Switzerland

Umsatz von Lindt & Sprüngli bricht ein +++ Hotelplan schliesst einen Grossteil seiner Filialen bis Ende Februar +++ Logitech verzeichnet Rekordresultat – und weitere Wirtschaftsmeldungen

Eine Sprüngli-Filiale in St. Gallen.

Eine Sprüngli-Filiale in St. Gallen.

Christian Merz / KEYSTONE

lho. Der Umsatz des Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli ist im vergangenen Jahr um 6,1% auf 4 Mrd. Fr. eingebrochen. In der Heimwährung Schweizer Franken fällt der prozentuale Rückgang mit -10,9% noch deutlicher aus. Die operative Gewinnmarge (Ebit) lag bei 10%. In einer Mitteilung vom Dienstag schreibt das Unternehmen, das weltweite Ladennetz habe unter Schliessungen und tieferer Kundenfrequenz gelitten. Ostern und Weihnachten als wichtigste saisonale Geschenkanlässe seien ebenfalls betroffen gewesen. Auch das Travel-Retail-Geschäft habe aufgrund des eingeschränkten Flugverkehrs starke Umsatzeinbussen verzeichnet. Positiv wertet das Unternehmen, dass die Marktanteile trotz Umsatzrückgang «in praktisch allen Ländern» gesteigert werden konnte. Mittels Heimlieferungen, Pick-Up-Services und dem Ausbau des E-Commerce konnte Lindt & Sprüngli zudem den Umsatzanteil des Online-Geschäfts auf rund 5% steigern, was einer Verdoppelung entspricht. Das Unternehmen glaubt, gestärkt aus der Corona-Krise hervorzugehen. Für die kommenden Jahre strebt Lindt & Sprüngli wie bisher ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7% an mit einer operativen Gewinnmarge von 15%.

lho. Reisebüros gehören zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Unternehmen. Hotelplan schliesst bis Ende Februar die meisten seiner 86 Filialen. Das Reiseunternehmen bestätigt gegenüber der NZZ eine entsprechende Meldung von «Travelnews». Eine Unternehmenssprecherin lässt sich gegenüber dem Portal wie folgt zitieren: «Wir haben temporär die allermeisten Filialen aufgrund der aktuellen Lage geschlossen bis Ende Februar. Wir haben nun elf sogenannte Hub-Filialen definiert, die für die restlichen Filialen als Anlaufstelle genutzt werden und den Kontakt zu den Kunden aufrechterhalten.» Die Hub-Filialen liegen in allen Landesteilen.

lho. In der Pandemie haben die Konsumenten technologisch aufgerüstet, wie das Quartalsergebnis des Schweizer Computerzubehör-Herstellers Logitech zeigt. Dank der wachsenden Nachfrage nach Mäusen, Tastaturen, Lautsprechern, Headsets und anderen Geräten hat das Unternehmen seinen Umsatz im dritten Quartal 2020 gegenüber der Vorjahresperiode um 85% auf 1,67 Mrd. $ gesteigert. Das Betriebsergebnis hat sich um 248% auf 448 Mio. $ mehr als verdreifacht. «Die Rekordresultate dieses Quartals zeigen die Stärke unseres Portfolios, das auf langfristige Wachstumstrends in den Bereichen Fernarbeit und -unterricht, Videokollaboration, E-Sports und digitale Inhaltsherstellung ausgerichtet ist», liess sich Logitech-Chef Bracken Darrell in einer Mitteilung zitieren. Für das Geschäftsjahr 2021 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum zwischen 57 und 60%.

(Bloomberg) Birkenstock, der Hersteller der gleichnamigen Sandalen, könnte einen neuen Eigentümer bekommen. Der Private-Equity-Spezialist CVC Capital Partners ist in Gesprächen mit der Eigentümerfamilie, berichten mit der Angelegenheit vertraute Kreise.

Die Gespräche mit den Eigentümern der bald 250 Jahre alten Marke seien bereits weit gediehen, sagten die involvierten Personen, die nicht genannt werden wollten. Die Transaktion könnte Birkenstock mit über 4 Milliarden Euro inklusive Schulden bewerten.

Das Unternehmen wurde 1774 vom hessischen Schuster Johann Adam Birkenstock gegründet. Die sprichwörtlichen Sandalen kamen in den 1960er Jahren auf den Markt und galten jahrzehntelang als typisch für Hippies, Krankenpfleger oder Umweltbewegte. Zuletzt zierten sie aber immer öfter die Füsse von Prominenten wie Heidi Klum und Kate Moss, und hielten Einzug auf den Laufstegen.

Eine endgültige Entscheidung zum Birkenstock-Verkauf ist noch nicht gefallen und ist nicht garantiert, hiess es in den Kreisen. Ein CVC-Sprecher lehnte einen Kommentar ab, während Birkenstock entsprechende Anfragen nicht sofort erwiderte.

Birkenstock verkaufte 23,8 Millionen Schuhpaare im Geschäftsjahr bis September 2019 und erzielte damit einen Umsatzanstieg von 11% auf 721,5 Millionen Euro. Der Nettogewinn betrug in diesem Zeitraum 129 Millionen Euro, 40% mehr als ein Jahr zuvor.

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