Switzerland

Sportvereine sollen Radikalisierung verhindern

450 Berner Sportvereine erhalten künftig Unterstützung der Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention. Auch die Fachstelle profitiert: Sie erhält einen Einblick in die Verbreitung und das Aufkommen des Phänomens der Radikalisierung in der Berner Sportwelt.

Um Radikalisierungstendenzen vorzubeugen leistet in der Stadt Bern eine eigene Fachstelle Beratung und Unterstützung. (Themenbild)

Um Radikalisierungstendenzen vorzubeugen leistet in der Stadt Bern eine eigene Fachstelle Beratung und Unterstützung. (Themenbild)

Bild: Keystone/Michael Probst

Ab kommendem Herbst lanciert die Stadtberner Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention ein Präventionsprojekt, das sich an den Breitensport richtet. Die Vereine erhalten Beratung und Unterstützung zur Umsetzung von Massnahmen.

Auch bei der Bewältigung von Krisensituationen steht die Fachstelle den 450 Sportvereinen beratend und begleitend zur Seite, wie aus ihrem am Donnerstag veröffentlichten Tätigkeitsbericht hervorgeht.

Durch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Vereinen erhält die Fachstelle nach eigenen Angaben zudem Einblick in die Verbreitung und das Aufkommen des Phänomens in der Berner Sportwelt.

Mehr Sensibilisierung und Prävention

Die Stadt Bern hat die Fachstelle im Jahr 2014 vor dem Hintergrund der Rekrutierungsaktivitäten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) geschaffen. Mit den militärischen Erfolgen des IS in Syrien und im Irak haben sich Menschen in ganz Westeuropa und auch in der Schweiz radikalisiert. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene reisten ins Kriegsgebiet, um sich dem IS anzuschliessen.

Stand für die Fachstelle zu Beginn vor allem die Beratungstätigkeit in konkreten Fällen im Vordergrund, hat sie über die Jahre ihr Angebot im Bereich der Sensibilisierung und Prävention ausgebaut.

Seit ihrer Gründung hat die Fachstelle rund 90 Verdachtsmeldungen bearbeitet. Obschon die Fallzahlen mit den Niederlagen des IS sanken, seien die gemeldeten Fälle heute komplexer. Es gehe oft um Personen, die in ihren Radikalisierungsprozessen weit fortgeschritten und hinsichtlich Gewaltpotenzial bedrohlicher seien, schreibt die Fachstelle.

Die Radikalisierungswelle der letzten Jahre betraf vor allem das islamistische Spektrum. Parallel dazu erstarkte in mehreren westlichen Staaten, namentlich in Deutschland, die extremistische Rechte. Eine von Polarisierung, Nationalismus, Frust und Wut geprägte Politik begünstige Radikalisierungstendenzen, hält die Fachstelle fest.

Als eine der ersten ihrer Art in der Schweiz leistete die Stadtberner Fachstelle von Anfang Dienste für Anfragen aus dem gesamten Kantonsgebiet – bis heute.

SDA/zec

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