Switzerland

Steigende Coronazahlen machen die Schweden nervös - auf den Mundschutz wird trotzdem verzichtet

Auch in Schweden steigen die Fallzahlen spürbar an, vor allem in den Städten, wenn auch auf vergleichsweise tiefem Niveau: Auf die Bevölkerungszahl umgerechnet verzeichnet Schweden im 7-Tages-Durchschnitt rund ein Viertel an Neuinfektionen im Vergleich mit der Schweiz, Frankreich oder den Niederlanden.

Dennoch sagt Anders Tegnell, der Chefepidemiologe der Gesundheitsbehörde: «Wir nähern uns einem kritischen Punkt.» Dabei denkt er vor allem an die Auslastung der Spitäler: Die Intensivstationen registrierten zuletzt eine Zunahme, und die Erinnerungen an das verheerende schwedische Frühjahr sind noch frisch, als die Todeszahlen in die Höhe schnellten.

Empfehlungen statt Verbote

Zwar liegen die Todeszahlen im Moment tiefer als in fast allen anderen europäischen Ländern, doch es braucht nun deutlich weniger, bis die Alarmlampen in dem 10-Millionen-Land blinken. Dennoch bleibt sich Tegnell treu: Er reagiert mit Sorgenfalten und erhobenen Zeigefinger, aber ausser dem Versammlungsverbot, das seit April immer bei 50 Personen lag, will er die Schwedinnen und Schweden weiterhin mit Appellen an die Eigenverantwortung dazu bringen, sich Coronakonform zu verhalten. Die Strategie soll nachhaltig stabil bleiben; Abstand, Ausgehverhalten und Anzahl soziale Kontakte werden nicht verordnet, sondern empfohlen.

Der eklatanteste Unterschied zum Ausland besteht beim Mundschutz: Dafür gibt Tegnell nicht einmal eine Empfehlung ab. Er streitet zwar einen gewissen Effekt bei Gedränge nicht ab, doch er stellt sich nach wie vor auf den Standpunkt, der Fokus müsse auf Abstand halten und zu Hause bleiben liegen; Masken könnten eine falsche Sicherheit vermitteln und dazu führen, dass die Leute nachlässiger würden.

Die Kritiker der Strategie, darunter auch eine grössere Anzahl Forscher an schwedischen Hochschulen und Uni-Spitälern, greifen Tegnell gerade wegen der Mundschutz-Frage unvermindert an und werfen ihm Fahrlässigkeit vor. Doch in der Bevölkerung und in der Politik hat seine Strategie weiterhin Rückhalt.

Selbst Tegnell wird vorsichtiger

Dabei ist auch Tegnell etwas vorsichtiger geworden: Seit Mitte Woche hat er nämlich die Empfehlungen an die Bevölkerung jener Regionen mit starkem Anstieg der Fälle klar verschärft: In Uppsala, Stockholm oder Malmö wird nun davon abgeraten, Museen, Einkaufszentren, Bibliotheken oder Fitnessstudios zu besuchen. Kontakte sollen aufs Minimum reduziert werden, zudem sollen nur noch notwendige Einkäufe getätigt werden.

Gleichzeitig werden Läden und Betriebe aufgefordert, die Anzahl Besucher einzuschränken und mehr Home-Office zu ermöglichen. Vorschriften oder Sanktionen diesbezüglich gibt es nicht, doch am Freitag haben erste Hallenbäder, Bibliotheken und Museen erklärt, sie würden folglich schliessen. «Wir können nicht offen haben, wenn das Publikum spezifisch aufgefordert wird, nicht ins Museum zu gehen», erklärte das Museum für Moderne Kunst in Stockholm.

Tegnell appellierte eindringlich an die Solidarität in der Bevölkerung, während Sozialministerin Lena Hallengren drohte: Sollten die Empfehlungen nicht wirken, könnten auch Restriktionen verfügt werden. Damit waren die Behörden bisher enorm zurückhaltend. Doch auch in Schweden ist eine Coronamüdigkeit spürbar: Medien berichteten, in den Einkaufszentren habe man bisher wenig gemerkt von reduziertem Besucherandrang.

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