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«Überrascht, wie einfach die Fans da rein kamen»: Markus Babbel nimmt Chaos-Final unter die Lupe

Riesen-Chaos vor dem Champions-League-Final!

Fans von Liverpool kletterten über den Zaun und verschafften sich ohne Ticket Zugang zum Stadion. Markus Babbel (49) war völlig perplex, als er vor dem Fernseher vom Vorfall mitbekam. «Wie einfach das ging. Mir haben vor allem die Leute leid getan, die für viel Geld ein Ticket gekauft haben und dann nicht reingekommen sind.»

Zur Erklärung: Videos auf Twitter zeigten, wie hunderte Fans mit Tickets in der Hand vor den Gittern standen, aber nicht hereinkamen. Sie hatten Tränen in den Augen, husteten in ihre Shirts. Das, weil die Pariser Polizei Pfefferspray einsetzte.

Doch nicht nur für die Fans sei dieser Vorfall schlimm gewesen, betont Babbel. «Auch für die Spieler ist das eine Katastrophe. Ich hatte das selber dreimal und das war ein Desaster.» Die Minuten im Tunnel, wo man nicht weiss, warum sich der Anpfiff verzögert, kommen einem ewig vor.

«Ich sass leidend zuhause»

Auch sportlich gesehen verlief der Abend nicht nach Babbels Gusto. Der Deutsche hätte als Ex-Liverpool-Spieler lieber die Reds triumphieren sehen. Aber: «Auch wenn ich leidend zuhause sass, gönne ich es Real Madrid.»

Besonders freue er sich für seinen deutschen Kollegen Toni Kroos. «Er wurde in Deutschland so hart kritisiert. Man sagte, er sei zu alt, spiele doch so langsam.» Nun hat er den Kritikern das Maul gestopft und seinen fünften Champions-League-Titel eingefahren.

Im Titel-Interview auf dem Rasen bringt ZDF-Reporter Nils Kaben (54) Kroos dann so richtig auf die Palme! Er stellt fast ausschliesslich negative Fragen. Der Ex-Nationalspieler Deutschlands ist so genervt, dass er mitten während des Interviews abbricht.

Markus Babbel kann Kroos verstehen. Mehr als das sogar: «Seine Reaktion war absolut Weltklasse! Du bist in einem Finale. Ist doch klar, dass da kein Fallobst-Gegner kommt.» Babbel selbst kenne das Gefühl, wenn man einen Titel gewinnt und dann im Interview mit solch negativen Fragen konfrontiert wird. (fmü)