Switzerland

Swiss Ski holt endlich wieder eine Frau: Küng wird neue Trainerin von Wendy Holdener

Eine Trainerin im Skirennsport? Das ist so selten wie ein Verschneider von Beat Feuz. Doch nun macht sich eine Frau auf, in der Ski-Welt Fuss zu fassen! Ihr Name: Mirena Küng. Die erst 32-jährige Appenzellerin ist neu Assistenztrainerin im Weltcup. Küng wird im Technik-Team der Frauen unter Gruppenchef Alois Prenn arbeiten. Sie sagt: «Ich komme in ein funktionierendes Team, in welchem ich die meisten Trainer und Athletinnen bereits gut kenne. Ich spüre viel Vertrauen, das erleichtert mir den Einstieg.»

Küng ist kein unbeschriebenes Blatt – zumindest nicht für Ski-Fans. Sie war lange als Athletin unterwegs, im Dezember 2011 holte sie erstmals Weltcuppunkte. Den Durchbruch an die Spitze schaffte die grossgewachsene Speed-Spezialistin aus Steinegg AI in den folgenden Jahren nicht. Der Grund: Küng galt zwar als Top-Gleiterin, Verletzungen warfen sie aber immer wieder zurück. Ihr Bestergebnis? Platz 14 in Garmisch-Partenkirchen.

Küng wird Wendy-Trainerin

2018 trat Küng schliesslich vom Spitzensport zurück. In ein mentales Loch fiel sie – im Gegensatz zu anderen Ex-Sportler – allerdings nicht. Das kam nicht von ungefähr. Denn: Schon zu Aktivzeiten hatte Küng Skilehrer- und Trainerkurse belegt und verfolgte schon bald das Ziel, als Coach zu arbeiten. Zuletzt war Küng Cheftrainerin der Junioren Liechtensteins. Dort überzeugte sie offensichtlich. Der Schweizer Alpin-Direktor Walter Reusser meint: «Ich bin überzeugt von Mirenas Qualitäten. Gleichzeitig kann sie nun im Weltcup wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihr und uns später zugute kommen.»

Was Reusser damit meint: Das Ziel von Swiss-Ski ist, Küng Schritt für Schritt aufzubauen. Reusser ist vom Mehrwert einer weiblichen Person im Trainerteam überzeugt. «Frauen haben häufig einen anderen Ansatz im Umgang mit Mitmenschen. Sie sind oft feinfühlig und finden einen guten Draht zu den Athleten. Es ist bereichernd, Mirena in unserem Team zu haben.» Auch Wendy Holdener, die beste Schweizer Technikerin der letzten Jahre, freut sich auf die Zusammenarbeit mit Küng. «Sie ist eine sehr positive Person und bringt einen frischen Wind in unser Team.»

Nadig: «Muss eine dicke Haut mitbringen»

Schon jetzt ist klar: Trainerin Küng ist eine Ausnahmeerscheinung. Zwar sind wie bei anderen Nationen auch bei Swiss-Ski mehrere Frauen im Weltcup-Tross unterwegs, allerdings sind diese meist Physios. Trainerinnen gibt aus verschiedensten Gründen kaum.

Keine kennt diese Herausforderungen besser als Marie-Theres Nadig (67). Von 1999 bis 2005 war sie bei Swiss-Ski unter anderem Cheftrainerin der Frauen-Equipe. Sie erinnert sich: «Ich war nicht nur eine Handwerkerin und praktisch 365 Tage im Jahr unterwegs, sondern kämpfte gegen viele Vorurteile. Zu Beginn fragten viele: Kann die das?» Die Vorurteile habe sie gespürt. «Man muss schon eine dicke Haut mitbringen», so Nadig.

Sicher ist: Küng traut sich den Job zu. Schon als Jugendliche trat sie als virtuose Geigenspielerin mit der Ländlermusik-Gruppe «Geschwister Küng» auf – ohne Lampenfieber, dafür mit viel Enthusiasmus. Nun sorgt sie sie als Ski-Trainerin für die Musik!

Football news:

Todin erinnert sich an die Euro 2004: Er hätte sich beinahe in die Fugen geschlagen, sich gegen den jungen Cristiano verteidigt und die Aufregung des Brückenbauers verstanden
Gareth Southgate: Wir dürfen keine Fußball-Snobs sein. Englands Trainer Gareth Southgate hat sich für das Spiel seiner Mannschaft gegen Kroatien 2020 ausgesprochen
Leonid Slutsky: Immer noch sicher, dass die Nationalmannschaft von Finnland-der Außenseiter unserer Gruppe. Sie hatten großes Glück gegen Dänemark
Ich bin kein Rassist! Arnautovic entschuldigte sich für Beleidigungen gegen Spieler aus Nordmazedonien
Gary Lineker: Mbappé ist ein Weltstar, er wird Ronaldo ersetzen, aber nicht Messi. Leo macht Dinge, die andere nicht können
Der spanische Fan fährt seit 1979 zu den Spielen der Nationalmannschaft. Er kam mit der berühmten Trommel zur Euro (hätte ihn während des Lockdowns verlieren können)
Ronaldo hat bei der Pressekonferenz die Sponsorencoca Cola weggeräumt. Cristiano ist hart gegen Zucker - wirbt nicht einmal damit Und verbietet dem Sohn, Limonade zu trinken