Switzerland

Start mit zwei Geisterrennen in Spielberg: Der F1-Zirkus darf endlich aus dem Käfig!

Am 3. Juli, dem 33. Geburtstag von Sebastian Vettel, wird es also in Spielberg mit dem ersten GP-Training 2020 soweit sein: Vorwärts, marsch. Am frühen Samstagnachmittag haben die Regierung und Gesundheitsämter im Nachbarland offiziell grünes Licht gegeben. So wird inn Österreich natürlich seit Tagen gejubelt. Ja, man berichtet sogar von der Formel 2, Formel 3 und 500 erlaubten Zuschauer am Red Bull-Ring. Da wären dann wohl auch die Medien (TV, Print, Online und Fotografen) dabei...

Zandvoort weg – und wer noch?

Spielberg wird für den geplanten Rest der Saison die Messlatte sein. Wenn dort was schiefgeht, wackelt das ganze Programm. Zandvoort hat jetzt aufgegeben, verschiebt das GP-Comeback nach 35 Jahren auf 2021. Das Verstappen-Land will in Holland die orangen Fans und keine Trauerveranstaltung. Das gilt auch für die Nachtshow Singapur. Vietnam möchte aus Sicherheitsgründen nur lokale Zuschauer. Und aus den USA, Russland, Mexiko und Brasilien erreichen uns täglich neue Schreckenszahlen.

Silverstone will nicht aufgeben

Seit Wochen steigen auch in England die Todesfälle. Trotzdem hat Silverstone für den frühen August weiter zwei Geisterrennen angeboten. Obwohl nach Wimbledon, dem British Open und jetzt auch der Töff-GP (ebenfalls in Silverstone geplant) abgesagt wurden. Den Notnagel Hockenheim hat man im Mini-Kalender, der den Teams mal zugeschickt wurde, vorerst nicht eingeschlagen.

Provisorischer Europa-Kalender

5. Juli: Spielberg (Österreich)
12. Juli: Spielberg (Österreich)
19. Juli: Budapest (Ungarn)
2. August: Silverstone (Grossbritannien)
9. August: Silverstone (Grossbritannien)
16. August: Barcelona (Spanien)
30. August: Spa (Belgien)
6. September: Monza (Italien)

Bei Renault ist der Teufel los

Corona hinterlässt schon deutliche Spuren. McLaren muss von 800 Leuten 70 Formel-1-Leute entlassen, andere Teams nennen offiziell noch keine Zahlen. Beim Autogigant Renault ist der Teufel los. Da werden Werke geschlossen, müssen allein in Frankreich 4600 Mitarbeiter entlassen und eine Staatshilfe von fünf Milliarden Euro beantragt werden. Klar muss auch die französische Formel-1-Truppe abspecken.

Williams am Ende – helfen Russen?

Und Williams, die drittälteste Formel-1-Mannschaft nach Ferrari und McLaren, wirft als Börsenteam in Frankfurt das Handtuch: Von Hauptsponsor Rokit hat man sich sofort getrennt, die Bilanzen sind wie die Resultate katastrophal. Wer kauft den Traditions-Rennstall mit 114 Siegen (Premiere 1979 in Silverstone mit Clay Regazzoni) – aber mit nur acht WM-Punkten aus den Jahren 2018/19? Der russische Chemie- und Dünger-Milliardär Dmitry Mazepin (52) versucht schon lange sich neben Mercedes (viele Silberpfeil-Testeinsätze überall auf der Welt) irgendwo richtig einzukaufen. Um seinem Formel-2-Sohn Nikita (21) die grossen Türen zu öffnen. Im Stile der kanadischen Milliardäre Stroll und Latifi.

Die Kleinen hoffen ...

Die Budget-Obergrenze von 145 Millionen Dollar für 2021 (und dann immer weniger) lässt die Kleinen wieder etwas hoffen. Mehr nicht. Jetzt werden auch die Motoren eingefroren. Das gilt auch für 20 Teile (Chassis, Getriebe), von denen jedem Team zwei Ausnahmen erlaubt werden. Dazu gibt’s weniger Einsätze auf dem Prüfstand und im Windkanal dürfen die Topteams seltener ihre Aero-Tests machen als die Konkurrenz. Dazu soll das Geld gerechter verteilt werden.

Trio siegt seit 139 Rennen

Zur Erinnerung. Der letzte GP-Sieger, der vor 139 Rennen nicht in einem Mercedes, Red Bull oder Ferrari sass, war am 17. März 2013 der Finne Kimi Räikkönen (40) beim WM-Start in Melbourne mit dem Lotus-Renault. Und seither wurden die GP-Erfolge so verteilt: Mercedes 92, Red Bull 28 und Ferrari 19. Für seinen Ferrari-Erfolg 2018 in Austin bekam jetzt Fan-Liebling Kimi jenes Auto frei Haus von Maranello nach Baar ZG geliefert. Es gibt also auch noch positive Nachrichten vom Italo-Team. Grazie!

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