Switzerland

Spionageaffäre um die Crypto AG: Aussprachepapier von Bundesrätin Amherd belastet angeblich Kaspar Villiger

Gab es in der Spionageaffäre um die Zuger Firma Crypto AG Mitwisser auf politischer Ebene? Laut einem Medienbericht belastet ein Papier des Bundesrates den damaligen Verteidigungsminister Kaspar Villiger.

Wie viele Informationen von der Crypto AG auf die politische Ebene gelangten, ist unklar.

Wie viele Informationen von der Crypto AG auf die politische Ebene gelangten, ist unklar.

Alexandra Wey / KEYSTONE

fbi.

Das in dieser Woche von der Rundschau, Washington Post und ZDF publik gemachte CIA-Dokument geht davon aus, dass Schlüsselpersonen «in der Regierung», also dem Bundesrat, über die Besitzverhältnisse der Zuger Firma Bescheid wussten, aber nicht darüber reden wollten. Dabei kam der Name des früheren Bundesrats Kaspar Villiger (fdp.) ins Spiel, der in dem Dokument namentlich erwähnt wird. Villiger bestreitet aber gewusst zu haben, dass die Crypto AG unter anderem der CIA gehört habe.

Nun könnte ihn ein vertrauliches Aussprachepapier von Bundesrätin Viola Amherd Villiger unter Zugzwang bringen. Laut dem «Tages-Anzeiger» präsentierte die Verteidigungsministerin an der Bundesratssitzung vom 17. Dezember 2019 einen Zwischenstand ihrer Abklärungen zur Crypto-Affäre. Dabei habe sie berichtet, sie sei von Jean-Philippe Gaudin, Direktor des Nachrichtendienstes, über mehrere Dokumente aus dem Archiv informiert worden. Diese legen angeblich nahe, dass Villiger über Vorgänge um die Crypto AG informiert war. Die Zeitung beruft sich für ihren Bericht auf «mehrere, sehr gut informierte Quelle». 

Villiger dementiert vehement

Villiger hingegen dementiert die Vorwürfe vehement. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» bestreitet der Alt-Bundesrat in einer schriftlichen Antwort jede Mitwisserschaft über die wahren Hintergründe der Crypto AG. «Ich kannte den Einfluss der CIA ebenso wenig wie jenen des BND.» Zudem seien ihm weder Amherds Aussprachepapier noch der darin erwähnte Aktenfund bekannt. «Es würde mich auch interessieren, mehr zu kennen als Vermutungen.»

Die Spionageaffäre dreht sich um die Zuger Firma Crypto. Diese hatte seit den 50er-Jahren Geräte zur Verschlüsselung von Kommunikation hergestellt und sie an über hundert Staaten geliefert. Was dabei lange im Dunkeln blieb: Das Unternehmen befand sich im Besitz von Geheimdiensten in den USA und in Deutschland. Eine Manipulation an den Geräten ermöglichte es den Diensten, vermeintlich sicher verschlüsselte Nachrichten abzuhören.

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