Switzerland

Staus im Zürcher Unterland: Umfahrungen haben einen schweren Stand

Die FDP will neue Strassen, um die Unterländer vom Verkehr zu entlasten. Schluss mit dem Betonzeitalter, findet die Mehrheit des Kantonsrats.

Viele Gemeinden im Zürcher Unterland leiden unter dem Durchgangsverkehr. Nicht nur wie hier, wenn der EHC Kloten spielt.

Viele Gemeinden im Zürcher Unterland leiden unter dem Durchgangsverkehr. Nicht nur wie hier, wenn der EHC Kloten spielt.

Foto: Samuel Schalch (2017)

Bülach, Kloten und Regensdorf sollen verdichten, damit das Umland nicht zersiedelt wird. So sieht es der Richtplan vor. Nur: Dieses Wachstum habe eben starke Auswirkungen auf die Gemeinden rundum, erklärte Christian Müller (FDP, Steinmaur) am Montagmorgen im Zürcher Kantonsrat. Negative Auswirkungen in Form von Durchgangsverkehr und Staus.

Deshalb verlangte er eine Analyse der Verkehrslage im Zürcher Unterland, die aufzeigt, ob den geplagten Dörfern eher durch kleinräumige Umfahrungsstrassen oder durch eine grossräumige Umfahrung zu helfen wäre. Christian Lucek (SVP, Dänikon) nannte Letztere gleich beim Namen: «Die äussere Nordumfahrung, welche Wettingen und Winterthur verbindet, muss miteinbezogen werden.» Diese ist zwar im Richtplan eingetragen, allerdings mit dem Vermerk «langfristig».

«Das ist ein einseitiger Blick durch die Windschutzscheibe.»

Felix Hoesch (SP, Zürich)

Die FDP lief mit diesem Postulat bei den Links-Grünen voll in den Hammer. «Das ist ein einseitiger Blick durch die Windschutzscheibe», schimpfte Felix Hoesch (SP, Zürich). Seine Kritik: Man könne heutzutage Verkehrsprobleme nicht einfach mit neuen Autostrassen lösen. Das Betonzeitalter gehöre in die 1970er-Jahre und sei längst vorbei.

Monica Sanesi (GLP, Zürich) sprach von einer «koordinierten Strassenplanung» statt einer umfassenden Mobilitätsplanung. Sie bezeichnete das Postulat als «schlecht verhüllten Vorstoss für eine Autobahn im Unterland».

«Links-Grün lässt eine ganze Region aus ideologischen Gründen weiterleiden.»

Christian Müller (FDP, Steinmaur)

Die Abfuhr von Links-Grün bewog Postulant Müller zur Anklage: «Links-Grün lässt eine ganze Region aus ideologischen Gründen weiterleiden.» Trost kam vonseiten der Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP). «Das Postulat rennt bei uns offene Türen ein.»

Sie stellte für nächstes Jahr ein regionales Verkehrskonzept für das Unterland in Aussicht, bei dem motorisierter Verkehr, öffentlicher Verkehr, Velo und Fusswege ausgewogen Beachtung fänden.

Wo die Türen ohnehin offen sind, braucht es keine Türöffner, fand offenbar die Mehrheit des Rats. Das Postulat blieb mit 87 zu 79 Stimmen auf der Strecke.

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