Switzerland

Sternekoch macht jetzt Burger: Aus Club wird Burger-Laden

Spitzenkoch Markus Arnold und der Gastronom Tom Weingart eröffnen im stillgelegten Club Du Théâtre in der Berner Hotelgasse einen Burgerladen auf Zeit.

Der Gastronom Tom Weingart (links) und der Sternekoch Markus Arnold machen ab Dienstag im Du Théâtre einen Fensterladen auf. Tagsüber gibts Kaffee, abends Burger.

Der Gastronom Tom Weingart (links) und der Sternekoch Markus Arnold machen ab Dienstag im Du Théâtre einen Fensterladen auf. Tagsüber gibts Kaffee, abends Burger.

Foto: Raphael Moser

Am Strand in Costa Rica hat der Spitzenkoch Markus Arnold seine Familienferien verbracht. Aber so richtig faulenzen kann der Tausendsassa nicht. Von nichts kommen die 17 «Gault Millau»-Punkte und der «Michelin»-Stern nicht. «Meine Frau bremst mich immer, damit ich nicht drei Lokale nach dem Urlaub aufmache», sagt der Steinhalle-Chef.

Schon bevor er sein Restaurant Steinhalle beim Historischen Museum aufmachte, machte er sich einen Namen als «Pop-up-König» wegen der Zwischennutzungen, die er realisiert hat. Auch in der Corona-Krise läuft der Luzerner zu Höchstform auf: Während die meisten Restaurants ruhen, realisiert der 39-Jährige eine Take-Home-Idee um die andere: Vier-Gang-Menü, Bowl-Lunch, Sonntags-Brunch, um nur drei zu nennen.

Und jetzt folgt in der Hotelgasse das Pop-up Bingo Bongo Burger: Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Tom Weingart hat Arnold den Club Du Théâtre, welches aus bekannten Gründen geschlossen ist, gemietet. Selber hinter den Herd stehen wird er nicht, hat sich aber den besten Koch der Altstadt angelacht: Simon Sommer kocht in gekündigter Stellung unweit von hier. Das Wein & Sein, wo er arbeitet, ist gerade geschlossen, so hat er Zeit. «Und Bock», sagt der gebürtige Deutsche.

Das Pop-up Bingo Bongo Burger war ursprünglich als Restaurant geplant und wird ab Dienstag bis Ende April als Take-away betrieben. Abends verkauft Arnold nun einen Burger, der nur aus Schweizer Produkten besteht: Das Black-Angus-Rind kommt aus dem Emmental, und der Cheddar-Käse aus Engelberg.

Das Brioche-Rezept hat er eigens dafür entworfen. Für Röstaromen sorgt ein Grill, der auf 400 Grad aufgeheizt wird. Nach vier Minuten hat das «Tätschli» die perfekte Garstufe. Erfahrung mit Burgerbraten hat Arnold, da er in der Steinhalle jeweils am Mittag nicht Haute Cuisine anbietet, sondern einfachere Speisen. «Die Leute werden unseren Burger lieben», ist Markus Arnold sich sicher.

Der Fleischburger (im Bild) mit 200 Gramm Fleischpatty kostet stattliche 24 Franken. Für Vegetarier gibt es eine Randen-Quinoa-Option zum gleichen Preis.

Der Fleischburger (im Bild) mit 200 Gramm Fleischpatty kostet stattliche 24 Franken. Für Vegetarier gibt es eine Randen-Quinoa-Option zum gleichen Preis.

Foto: PD

Nach Bier-Fenster das Burger-Fenster

Der Fenstersims wird in der Corona-Krise immer öfter zum Verkaufstresen. Schon letztes Jahr verkauften die Barkeeper der Taube ihre Getränke durchs Fenster. Das erste Fenster in Bern verzeichnet Philipp Thoma im Breitenrain mit seinem Phil’s Coffee To Go. Anfang Monat eröffnete das Café Pyrenées hüben am Kornhausplatz sein Bier-Fenster.

Und jetzt folgt das Burger-Fenster. Beim ersten zahlt man, beim zweiten gibts die Ware. «Das Anstehen wird zum Happening des Abends werden, weil alle bei dem Wetter nach draussen und etwas erleben wollen», sagt Arnold und beisst selber in den Burger. Die Gurken müssen einen Millimeter dünner werden, sonst hat er nichts zu bemängeln. Er kaut zufrieden. Die Sauce fliesst auf die Hände, die Finger werden buttrig. «Aber nur ganz wenig, nur so viel, wie es sein muss», sagt Arnold. So viel, wie er eben will.

«Burgeritis» ausgebrochen?

Das Essen der Stunde scheint Burger zu sein: Just am Wochenende änderte das Restaurant Löscher sein Drive-in-Konzept, und die Köche braten dort unter dem Namen «Börger Queen». Das Prädikat «Best Burger in Town» hat gerade das Kapitel am Bollwerk von den «Bund»-Gastrokritikern bekommen. Und in der Aarbergergasse stehen die Türen von The Butcher sperrangelweit offen.

Den Burger gibt es seit 1900, er wurde erstmals im US-Staat Connecticut serviert und hiess damals noch «Steak Sandwich». Dieses Fast Food ist nicht nur ein beliebtes Essen im Restaurant, sondern schafft es auch in die heimischen Haushalte: Berner haben laut der Lieferplattform Eat.ch im letzten Jahr von allen Gerichten am häufigsten einen Burger nach Hause bestellt. Dies, obwohl er ein Jahr zuvor nicht einmal in der Top 10 war. Auch was das Wachstum anbelangt, sagt Eat.ch dem Burger grosses Potenzial voraus: dem veganen Burger 64 Prozent, dem BBQ-Burger 49 Prozent oder dem Poulet Burger 32 Prozent.

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