Switzerland

St. Gallen darf vor 10 000 Fans spielen, Laaksonen schafft den Sprung ins Haupttableau des French Open – und weitere Sportmeldungen

Laaksonen schafft den Sprung ins Haupttableau des French Open, Xherdan Shaqiri tritt traumhaft bei seiner Rückkehr und Zlatan Ibrahimovic hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die wichtigsten Sportmeldungen im Überblick.

(dpa)

Fussball-Bundesligist FC Schalke 04 ist einen Tag vor dem wichtigen Spiel gegen Werder Bremen am Samstag durch einen positiven Corona-Fall bei einem Lizenzspieler aufgeschreckt worden. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Der betroffene Spieler, dessen Name der Verein nicht veröffentlichte, befindet sich in häuslicher Quarantäne. Über das weitere Vorgehen ist der Verein mit den Gesundheitsbehörden im Austausch. Laut Trainer David Wagner steht das Spiel aber nicht auf der Kippe.

Der Verein selbst habe aus «den Vorkommnissen im Trainingslager den ein oder anderen Schluss gezogen», sagte Wagner. Schon in Österreich war ein Schalker Profi positiv auf Corona getestet worden. Seitdem halte er «jedes Mal die Luft an, dass alle negativ bleiben». Der erneute positive Fall beeinträchtige die Vorbereitung auf das auch für Wagner nach dem 0:8 zum Auftakt beim FC Bayern wichtige Bremen-Spiel. «Natürlich sind Gedankengänge, die du über die Woche entwickelt hast, hinfällig», sagte der 48-Jährige.

St. Galler Fans mit Mundschutz beim ersten Spiel der neuen Saison. Beim Heimspiel gegen Servette dürfen zehnmal mehr Fans den Kybunpark besuchen.

St. Galler Fans mit Mundschutz beim ersten Spiel der neuen Saison. Beim Heimspiel gegen Servette dürfen zehnmal mehr Fans den Kybunpark besuchen.

Gian Ehrenzeller / Keystone

Der Kanton St. Gallen gab am Freitag bekannt, dass er das Schutzkonzept des FC St. Gallen für das Heimspiel am 4. Oktober genehmigt. Das bedeutet, dass der FCSG das Spiel gegen Servette Genf vor 10 000 Zuschauern austragen darf.

Am Donnerstag, 1. Oktober treten die neuen gesetzlichen Bestimmungen der Covid-19-Verordnung zur Durchführung von Grossveranstaltungen in Kraft. Die 1000-Besucher-Grenze ist damit aufgehoben, es ist jedoch den einzelnen Kantonen überlassen, ob sie Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bewilligen. Die Bewilligung des Kanton St. Gallens gilt demnach vorerst nur für das am 4. Oktober angesetzte Spiel im Kybunpark.

Der Präsident des FCSG lässt sich auf der Webseite des Vereins folgendermassen zitieren: «Wir freuen uns sehr, dass uns die Behörden unter dem oben erwähnten Vorbehalt die Bewilligung erteilen werden, gegen Servette voraussichtlich maximal 10 000 Zuschauerinnen und Zuschauer im Kybunpark willkommen heissen zu dürfen. Wir sind uns der grossen Verantwortung bewusst und tun alles dafür, das Vertrauen zu bestätigen und die grosse Herausforderung zu meistern.»

(sda)

Stan Wawrinka bleibt am French Open nicht der einzige Schweizer im Haupttableau der Männer. Henri Laaksonen schafft dank einem 7:5, 6:1 gegen den Kolumbianer Daniel Elahi Galan die Qualifikation.

Der Zweisatz-Erfolg gegen die Weltnummer 152 war Laaksonens dritter Sieg im dritten Spiel gegen einen tiefer klassierten Gegner. Laaksonen kann sich damit über ein gesichertes Preisgeld von 60 000 Euro freuen. Sein Gegner im Hauptfeld ist noch offen.

Mit Wawrinka und Laaksonen sowie Jil Teichmann und Stefanie Vögele bei den Frauen beginnt das French Open am Sonntag somit mit vier Schweizern. Belinda Bencic erklärte am Donnerstagabend wegen einer Verletzung im rechten Arm Forfait, Roger Federer kehrt erst 2021 auf die Tour zurück.

Er trifft und lacht wieder: Xherdan Shaqiri (zweiter von rechts).

Er trifft und lacht wieder: Xherdan Shaqiri (zweiter von rechts).

Peter Powell / Pool / EPA

(sda) Xherdan Shaqiri ist im Liverpool FC zum ersten Einsatz von Beginn weg seit Dezember 2019 gekommen. Im Ligacup gegen den Drittligisten Lincoln FC stand der Schweizer Internationale am Ursprung des 7:2-Erfolgs. Der zuletzt wiederholt mit Verletzungen kämpfende Shaqiri hatte seinen grossen Auftritt für die Reds bereits in der 9. Minute. Einen Freistoss aus halbrechter Position platzierte der 28-jährige Offensivspieler unhaltbar im Lattenkreuz zum 1:0. Ein weiteres Tor blieb dem in der 75. Minute ausgewechselten Offensivspieler beim Kantersieg verwehrt.

Wie Teamkollege Léo Duarte ist auch er mit dem Coronavirus infiziert: Zlatan Ibrahimovic.

Wie Teamkollege Léo Duarte ist auch er mit dem Coronavirus infiziert: Zlatan Ibrahimovic.

Antonio Calanni / AP

(sda)/cov. Milans Stürmer Zlatan Ibrahimovic ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies gab der Klub des Schweden nur Stunden vor dem Spiel in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation gegen den norwegischen Vertreter Bodö/Glimt bekannt. Ibrahimovic befindet sich gemäss Klubinformationen in häuslicher Quarantäne. Auf seinem offiziellen Twitter-Account meldete der selbstbewusste Spieler, dass er keinerlei Symptome habe – und sagte mit dem ihm typischen Humor dem Virus den Kampf an: Covid habe den Mut gehabt, ihn herauszufordern. «Bad idea.»

Neben dem 38-jährigen Routinier habe es keine weiteren positiven Tests gegeben. Am Mittwoch war mit Verteidiger Léo Duarte allerdings bereits ein Spieler von Milan positiv auf das Virus getestet worden. Bei Ibrahimovic hatte der erste Test wie beim Rest des Kaders nicht angeschlagen.

(sda) Mathilde Gremaud hat sich bei einem Trainingssturz in Saas-Fee eine leichte Gehirnerschütterung und eine Knieverletzung zugezogen. Nun muss sie eine rund sechswöchige Pause des Schneetrainings einlegen.

Die Teilnahme der 20-jährigen Freiburgerin am Weltcup-Start Ende November sei fraglich, schrieb Swiss-Ski in einer Mitteilung. Bei einem MRI-Untersuch des verletzten Knies ist bei der Olympia-Zweiten von 2018 eine starke Knochenprellung festgestellt worden. Die Bänder im Knie blieben gemäss Swiss-Ski allerdings unversehrt.

Vor rund zehn Tagen hat Gremaud in Saas-Fee bereits einmal für Aufsehen gesorgt, als sie als erste Freestyle-Fahrerin einen Switch Double Cork 1440 stand. Der Sprung, der rückwärts angefahren und gelandet wird, umfasst zwei Überkopfdrehungen und vier Rotationen um die horizontale Achse.


Die Weltnummer 5 als Endstation: Jil Teichmann scheidet in Strassburg im Viertelfinal aus.

Die Weltnummer 5 als Endstation: Jil Teichmann scheidet in Strassburg im Viertelfinal aus.

James Crisp / AP

(sda) Jil Teichmann scheidet am WTA-Sandplatzturnier in Strassburg in den Viertelfinals aus. Die Bielerin unterliegt der als Nummer 2 gesetzten Ukrainerin Jelina Switolina 4:6, 3:6.

Teichmann begann ihr erstes Duell mit Switolina mit einem Servicedurchbruch. Die 26-jährige Switolina, die Nummer 5 der Weltrangliste und 13-fache Siegerin an WTA-Turnieren, glich jedoch aus und stellte den Satz mit einem weiteren Break zum 6:4 sicher.

Auch im sehr wechselhaften zweiten Satz – es gab insgesamt fünf Servicedurchbrüche – ging Teichmann mit einem Break (zum 3:2) in Führung. Aber erneut zog die Gegnerin an ihr vorbei.

(sda) Alle Festangestellten des EV Zug, auch die Spieler, erklären sich schriftlich zu einem Lohnverzicht von 7,5 bis 25 Prozent bereit – infolge des finanziellen Schadens, der durch die Coronavirus-Pandemie entstanden ist. Dies teilt der Klub in einem Communiqué mit.

In der Saison 2019/20 resultierte aufgrund des Abbruchs der Meisterschaft ein Ertragsausfall von 1,6 Millionen Franken gegenüber dem Budget, wie der Klub mitteilte. Für das Geschäftsjahr 2020/21 wird der Schaden auf 4 bis 5 Millionen Franken veranschlagt.

Erhebliche Umsatzeinbussen sowie Zusatzkosten für die Umsetzung des Schutzkonzepts resultieren bei den Ticketing- und den Gastronomie-Einnahmen. Die zugelassene Zuschauerzahl beträgt 3800 Personen, was einer Auslastung von nur 53 Prozent entspricht.

(sda) In der Stanley-Cup-Finalserie in Edmonton übernehmen die Tampa Bay Lightning erstmals die Führung. Sie gewinnen das dritte Spiel gegen die Dallas Stars 5:2 und führen nun mit 2:1 Siegen. Um die Meisterschaft der NHL nach 2004 zum zweiten Mal zu gewinnen, benötigen die Lightning noch zwei Siege.

Das dritte Spiel der Best-of-7-Serie war geprägt von der Rückkehr von Steven Stamkos. Der Captain der Tampa Bay Lightning hatte seit dem 25. Februar verletzungshalber nicht mehr gespielt. Jetzt benötigte der 30-jährige kanadische Stürmer zu Beginn der Partie nur drei Einsätze, um in der 7. Minute das Tor zum 2:0 zu erzielen. Ab Ende des ersten Drittels wurde er nicht mehr eingesetzt. Der Matchwinner war der Schwede Victor Hedman mit einem Tor und zwei Assists.

Die Statistik aus der Geschichte des Stanley Cups spricht für Tampa Bay. Denn die Mannschaft, die in einer Best-of-7-Serie nach unentschiedenem Stand 2:1 in Führung ging, wurde danach in 22 von 29 Fällen Meister.

(sda) Der VC Bürglen-Märwil springt als Organisator der Schweizer Strassenmeisterschaften der Elite Männer und Frauen ein. Die Rennen in Märwil im Kanton Thurgau finden am Samstag, dem 31. Oktober, statt. Ursprünglich sollten die Schweizer Meisterschaften vom OK der Strassen-WM 2020 in Aigle organisiert werden. Der Anlass wurde wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Swiss Cycling suchte daraufhin einen Ersatzorganisator. Mit den Veranstaltern der letztjährigen Schweizer Meisterschaften im Zeitfahren in Weinfelden wurde ein solcher gefunden.

Der angepasste Rennkalender der UCI sowie die Verfügbarkeit der Profis internationaler Teams seien für die Terminierung des Renndatums sehr herausfordernd gewesen, schreibt Swiss Cycling in einem Communiqué. Die Zeichen stünden gut, dass der Grossteil der Schweizer Profifahrer die Meisterschaften bestreiten könne.

Mit Ajax erfolgreich, in Italien und England unglücklich: Frank de Boer ist der neue Bondscoach.

Mit Ajax erfolgreich, in Italien und England unglücklich: Frank de Boer ist der neue Bondscoach.

Tim Ireland / AP

(sda)./cov. Der frühere Verteidiger tritt als Trainer der niederländischen Nationalmannschaft die Nachfolge von Ronald Koeman an, der nun den FC Barcelona coacht. Seine Trainerkarriere im Spitzenfussball startete de Boer vor zwölf Jahren als Assistent in der Nationalmannschaft der Niederlande. Nach vier Meistertiteln als Chefcoach von Ajax Amsterdam hatte de Boer kurze und glücklose Episoden bei Inter Mailand und Crystal Palace. Zuletzt gewann er in den USA mit Atlanta United den US-Open- sowie den Campeones-Cup.

Als Spieler war de Boer ebenfalls für Ajax, den FC Barcelona, Galatasaray Istanbul und die Glasgow Rangers tätig. Nach einem Abstecher nach Katar zu Al-Rayyan beendete er 2005 seine Aktivkarriere.

Nun hat sich der 50-jährige de Boer mit dem niederländischen Verband auf einen für zwei Jahre gültigen Vertrag geeinigt.

(sda) Der ehemalige Weltklasse-Handballer Zlatko Portner ist im Alter von 58 Jahren gestorben. Zlatko Portner war der Vater des Schweizer Nationaltorhüters Nikola Portner. Den Tod von Zlatko Portner vermeldete der FC Barcelona auf seiner Website. Für den katalanischen Spitzenklub hatte Portner zwischen 1989 und 1992 gespielt.

Als Rückraumspieler wurde Zlatko Portner mit dem damaligen Jugoslawien beim Turnier in der Schweiz Weltmeister (1986) und holte in Seoul Olympiabronze (1988). Nach seiner Zeit in Spanien und Frankreich, wo Nikola geboren wurde, wechselte Portner 1994 in die Schweiz und war während acht Jahren beim BSV Bern und dem TV Zofingen engagiert; zuletzt bei den Bernern als Spielertrainer und Trainer. Seit 2008 war Portner auch Schweizer Staatsbürger.

Vom Velo ins Teamfahrzeug: Michael Albasini wird bei Swiss Cycling Nationaltrainer.

Vom Velo ins Teamfahrzeug: Michael Albasini wird bei Swiss Cycling Nationaltrainer.

Imago

Michael Albasini wird ab dem kommenden Jahr Trainer des Schweizer Strassennationalteams. Der 39-jährige Thurgauer, der zum Saisonende vom aktiven Spitzensport zurücktritt, wird Nachfolger seines Vaters Marcello Albasini.

Am kommenden Sonntag geht Michael Albasini bei einer Strassen-WM ein letztes Mal als Fahrer an den Start. Er befindet sich auf der Schlussrunde seiner aktiven Karriere. Eigentlich hatte er seine Laufbahn im Juni mit der Tour de Suisse beenden wollen. Weil diese wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden war, verlängerte Albasini seine Karriere um ein paar Monate.

Nun wird er dem Schweizer Radsport fast nahtlos erhalten bleiben. «Für mich ist es eine schöne Herausforderung zum richtigen Zeitpunkt. Ich freue mich darauf, mein in über zwanzig Radsportsaisons gesammeltes Wissen weitergeben zu können», wird Albasini in einem Communiqué von Swiss Cycling zitiert.

Sein Vater Marcello Albasini betreut das Strassennationalteam seit der Entlassung von Danilo Hondo im Frühsommer 2019. Der 63-Jährige wird seinem Sohn in Zukunft teilweise zur Seite stehen – zumindest in der Anfangsphase der neuen Saison. Es ist vorgesehen, dass Michael und Marcello Albasini im nächsten Jahr die Auswahl des Nationalteams an der Tour de Romandie und an der Tour de Suisse gemeinsam betreuen.

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