Switzerland

Unheimliche Grosjean-Beichte: Hamilton leidet im Bett – Russell holt Tagessieg!

Es war der Freitag mit zwei neuen Formel-1-Namen: Pietro Fittipaldi (24), der Enkel von Zweifach-Champion Emerson (1972/74) ersetzte den jetzt weltbekannten Feuer-Helden vom letzten Sonntag, Romain Grosjean (34).

Beförderung um 2 Uhr morgens

Und der Brite Jack Aitken (25) sitzt für George Russell (22) erstmals im Williams-Mercedes. Denn Russell wurde ja nach einem Telefonanruf am Mittwochmorgen um 2 Uhr im Hotel von Toto Wolff ins Werksteam befördert.

Das Supertalent mit bisher 36 punktelosen Rennen nutzte die Chance: Bestzeit im ersten Training vor dem Red Bull-Honda-Duo Verstappen und Albon sowie dem entzauberten Teamkollegen Bottas!

Wolff: «Bottas hat einen Vertrag»

Am Abend lag Russell nach einer Stunde wieder vorne und verteidigte die Führung bis zur schwarzweissen Flagge. Vor Verstappen, Pérez, Ocon, Albon, Kvyat und Stroll.

Und was sagte Teamchef Toto Wolff: «Wir beurteilen unsere Fahrer nicht nach einem oder zwei Rennen. Valtteri hat für 2021 einen Vertrag mit uns, und wir sind ihm gegenüber loyal. Wenn George hier gut abschneidet, dann ist das die Bestätigung, dass er in einem guten Auto auch Rennen gewinnen kann! Und wir haben neue Erkenntnisse in unserer Datenbank!»»

Leclerc: «Russell gewinnt!»

Viele Experten hatten diesen Theatercoup von Russell erwartet. Sie verstanden schon die Mercedes-Entscheidung nicht, für 2021 erneut dem Finnen Valtteri Bottas (31) eine Chance zu geben – und nicht den eigenen Junioren-Fahrer von Williams zu holen.

Man hätte sich damit auch viele Millionen für den finnischen Nothelfer (seit 2017) sparen können. Und wie sagte einst Niki Lauda (starb im Mai 2019) zu BLICK: «Russell wird eines Tages Weltmeister!»

Und was sagte am Freitag die monegassische Ferrari-Hoffnung für die nächsten Jahre, Charles Leclerc (23): «Ich wette darauf, dass George hier am Sonntag gewinnt!»

Grosjean: Telefon an alle Teamchefs

Grosjean verfolgte die beiden Trainings unter Flutlicht bei Haas-Ferrari. «Mein Ziel ist es, am nächsten Sonntag in Abu Dhabi mein letztes Formel-1-Rennen zu bestreiten. Wer will schon mit einem Unfall aufhören?»

Und wenn es nicht klappt? «Dann telefoniere ich im Januar allen Teamchefs und bitte sie, dass ich noch einmal eine Chance für 10 oder 15 Runden in einem GP-Auto geben. Ich habe ja noch eine Superlizenz für 2021.»

«Wo verbrennst du zuerst?»

Der Franzose mit dem Schweizer Pass schilderte bei Sky England nochmals die dramatischsten 27 Sekunden seines Lebens: «Als ich im ersten Moment nicht rauskam und sofort an Niki Lauda dachte, kehrte eine Ruhe in mir ein. Jetzt stirbst du also und fragte mich: Wo verbrennst du zuerst? An den Schuhen, an den Händen. Wird es weh tun. Da kamen mir meine drei Kinder in den Sinn. Sie brauchten ihren Vater. Das gab mir Kraft zu kämpfen. Diese Gedanken dauerten wohl keine Sekunde!»

«Meine Handschuhe waren schwarz»

Grosjean erinnert sich: «Beim zweiten Ausstiegsversuch gab es nochmals eine Schrecksekunde. Ich versuchte links aus dem Auto zu kommen, doch mein linker Fuss steckte fest. Ich schaffte es irgendwie mit dem Fuss aus dem Schuh zu kommen. Beim Aussteigen musste ich ins Feuer greifen. Als ich draussen war schaute ich zuerst auf meine Handschuhe. Die waren einmal rot, jetzt schwarz!»

«Sie mussten glauben, ich sei tot!»

Nach der Rettung riet ihm FIA-Boss Jean Todt, sofort seine Familie anzurufen. Grosjean: «Sie musste ja rund drei Minuten glauben, ich sei tot! Mein ältester Sohn Sascha dachte zuerst, ich sei jetzt schwarz und verkohlt! Simon, der fünf Jahre alt ist, glaubte, ich sei aus dem Auto geflogen, weil ich Superkräfte habe. Und meine dreijährige Tochter malt mir jeden Tag ein Bild!»

Ferrari-Direktor jetzt bei Haas!

Vor dem ersten Training zum vorletzten WM-Lauf wurde bekannt, dass Ferrari seinen Technik-Direktor Simon Resta (den man ja 2019 bei Alfa Sauber abzog!) sich in Zukunft um Haas-Ferrari kümmern wird! Ja, die Roten wollen das neue Schumi-Team mit allen Mitteln unterstützen.

Auch wenn Resta 2021 noch keine Wunder vollbringen kann, so sollten in der nächsten Saison doch etwas mehr als die mickrigen drei Punkte während der Corona-Saison rauskommen: Grosjean Neunter auf dem Nürburgring, Magnussen Zehnter in Budapest.

Alfa-Sauber wartet auf Quali

Beim WM-Achten Alfa-Sauber konnte man von der neuen Strecke im ersten Training nicht profitieren. Mit den Plätzen 14 (Räikkönen) und 15 (Giovinazzi) blieb man rund 1,3 Sekunden hinter Russell. Das ist auf dieser kurzen Strecke relativ viel.

Beim gespenstischen Nachtauftritt ging es dann beim Lichterlöschen um 22 Uhr Lokalzeit kaum nach vorne: 12. Kimi, 13. Antonio – und dahinter beide Ferrari-Stars aus Maranello.

Wird die Lage für die Hinwiler in der 16. Corona-Qualifikation am Samstag ab 15 Uhr (TV live) sogar noch besser?

Seit dem doppelten-Punkteauftritt in Imola (9. Räikkönen, 10. Giovinazzi) gabs nur noch zweimal den 15. Platz, einmal einen 16. Rang und einen Ausfall.

Die Resultate des 2. Trainings in Sakhir

Die Resultate des 1. Trainings in Sakhir

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