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Sturz im Stripclub: Zähne rausgehauen, Kiefer gebrochen, weitergetanzt

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Sie stürzte mehrere Meter von einer Polestange auf die Bühne hinunter. Doch Genea Sky ist hart im Nehmen. Sie hatte kaum eine andere Wahl.

Millionen schauten sich den kurzen Clip an, der seit dem Wochenende in den sozialen Medien kursiert: Genea Sky stürzt in einem Club in Dallas von einer Tanzstange mehrere Meter tief auf die Bühne – und twerkt im Schock und verletzt noch weiter. Dass sich die junge Frau den Kiefer gebrochen, Zähne ausgeschlagen und einen Knöchel verstaucht hat, ist nicht zu erkennen.

Auf Instagram berichtet die Tänzerin später in einem Video und unter Tränen von ihren Verletzungen. «Aber ich werde okay sein», sagt sie gequält. Skys Kiefer musste operiert werden, und ihr Arbeitergeber will prüfen, inwieweit man sich an den Kosten beteiligen werde – allerdings erst, nachdem das öffentliche Interesse am Schicksal der Tänzerin in den letzten Tagen immer mehr zugenommen hatte.

Versicherung? Fehlanzeige

Tatsächlich arbeitete Sky nur Teilzeit in dem Stripclub in Dallas. Sie ist deswegen nicht über ihren Arbeitgeber versichert. Dieser sieht den Sturz von der Polestange im Übrigen nicht als Arbeitsunfall, sondern stellt sich auf den Standpunkt, dass die Tänzerin ihre «Übungen», zu denen sie niemand zwinge, im Griff haben müsse.

Privat dürfte Sky wie Millionen ihrer Landsleute kaum gesundheitsversichert sein. Zumindest setzte eine Bekannte der Tänzerin eine Go-Found-Me-Seite auf, über die Geld für eine Kieferoperation, den Spitalaufenthalt und Skys Lohnausfall gesammelt wurde.

«Alles Negative in den Schatten gestellt»

Der Sturz der Tänzerin hatte in den sozialen Medien für reichlich Witze und Spott gesorgt. Einige User aber thematisierten die schlechten Arbeitsbedingungen von Erotiktänzerinnen: «Wir müssen Stripclubs dringend gewerkschaftlich organisieren. Frauen wie Sky sollten zumindest eine Erwerbsausfalls-Entschädigung erhalten.»

Anfang Woche meldete sich Sky nach ihrer Kieferoperation auf Instagram zurück: in einem Spitalbett, mit geschlossenen Augen, verdrahtetem Kiefer und hochgerecktem Daumen. Auch wenn sich viele Leute über ihren Sturz lustig gemacht hätten, schreibt sie unter das Foto, sei ihr auch viel Mitgefühl entgegengebracht worden. «Dass so viele Leute sich in so einer Situation hinter mich stellen würden, hätte ich mir nie vorstellen können. Das hat alles Negative in den Schatten gestellt.» Auf der Sammelseite sind bislang über 37'000 Dollar von den anvisierten 20'000 Dollar zusammengekommen.

(gux)

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