragen, weshalb Kirchen geschlossen werden. Der Papst sollte Rhode Island einmal einen Besuch abstatten.» (dzc)

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