Switzerland
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Stadtflucht in der Waldkantine: Hier ist alles unecht und trotzdem stimmt es

Stadtflucht in der WaldkantineHier ist alles unecht und trotzdem stimmt es

Ein Gartenrestaurant beim Bahnhof Stettbach verfrachtet ein Konzept aus Zürich-West in die Agglo von Zürich-Nord. Das passt erstaunlich gut.

In der Waldkantine gibts Fleisch (zum Beispiel mediterranen Fleischkäse, l.) und vegetarische Gerichte, etwa Bowls mit Falafel.

In der Waldkantine gibts Fleisch (zum Beispiel mediterranen Fleischkäse, l.) und vegetarische Gerichte, etwa Bowls mit Falafel.

Foto: Ela Çelik


 «Wirkt ziemlich pseudo hier», beschwert sich der Carnivore. «Eine Waldkantine ohne richtigen Wald, die sich an einen falschen griechischen Tempel anlehnt.»  

Diese multiple Entfremdung geschieht da, wo Zürich nicht mehr Zürich und Dübendorf noch nicht Dorf ist. Unmittelbar neben dem Bahnhof Stettbach hat man nach dem Rezept von Frau Gerolds Garten in Zürich-West ein weiteres, auf improvisiert machendes Gartenrestaurant hingeklont: die Waldkantine. Beim «Wald» handelt es sich um den Vorgarten eines postmodernen Bürogebäudes, dessen Giebeldach an den erwähnten Tempel erinnert. Ins Erdgeschoss haben die Gastronomen von der Maag-Halle eine rustikale, in viel Holz gefasste Fassstrasse eingebaut. «Immerhin das ‹Kantine› im Namen entspricht der Wahrheit», sagt der Carnivore.