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Stellt Prinzessin Leonor von Spanien hier ihr Tanztalent unter Beweis?

Huch, ist das etwa Prinzessin Leonor von Spanien (16), die da auf der Social-Media-Plattform Tiktok einen heissen Tanz mit Lipsync darbietet? Man könnte es fast meinen... Aber nein, es handelt sich um eine Fälschung. Nun ja, vielleicht nicht unbedingt Fälschung, aber einen Trick mit künstlicher Intelligenz. Auf Tiktok tauchte nämlich kürzlich ein Video auf, dass ein Mädchen zeigt, das zu dem Song «Medina» des Rappers Andrew Ford tanzt. Und auf den ersten Blick meint man doch glatt, dass es sich bei der hübschen jungen Dame um die Thronfolgerin Spaniens handelt. Aber nein, alles nicht echt, denn das Video ist ein sogenannter «Deepfake». Dabei handelt es sich um eine Technologie mit künstlicher Intelligenz, die ein Bild der nachzuahmenden Person, in diesem Fall Leonor, über das Gesicht der darstellenden Person legt. Dabei entsteht ein täuschend echtes Bild und man kann oft nicht mehr unterscheiden, ob es sich um etwa die echte spanische Thronerbin handelt oder nicht. 

In diesem Fall fand man allerdings schnell heraus, dass es sich nicht wirklich um die Tochter von König Felipe (54) und Königin Letizia (49) handelt. Zum einen bestätigte der Palast, dass kein Video von Prinzessin Leonor bekannt sei, zum anderen sieht man, dass es sich bei der jungen Frau, die das Video erstellt hat, ganz eindeutig um einen Fan-Account zu Ehren von Leonors handelt, wie das spanische Portal «Maldita» bekannt gibt. Das spanische Magazin «Lecturas» erklärt zudem: «In dem fraglichen Video wird das Gesicht des Thronfolgers über das der tanzenden Person gelegt, dank dieser Technik scheint es, als stünden wir vor Prinzessin Leonor, obwohl dies nicht wirklich der Fall ist. Ein sehr realistisches Video, aber es ist tatsächlich fiktiv.»

Das besagte Originalvideo wurde inzwischen von der Plattform gelöscht und ist nicht mehr verfügbar. Mittlerweile sind allerdings noch weitere Videos aufgetaucht, in denen andere Userinnen die gleiche Technologie anwenden und die Nutzerinnen und Nutzer damit fast an der Nase herumführen.

Deepfake kann gefährlich sein

Prinzessin Leonor ist allerdings nicht die Erste, die Opfer von Deepfake wurde. Auch der ehemalige Präsident der USA, Barack Obama (61), wurde schon durch Fälschungen dargestellt, allerdings vom Schauspieler, Regisseur und Comedian Jordan Peele (43), der genau dadurch auf die Gefahren von Deepfake aufmerksam machen will.

Wird diese Technik nur zum Spass auf Social Media angewandt, ist es ja eigentlich noch harmlos. Die Deepfakes können aber auch schnell gefährlich werden, wie «Swissinfo» erklärt, denn die Menschen glauben das, was sie sehen und vertrauen ihren eigenen Augen. Das kann auch zur Verbreitung von Falschnachrichten führen oder, was noch schlimmer ist, Cyberkriminalität vorantreiben. Denn mit der Deepfake-Masche können Betrüger entweder biometrische Daten austricksen oder neue Identitäten kriminelle Energien, wie Betrug, erstellen.

Daher sollte man stets vorsichtig sein, wenn man etwa eine tanzen Prinzessin auf Tiktok sieht, auch wenn es hier niemandem schadet. Die Urheberinnen der oben gezeigten Videos gaben in den Kommentaren aber teils auch offen zu, dass es sich nicht um die Prinzessin handelt. Und da die spanischen Royals momentan gemeinsam Ferien machen, ist wohl ebenfalls nicht davon auszugehen, dass Leonor ein Tiktok-Video von sich erstellt hat, in dem sie zum Teil etwas lasziv tanzt. Also alles nur geklaut!

Von san vor 1 Minute