Switzerland

Super League: Der FC Zürich profitiert von Xamax' Laster – 1:1 in Neuenburg

Xamax liefert im ersten Spiel unter Trainer Stéphane Henchoz eine ordentliche Leistung ab. Das 1:1 gegen den FC Zürich ist ein mässiger Lohn dafür.

Der Dauerbrenner bei Xamax: Raphaël Nuzzolo (links) erzielt gegen den FCZ den bereits elften Saisontreffer.

Der Dauerbrenner bei Xamax: Raphaël Nuzzolo (links) erzielt gegen den FCZ den bereits elften Saisontreffer.

Laurent Gillieron / Keystone

(sda) Vom 1:0 zum 1:2 gegen St. Gallen, vom 1:0 zum 1:2 gegen Basel – und jetzt vom 1:0 zum 1:1, erneut durch ein schnelles Gegentor nach dem Führungstreffer. Xamax zeigte bei Stéphane Henchoz' Wieder-Einstand viele gute Ansätze, aber auch ein altes Heim-Laster. Nathans Ausgleich nach einem Corner fiel nur vier Minuten nach Raphaël Nuzzolos 1:0. Auch gegen St. Gallen (2 Minuten) und Basel (8 Minuten) hatte die Führung zuletzt nur kurz bestand gehabt.

Zumindest blieb am Ende ein Punkt. Hätte Adrian Winter sich den Ball in der 66. Minute nicht einen Tick zu weit vorgelegt und Laurent Walthert den Winkel gut verkürzt, oder hätte der in der zweiten Halbzeit der für den mit einer Muskelverletzung ausgeschiedenen Schiedsrichter Alain Bieri ins Spiel gekommene Ersatz Alessandro Dudic in der 81. Minute eine Intervention von André Neitzke am starken FCZ-Joker Henry Koide als penaltywürdig taxiert, wäre wohl ein weiteres 1:2 gegen einen guten Gegner das Ergebnis gewesen. So aber blieb zumindest ein Punkt, den Henchoz mit defensiven Wechseln nach Winters Grosschance absicherte, ohne dass seine Mannschaft nicht selbst auf den Siegtreffer drängte.

Wer in der Neuenburger Maladière von Beginn weg ein defensiv eingestelltes Xamax erwartete, sah sich getäuscht. Die mit einer Dreierkette ins Spiel gegangenen Gastgeber starteten keineswegs zurückhaltend; schon in der fünften Minute tauchten sie ein erstes Mal vor FCZ-Goalie Yanick Brecher auf. Zwar flog der Abschluss von Samir Ramizi knapp über das Tor, nach 23 Minuten führte Xamax aber dennoch. Nuzzolo – natürlich er – vollendete einen zügigen Vorstoss über die linke Seite auf Zuspiel von Janick Kamber gekonnt. Es war der elfte Treffer und der 18. Skorerpunkt für den eben 37 Jahre alt gewordenen Dauerbrenner.

Ein altes Muster zeigte sich auch beim FCZ: Ein weiteres Mal seit dem Neustart nutzten die Zürcher eine Standardsituation zu einem Tor. Und wiederum hatte Benjamin Kololli seinen Fuss im Spiel, diesmal mit seinem einstudierten Corner auf den am zweiten Pfosten davon geschlichenen Nathan.

1000 Zuschauer. – Sr. Bieri (51. Dudic). – Tore:
Xamax: Walthert; Seydoux, Gomes, Neitzke, Djuric, Kamber; Tafer (46. Mveng), Kouassi, Ramizi; Seferi (70. Haile-Selassie), Nuzzolo.
Zürich: Brecher; Nathan, Hekuran Kryeziu, Omeragic; Rüegg, Domgjoni, Sohm (62. Seiler), Kempter; Winter; Kololli (95. Mirlind Kryeziu), Kramer (62. Koide).Bemerkungen: Xamax ohne Araz, Corbaz (beide gesperrt), Doudin, Oss (beide verletzt), Djourou (geschont für Thun). Zürich ohne Marchesano, Pa Modou (beide gesperrt), Tosin, Mahi und Sauter (alle verletzt), Schönbächler und Janjicic (beide krank). 51. Schiedsrichter Bieri lässt sich durch Dudic (4. Offizieller) ersetzen (Muskelverletzung). Verwarnungen: 31. Kempter (Foul). 79. Mveng (Foul). 85. Kouassi (Reklamieren/im nächsten Spiel gesperrt).

Super League, 29. Runde. Dienstag:Mittwoch: Young Boys - Thun 18.15. Servette - Luzern 20.30. Sion - Basel 20.30. - Donnerstag: Lugano - St. Gallen 20.30.Rangliste: 1. St. Gallen 28/57 (60:40). 2. Young Boys 28/55 (59:35). 3. Basel 28/49 (56:29). 4. Zürich 29/42 (40:52). 5. Servette 28/41 (43:30). 6. Luzern 28/41 (34:35). 7. Lugano 28/33 (29:33). 8. Thun 28/25 (30:56). 9. Sion 28/24 (31:50). 10. Xamax 29/23 (30:52).

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