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Umwälzung durch Corona: Qatar Airways will die Schwäche der Gegner nutzen

Bislang stand die katarische Staats-Airline im Schatten des grossen Rivalen Emirates. Doch nun expandiert sie trotz Pandemie schnell – und hofft auf dauerhaft höhere Marktanteile.

Qatar Airways bietet deutlich mehr Kapazitäten auf Langstreckenflügen an als die grossen Konkurrenten.

Qatar Airways bietet deutlich mehr Kapazitäten auf Langstreckenflügen an als die grossen Konkurrenten.

Foto: Ed Turner

Covid-19 und die grösste Krise der Luftverkehrsbranche aller Zeiten sorgen für erstaunliche Wendungen. Bis dahin war die Lage wie folgt: Die drei grossen Golf-Airlines Emirates, Etihad und Qatar Airways hatten, teils massiv unterstützt von ihren staatlichen Eigentümern, einen rasanten Aufstieg in der Branche hingelegt und waren im Langstreckengeschäft zu gefährlichen, manchmal gar dominanten Konkurrenten für die grossen Anbietern in den USA, Europa und Asien geworden.

2019 dann war Etihad nach ruinöser und fehlgeplanter Expansion längst auf Schrumpfkurs. Auch bei der mit Abstand grössten der drei Golf-Fluggesellschaften, Emirates, waren die Zeiten des starken Wachstums vorbei.

Qatar Airways überholt Lufthansa und Emirates

Nur Qatar Airways expandierte weiter schnell, trotz der seit damals schon drei Jahre andauernden Wirtschaftsblockade wichtiger Nachbarländer wie Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate. Emirates war allerdings auch Ende vergangenen Jahres noch viel grösser als Qatar Airways.

Ein Blick in die aktuelle Kapazitätsstatistik offenbart indes Erstaunliches. Die grosse deutsche Lufthansa war in der letzten Septemberwoche weltweit auf Platz 21 abgerutscht, Emirates ist auf Platz zehn und Qatar Airways auf Platz neun.

Dass noch ein paar andere Fluggesellschaften vor Qatar Airways stehen, liegt nur daran, dass es in Katar keinen Inlandsflugverkehr gibt, in China und den USA aber schon. Wenn in der Corona-Krise überhaupt irgendetwas läuft, dann die Inlandsflüge, denn da gibt es keine Quarantäne oder ähnliche Beschränkungen.

Katar pumpt viel Geld in seine Fluggesellschaft

Der Kurs verdeutlicht, dass Katar die Gunst der Stunde und die Schwäche der Gegner nutzen will. Das Emirat ist bereit, weiterhin viel Geld in die Fluggesellschaft zu pumpen. Im Geschäftsjahr 2019/2020, das im März endete und daher nur teilweise von der Corona-Pandemie betroffen war, machte die Fluglinie laut jüngst veröffentlichtem Geschäftsbericht einen Verlust von umgerechnet 1,7 Milliarden Franken bei einem Umsatz von 12,7 Milliarden.

Der Staat versorgte das Unternehmen daraufhin durch eine Kapitalerhöhung mit frischen Mitteln in Höhe von 1,8 Milliarden Franken – wohl gemerkt, um Verluste abzudecken, die vor Corona entstanden sind.

Als Corona dann den internationalen Luftverkehr mehr oder weniger zum Erliegen brachte, war Qatar Airways vorne dabei, wenn es um Sonderflüge ging, mit denen Gestrandete nach Hause gebracht wurden.

«Das Ziel ist, die grösste Fluggesellschaft für Umsteiger zu bleiben, vielleicht für immer.»

Thierry Antinori, Verkaufschef von Qatar Airways

«Das Geschäft war viel grösser, als wir gedacht haben», sagt Thierry Antinori, der Verkaufschef von Qatar Airways. Er war zuvor schon bei Lufthansa und bei Emirates in der gleichen Position, hatte aber beide Unternehmen im Streit verlassen. Nun sieht er die Chance gekommen, um zu beweisen, was er drauf hat.

Nicht unpraktisch also, dass sein neuer Chef, Airline-Lenker Akbar Al Baker, ihm auch erklärt hat, was er genau unter dem Begriff Transformation bei der staatlichen Fluggesellschaft Katars in der aktuellen Lage versteht. «Das Ziel ist, die grösste Fluggesellschaft für Umsteiger zu bleiben, vielleicht für immer», sagt Antinori.

Seit wieder mehr Linienflüge zulässig sind, expandiert Qatar stärker als die meisten. Die Kalkulation: Die Passagier- und Frachtumsätze müssen mindestens die variablen Kosten (Crew, Gebühren, Treibstoff) decken, denn die Ausgaben für Leasing und andere Fixkosten lassen sich sowieso nicht ändern.

Derzeit bietet Qatar Airways rund ein Drittel der Vorkrisen-Kapazität an. Das ist viel, wenn man bedenkt, dass die grossen europäischen Fluggesellschaften auf vergleichbaren internationalen Verbindungen weit darunter liegen und immer noch fast niemand in Katar einreisen darf.

Viel mehr Flüge als bei den Konkurrenten

Es ist ein reines Umsteigergeschäft. Planungschef Antinori lässt die Kapazität monatlich um 15 bis 20 Prozent erhöhen, knapp 200 Flüge sind es derzeit täglich, viele davon auf der Langstrecke. Der grosse Konkurrent Emirates, Antinoris alter Arbeitgeber, kommt zurzeit auf täglich etwa 115 Flüge.

Emirates macht aktuell die Struktur der eigenen Flotte schwer zu schaffen. Mit der Boeing 777 und dem Airbus A380 betreibt die Fluggesellschaft praktisch nur riesige Langstreckenmaschinen, die für den aktuellen Bedarf viel zu gross sind. Die Flotte von Qatar Airways hingegen besteht auch aus Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen sowie kleineren Langstreckenjets wie der Boeing 787 und dem Airbus A350, die für die derzeitige Lage eher geeignet sind.

Auch Emirates hat solche Maschinen bestellt, sie sind aber noch nicht ausgeliefert. «Wir haben uns festgelegt, die A380 bis mindestens November 2021 nicht einzusetzen», sagt Antinori. «Sie ist derzeit nicht wirtschaftlich zu betreiben.» Er hat Glück: Qatar Airways hat nur zehn davon, Emirates 119.

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