Switzerland

Ueli Maurer macht einer SP-Nationalrätin eine Liebeserklärung – und erkundigt sich nach einem Wasserwerfer

Die kuriosesten Szenen aus der Herbstsession in Bern.

Bundesrat in Fahrt: Ueli Maurer sorgte diese Woche in Bern für Lacher.

Bundesrat in Fahrt: Ueli Maurer sorgte diese Woche in Bern für Lacher.

Anthony Anex / Keystone

Bundesberner Liebesgesülze

Es wurde viel gezofft diese Woche in Bern. Manchen Parlamentariern brannten wegen der Klimademonstranten auf dem Bundesplatz die verbalen Sicherungen durch. SVP-Bundesrat Ueli Maurer wollte offenbar einen Gegentrend setzen. Er machte SP-Nationalrätin Jacqueline Badran, die diese Woche ebenfalls ordentlich ausgeteilt hat, kurzerhand eine Liebeserklärung – vor dem versammelten Rat. Maurer erklärte mitten in der Debatte um die 99%-Initiative, man könne trotz unterschiedlichen politischen Ansichten gut miteinander auskommen. Badran und er seien dafür ein gutes Beispiel: «Wir verstehen uns sehr gut. Wir lieben uns schon fast ein bisschen. Manchmal funktionieren wir wie ein älteres Ehepaar.» So viel Romantik unter der Bundeshauskuppel ist gefährlich für die Bürgerlichen: Einige im Saal sind wegen Maurers Avancen rot geworden.

Wilhelm Tell mit Wasserwerfer

Ueli Maurer war diese Woche in Fahrt – zumindest, wenn man Gerüchten Glauben schenkt. In Bern wird gemunkelt, er sei am Dienstagmorgen über den besetzten Bundesplatz spaziert – vorbei an Klimaaktivisten, die noch in ihren Schlafsäcken lagen. Vielleicht trug er dabei sein neues Lieblings-T-Shirt mit der Aufschrift: «Tell wo bist du? Die verfluchten Vögte sind wieder im Land». Aber das ist reine Spekulation. Als Maurer einen Polizisten antraf, soll er jedenfalls gefrotzelt haben: «Sind eure Wasserwerfer kaputt?» Wie der Polizist reagiert hat, ist nicht überliefert. Vielleicht dachte er sich: Holen wir lieber sofort den Wasserwerfer, sonst taucht der noch mit seiner Armbrust auf.

Zungenbrecher auf Italienisch

Der Tag der Mehrsprachigkeit ist eine schöne Tradition, die einige Parlamentarier an ihre rhetorischen Grenzen bringt. Ein Romand belässt es beim gutgemeinten «Cari colleghi e colleghe», eine Deutschschweizerin wagt ein paar stockende Sätze auf Französisch. Der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti könnte hier unter normalen Umständen brillieren. Er stammt aus dem Puschlav, wo mehrheitlich Italienisch gesprochen wird. Doch Zanetti musste an diesem Tag in der Debatte um das «Schleppschlauch-Güllenausbringverfahren» das Wort ergreifen. Da kapitulierte sogar Zanetti mit den Worten: «Dazu fand ich einfach keine adäquate Übersetzung. Selbst der Sprachdienst käme da an seine Grenze.»

Football news:

Maguire warf Aspilicueta mit einem Schuss von MMA ab: einen Elfmeter gab es weder auf dem Feld noch nach einem VAR-Check. Umstritten, nicht wahr?
Neville über Van de Beck zu Manchester United: er denkt sicher jetzt: Was mache ich hier?
De Gea nach dem 0:0 gegen Chelsea: Manchester United hat mehr verdient. Der Torwart rettete Sie
Lewandowski trifft in dieser Bundesliga-Saison alle 37 Minuten. Er hat 10 Tore nach 5 Runden
Aspilicueta über Maguire Capture: VAR kann besser funktionieren. Warum nicht 20 Sekunden verbringen, um zu überdenken?
Real Madrid hat Barça im Camp Nou zum ersten mal seit August 2017 geschlagen
Conte über Lukaku: In einem Jahr habe ich alles Hinzugefügt und bin ein anderer geworden. Ich habe ihn immer als uneingeschränkten Diamanten bezeichnet