Switzerland

Tod einer 97-Jährigen in Zufikon – die Polizei schliesst Brandstiftung aus

Nachdem es vergangene Woche in Merenschwand gleich viermal brannte, musste nun auch die Feuerwehr Zufikon zu einem Brand ausrücken. Hier war es ein Reihen-Einfamilienhaus, das in Flammen stand. «Als wir am Montagabend kurz vor 18 Uhr am Brandort eintrafen, kamen die Flammen schon zur Haustüre raus, obwohl wir sehr schnell da waren», beschreibt Marcel Hottinger, Kommandant der Feuerwehr Zufikon, der zu den ersten am Einsatzort zählte.

Schon da erfuhren seine Leute und er, dass sich noch eine Person im Haus befand. «Ein Bewohner eines Nebenhauses sagte, er habe eine Person drinnen liegen sehen, die aber wohl nicht mehr lebe», so Hottinger. «Wir gingen dennoch davon aus, dass die Person noch leben könnte, und versuchten, zu ihr vorzudringen.»

Todesopfer bei Brand in Zufikon

Am Montagabend brach in einem Reiheneinfamilienhaus ein Feuer aus. Die Bewohner der drei Häuser mussten ins Freie flüchten. Den Brand hatte die Feuerwehr relativ schnell unter Kontrolle. Die Polizei bestätigte, dass eine Person ums Leben gekommen war.

Das sei wegen des starken Feuers nicht möglich gewesen. «So mussten wir erst vorne löschen, bevor wir einen Trupp reinschicken konnten.» Tatsächlich konnte die 97-jährige Schweizerin, die Bewohnerin des Hauses, nur noch tot geborgen werden.

Fünf Feuerwehren standen im Einsatz

Die Feuerwehr Zufikon, die mit 63 Personen vor Ort war, brachte den Brand im Haus rasch unter Kontrolle. «Das grösste Problem war, einen Übergriff des Feuers auf die hinteren Häuser zu verhindern», so Hottinger.

Dabei halfen 20 Atemschützer der Feuerwehr Bremgarten, die Feuerwehr Mutschellen mit zehn Leuten und dem Hubretter, mit dem ein Übergriff des Feuers aus einer Dachlukarne verhindert wurde, sowie die beiden Feuerwehren Oberwil-Lieli (zehn Personen) und Arni-Islisberg (vier Personen). «So haben wir es geschafft, dass lediglich minimalster Schaden an einem Nebenhaus entstand», sagt Hottinger.

«Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit meinen Leuten. Nur ist es halt immer schwierig, wenn man von Anfang an nicht von einer Rettung, sondern lediglich von einer Bergung ausgehen muss», so der Feuerwehrkommandant.

Grösseres Polizeiaufgebot wegen vermisster Person

«Die Bewohner der direkt anliegenden Wohneinheiten konnten sich in Sicherheit bringen», schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung. Wie Hottinger weiss, schliefen die Anwohner eine Nacht woanders. «Sie hätten daheim schlafen können, aber wir mussten den Strom für die Heizungen abstellen, da war es ihnen lieber, sich eine Nacht anderswo einzuquartieren. Mittlerweile sind aber alle wieder daheim.» Nur das vom Brand betroffene Gebäude «ist nicht mehr bewohnbar. Der Sachschaden ist gross», so die Kapo.

Neben den Feuerwehren waren auch Ambulanz, Regional- und Kantonspolizei sowie die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten vor Ort. Die Vermutungen wurden laut, dass aufgrund der Brände in Merenschwand so viel Polizei aufgeboten worden sei.

Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei, hält fest: «Das hatte mit Merenschwand nichts zu tun. Grund für das grössere Aufgebot war, dass die 97-Jährige am Anfang als vermisst galt. Zudem könnte es sich bei Brandtoten immer um ein Tötungsdelikt handeln, da werden automatisch mehr Polizisten aufgeboten.»

Die Brandursache war gestern noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten leitete zur Klärung der Brandursache und der Todesumstände eine Untersuchung ein. «Dazu wurde das Institut für Rechtsmedizin Aarau beigezogen», so die Kantonspolizei.

Die Feuerwehr geht eher nicht von Brandstiftung aus. Bernhard Graser betont: «Generell stellen beispielsweise Kerzen in der Winterzeit immer ein erhöhtes Brandrisiko dar. Die Patentlösung, um einen Brand zu verhindern, lautet: Niemals eine Kerze unbeaufsichtigt brennen lassen.»

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