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St.Gallen kassiert erste Niederlage des Jahres – YB kann aber nicht profitieren

Luzerns Francesco Margiotta jubelt nach seinem Siegtreffer gegen St.Gallen. Bild: KEYSTONE

St.Gallen kassiert erste Niederlage des Jahres – YB kann aber nicht profitieren

Nach den jüngsten Siegen gegen ambitionierte Mannschaften wie Basel und YB macht der FC Luzern auch vor Leader St. Gallen nicht halt. Luzern siegt 1:0. Das einzige Tor erzielte nach einer halben Stunde Francesco Margiotta mit einem Foulpenalty, den St. Gallens linker Aussenverteidiger mit einem kuriosen Foul an der Strafraumgrenze verschuldet hatte.

Je länger die Partie dauerte, umso mehr Druck musste Luzern, die nunmehr einzige noch verlustpunktlose Mannschaft der Rückrunde, über sich ergehen lassen. Aber dank einer soliden Defensive und dem ausgezeichneten Torhüter Marius Müller hielten sie diesem stand. Mitte der zweiten Halbzeit beispielsweise bewährte sich Müller kurz nacheinander bei gefährlichen Schüssen von Axel Bakayoko und Jordi Quintilla.

Drei strittige Penaltyszenen in Luzern – nur einmal gab's Elfmeter. Video: SRF

Bis zum Schluss stieg das Cornerverhältnis auf 13:1 für St. Gallen an. Die Luzerner kamen zeitweise kaum aus der eigenen Hälfte heraus, dennoch verloren sie die Ordnung in der Defensive nicht. In den letzten Minuten, als die Ostschweizer den Angriff noch weiter forcierten,, hätte auch noch das 2:0 fallen können - dies nicht nur bei einem Lattenschuss von Ibrahima Ndiaye in der 86. Minute.

Der überglückliche neue Luzerner Trainer Fabio Celestini – sein Einstand in der Innerschweiz hätte nicht besser ausfallen können als mit zwölf Punkten aus vier Spielen – nahm nach dem Match mehrmals das Wort «Mentalität» in den Mund. Seine Spieler hätten eine phantastische Mentalität gezeigt, sagte der Waadtländer unter anderem. St. Gallens Trainer Peter Zeidler freut sich derweil auf das Heimspiel gegen die Young Boys vom nächsten Sonntag und auf ein ausverkauftes Stadion. Weiter sagte der Deutsche: «Luzern hatte einen hervorragenden Torhüter. Für uns ist die Niederlage kein Weltuntergang.»


11'406 Zuschauer. - SR Schärer.
Tor:
Luzern: Müller; Schwegler, Lucas, Knezevic, Sidler; Ndiaye, Ndenge, Mistrafovic (63. Schulz), Schürpf; Margiotta (76. Eleke), Males (83. Bürki).
St. Gallen: Zigi; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Quintilla; Görtler (55. Bakayoko), Babic; Guillemenot (86. Ribeiro); Itten, Demirovic.
Bemerkungen: Luzern ohne Matos (gesperrt), Voca, Kakabadse und Binous (alle verletzt). St. Gallen ohne Ruiz (gesperrt), Lüchinger, Nuhu und Strübi (alle verletzt). 86. Lattensschuss Ndiaye. Verwarnungen: 17. Mistrafovic (Foul), 30. Zigi (Reklamieren), 37. Hefti (Schwalbe), 60. Males (Foul), 63. Bakayoko (Foul), 68. Knezevic (Foul).

Luzern-Torhüter Müller rettet mehrfach mirakulös. Bild: KEYSTONE

Die Young Boys haben auch in Lugano nicht aus ihrem Formtief auf fremdem Terrain gefunden. Sie unterlagen zum ersten Mal seit März 2002 im Tessin

Seit Lugano 2015 wieder in die Super League spielt, waren die Reisen der Young Boys ins Stadion Cornaredo immer einträglich. Sechs Siege und drei Remis erreichten sie in den letzten neun Partien. Aber am Sonntagnachmittag waren ihre momentanen (Auswärts)-Schwächen zu offensichtlich.

Lugano profitierte davon: Filip Holender traf in der 17. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0 und Alexander Gerndt, der ehemalige Young Boy, erzielte in der 84. Minute nach einem Konter seinen ersten Super-League-Treffer der Saison. Beiden Toren waren Fehler in der YB-Defensive vorangegangen, vor dem ersten griff Neuzugang Jordan Lefort zu zögerlich an und am Ursprung des zweiten stand ein Fehler von Fabian Lustenberger.

Das augenfälligste Berner Manko betraf aber die Offensive, die erst nach einer Stunde etwas besser in Fahrt kam und sich Chancen erspielte. Dass Jean-Pierre Nsame und Nicolas Moumi Ngamaleu gesperrt fehlten, war spürbar, zumal Guillaume Hoarau nahezu wirkungslos blieb.

Es war der 18-jährige Samuel Ballet, der bei seinem Debüt für die 1. Mannschaft der Young Boys den einzigen Treffer erzielte. In der 90. Minute, gut zehn Minuten nach seiner Einwechslung, schoss er das 1:2 und beendete zumindest die Berner Serie von 374 Minuten ohne Auswärtstreffer. Das warten auf einen Auswärtssieg geht derweil weiter. Den letzten gab es vor vier Partien Ende November in Sitten.


3122 Zuschauer. - SR Horisberger.
Tore:
Lugano: Baumann; Yao, Sulmoni, Daprelà, Lavanchy; Lovric (92. Kecskes), Covilo, Custodio; Holender (69. Lungoyi), Gerndt, Aratore (78. Selasi).
Young Boys: Von Ballmoos; Janko (78. Ballet), Lustenberger, Lefort, Garcia; Spielmann (46. Sulejmani), Aebischer, Martins (78. Gaudino), Fassnacht; Mambimbi, Hoarau.
Bemerkungen: Lugano ohne Bottani, Obexer, Sabbatini, Rodriguez und Guidotti (alle verletzt). Young Boys ohne Nsame, Moumi Ngamaleu (beide gesperrt), Lotomba, Sierro, Sörensen (alle verletzt), Camara und Lauper (beide rekonvaleszent). 88. Gelb-Rote Karte gegen Gerndt. Verwarnungen: 25. Holender (Foul). 29. Covilo (Foul). 37. Gerndt (Foul). 54. Aratore (Foul).

Lugano darf gegen YB überraschend jubeln. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Servette hat ein weiteres Zeugnis seiner Stärke abgelegt. Trotz einer völlig ungenügenden Chancenauswertung siegten die Genfer daheim gegen den FC Zürich 4:1. Die aufregendsten und letztlich entscheidenden Szenen spielten sich Mitte der zweiten Halbzeit ab.

Die Zürcher, die bis dorthin hochzufrieden sein mussten, dass sie nur 0:1 in Rückstand lagen, glichen um ein Haar aus, aber der Genfer Innenverteidiger Steve Rouiller schlug den Ball von der Torlinie weg. Im nachfolgenden Angriff spielte Antonio Marchesano, der beste Zürcher, Aiyegun Tosin frei.

Dieser traf mit einem wuchtigen Schuss zum 1:1. Wieder nur Sekunden später wechselte Servettes Trainer Alain Geiger Koro Koné ein. Mit seiner ersten Ballberührung köpfelte der Ivorer eine Flanke von Varol Tasar zum 2:1 ein. Koné bestellte in der Schlussphase mit einem echten Hattrick auch das 3:1 und das 4:1.

Für die in der Defensive weiterhin anfällige Mannschaft von hat nunmehr drei der ersten vier Spiele nach der Winterpause verloren.


7052 Zuschauer. - SR Dudic.
Tore: 23. Kyei (Stevanovic) 1:0. 64. Tosin (Marchesano) 1:1. 67. Koné (Tasar) 2:1. 79. Koné (Stevanovic) 3:1. 94. Koné (Stevanovic)
Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Sasso, Iapichino; Ondoua, Cognat (82. Imeri); Stevanovic, Cespedes, Tasar (90. Alves); Kyei (65. Koné).
Zürich: Brecher; Rüegg, Omeragic, Mirlind Kryeziu, Pa Modou; Domgjoni, Sohm (55. Hekuran Kryeziu); Tosin, Marchesano, Kololli (82. Winter); Mahi (69. Kramer).
Bemerkungen: Servette ohne Park und Schalk (beide verletzt). Zürich ohne Nathan, Schönbächler (beide gesperrt), Charabadse, Janjicic und Zumberi (alle verletzt). 84. Lattenschuss Tasar. Verwarnungen: 31. Pa Modou (Foul), 41. Domgjoni (Foul), 55. Mirlind Kryeziu (Foul), 93. Imeri (Foul). (pre/sda)

Der FCZ kassiert auch in Genf vier Tore. Bild: KEYSTONE

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