Switzerland

Straumann fehlen in China die Patienten

Wegen des Coronavirus behandeln chinesische Zahnärzte zurzeit nur Notfälle. Das erschwert dem erfolgsverwöhnten Implantatehersteller, Prognosen für das laufende Geschäftsjahr abzugeben.

Straumann rechnet für das erste Quartal mit Einnahmeausfällen von 30 Mio. Fr. in China.

Straumann rechnet für das erste Quartal mit Einnahmeausfällen von 30 Mio. Fr. in China.

Martin Ruetschi / Keystone

Der weltgrösste Produzent von Zahnimplantaten, Straumann, ist im vergangenen Jahr erneut eindrücklich gewachsen. Dem Basler Unternehmen gelang es laut eigenen Angaben, mit einer organischen Umsatzsteigerung von 17% dreimal so schnell wie der Gesamtmarkt zu expandieren. Man habe in sämtlichen Absatzregionen Marktanteile gewonnen, betonte der neue Konzernchef Guillaume Daniellot an der Bilanzmedienkonferenz. Die forsche Expansion spiegelte sich auch in einer markanten Vergrösserung des Personalbestands, wobei je ungefähr die Hälfte der 1600 zusätzlichen Stellen auf den Ausbau bestehender Aktivitäten und auf Akquisitionen entfiel.

Für das laufende Jahr hat sich die Firma ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich vorgenommen – bei einer erneuten Expansion des Gesamtmarkts um 4 bis 5%. Die Prognose klammert indes neben Währungsveränderungen auch die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie aus.

Zurzeit ist das Unternehmen in China mit der Situation konfrontiert, dass sämtliche privaten Zahnarztpraxen geschlossen sind. In den staatlichen Spitälern würden nur Notfälle behandelt. Straumann rechnet für das erste Quartal mit Einnahmeausfällen von 30 Mio. Fr. in China. Wie weit sich dies im späteren Jahresverlauf aufholen lasse, könne gegenwärtig nicht beurteilt werden, erklärte das Management.

Straumann in Zahlen

Geldwerte in Mio. Fr. (IFRS)

2018 2019 +/– %
Umsatz 1364 1596 17
Betriebsergebnis Ebit 343 387 13
Ebit-Marge (%) 25,1 24,3
Konzernergebnis 278 308 11
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 277 378 36
Rendite invest. Kapital (Roce, %) 35,7 28,4
Eigenkapitalquote (%) 64,6 57,2
Nettoliquidität 16,8 20,2 20
Personalbestand 5954 7590 28