Switzerland

SRF hat seinen ersten Corona-Fall – und führt eine Maskentragepflicht ein

Die Informationssendungen von SRF erreichen derzeit ein grosses Publikum. Im Leutschenbach wurde nun der erste Fall bestätigt. Der Sendebetrieb sei deswegen aber noch nicht eingeschränkt.

Trotz dem ersten Corona-Fall am Leutschenbach ist SRF weiterhin uneingeschränkt auf Sendung.

Trotz dem ersten Corona-Fall am Leutschenbach ist SRF weiterhin uneingeschränkt auf Sendung.

Gaëtan Bally / Keystone

In Krisenzeiten erfüllen die Medien eine wichtige Funktion. Nicht nur weil das Informationsbedürfnis der Bevölkerung steigt. Auch Entscheide etwa der Behörden erreichen so die Bevölkerung. Eine spezielle Funktion hat dabei das Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Die Programme der SRG dienen den Behörden als offizieller Kanal für Mitteilungen. Entsprechend wichtig ist, dass der Sendebetrieb auch dann gewährleistet ist, wenn zahlreiche Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt sind.

Nun ist es am Standort Leutschenbach zum ersten bestätigten Corona-Fall bei SRF gekommen. Bereits Ende März wurde ein Mitarbeiter des neuen Newsrooms positiv auf das Virus getestet, wie die Medienstelle auf Anfrage der NZZ bestätigt. Der Fall habe jedoch keinen wahrnehmbaren Einfluss auf die Programmleistung von SRF.

Dies war bei zwei Verdachtsfällen anders, die auch kommuniziert wurden. Die Moderatoren Mario Grossniklaus und Monika Vetsch mussten sich in Selbstisolation begeben und konnten deshalb Sendungen nicht moderieren. Grossniklaus hatte Kontakt mit einer Person, die später positiv auf das Virus getestet wurde; Vetsch wies Symptome auf. Es handelt sich bei den beiden laut SRF aber nicht um bestätigte Corona-Fälle.

Maskenpflicht im Newsroom eingeführt

Nach dem ersten Infektionsfall von Ende März hat SRF die Vorsichtsmassnahmen verstärkt. Im konvergenten Newsroom von Fernsehen und Online in Zürich sowie in jenem des Radios in Bern gilt seither eine Maskenpflicht. Zuvor mussten SRF-Mitarbeiter nur dann eine Maske tragen, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden konnte.

Die Personen, die mit dem infizierten Newsroom-Mitarbeiter in engem Kontakt standen, haben sich zudem in Selbstquarantäne begeben. Dies entspreche der generellen Regelung, schreibt SRF. Weitere Massnahmen hat SRF aufgrund des ersten Corona-Falls nicht getroffen.

Bereits seit Beginn der ausserordentlichen Lage Mitte März gilt bei SRF die Home-Office-Pflicht. Doch diese lässt sich bei Radio und Fernsehen nicht vollständig umsetzen. So können zwar Radiomitarbeiter ihre Beiträge zu Hause schneiden. Bei den Fernsehjournalisten ist dies jedoch nicht immer der Fall. Auch die Moderatoren und gewisse technische Angestellte müssen zwingend im Studio anwesend sein.

Weiterhin anwesend sind auch einige Mitarbeiter im Newsroom, zu denen die betroffene Person gehört. SRF hat die Redaktionen dort in zwei Gruppen geteilt, die sich wochenweise abwechseln. So soll eine Ansteckung zwischen den Gruppen verhindert und eine rasche Ausbreitung des Virus vermieden werden.

Aufgrund dieser Massnahme arbeiten im Newsroom im Vergleich zur normalen Situation auch weniger Leute gleichzeitig. Der Abstand zwischen den Mitarbeitern sei gewährleistet, schreibt SRF. Einige Arbeitsplätze seien dafür auch umgestellt worden. Wie viele Personen weiterhin in den Studios vor Ort arbeiten müssen, will SRF nicht kommunizieren.

SRF kommuniziert nicht zur Krisenvorbereitung

Die Massnahmen von SRF gehen deutlich weniger weit als jene des ORF. In Österreich begaben sich bereits vor rund zwei Wochen Schlüsselmitarbeiter in einen isolierten Studiobereich, in dem sie nicht nur arbeiteten, sondern auch schliefen und die Freizeit verbrachten.

SRF bereitet sich ebenfalls auf den Extremfall vor – auf die Möglichkeit, dass die Zahl der Corona-Fälle ansteigt. Es gebe Szenarien für den Fall, dass ein Betrieb im derzeitigen Umfang nicht mehr möglich sei, schreibt die Medienstelle. Doch konkret werden will sie nicht: «Es gibt aber im Moment keinen Anlass, solche Szenarien zu skizzieren.»

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