Switzerland

Tigers-Erni wollte trotz Corona trainieren: «Es war unmöglich – ich fiel fast vom Velo»

Am 30. Oktober haben die SCL Tigers ihren ersten Corona-Fall. Der Kantonsarzt schickt die gesamte Mannschaft für zehn Tage in die Quarantäne. Samuel Erni ist zu diesem Zeitpunkt symptomfrei. Das Virus, das gibt er offen zu, nimmt er auf die leichte Schulter. «Ich habe etwas gelacht, dachte, Corona sei eine gewöhnliche Grippe», erzählt er in einem Interview bei MySports.

Drei Tage später leidet der 29-Jährige an Kopfschmerzen und einer verstopften Nase. «Es fühlte sich anders an als bei einer Grippe. Es brannte in der Nase», sagt Erni zu BLICK. Doch obwohl der Corona-Test positiv ausfällt, ist der Verteidiger überzeugt, in zwei bis drei Tagen wieder fit zu sein.

Er steigt sogar auf den Hometrainer, den die Tigers ihren Spielern zur Verfügung stellen. «Ich wollte nicht nur auf dem Sofa herumsitzen», sagt Erni. Doch: «Mit Widerstand in die Pedalen treten, war unmöglich. Ich fiel fast vom Velo. Selbst an ein lockeres halbstündiges Training war nicht zu denken.»

Erschöpft nach Spaziergang

Erni leidet an keinen Vorerkrankungen, gilt nicht als Risikopatient. Doch selbst im Alltag macht sich die Krankheit bemerkbar. «Ich bekam sogar auf dem Sofa Atemnot, verlor den Geschmack und hätte eine Zwiebel wie einen Apfel essen können.»

Geruchs- und Geschmackssinn sind mittlerweile fast vollständig zurück. Doch an einen Ernstkampf ist weiter nicht zu denken. «Nach sieben oder acht Atemzügen bleibt mir jeweils kurz die Luft weg. Und wenn ich spazieren gehe, bin ich schnell erschöpft.»

Trotzdem macht Erni leichte Kraftübungen, dreht nach dem Mannschaftstraining alleine auf dem Eis seine Kreise. «Hätte ich einen Job ohne körperliche Belastung, könnte ich wieder arbeiten. Ich darf einfach den Puls nicht hochjagen. Pushe ich, stellt es mir die Luft ab. Und mir wird schwindlig.»

Rückkehr ungewiss

Der Verteidiger unterzieht sich derzeit weiteren Tests. So wurden am Montag Lungen- und Herzfunktion geprüft. «Die Ärzte sagen, ich brauche Geduld. Doch das ist für einen Sportler nicht leicht. Man muss sich fast zwingen. Mein Körper braucht Ruhe. Für wie lange, kann mir niemand sagen.»

Angst habe er keine. «Ich will mir nicht den Kopf zerbrechen, habe Vertrauen in die Ärzte und bin froh, dass man mich in Langnau als Menschen und nicht als Produkt sieht und mir Zeit gibt. Das gibt Kraft.»

Eines ist Erni heute klar: «Das Virus hat mir die Augen geöffnet. Corona darf man nicht unterschätzen.»

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