Switzerland

Spionage-Affäre: Amherd belastet alt Bundesrat Villiger

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Gab es in der Politik doch Mitwisser in der Crypto-Affäre? Laut einem Medienbericht soll der damalige Verteidigungsminister davon gewusst haben.

Alt Bundesrat Kaspar Villiger dementierte Mitte dieser Woche, dass er von der Spionageoperation der CIA und des deutschen Geheimdienstes mittels der Schweizer Crypto AG gewusst habe. Nun aber belastet die aktuelle Verteidigungsministerin, Viola Amherd, den damaligen Verteidigungsminister laut «Redaktion Tamedia».

Als das VBS letztes Jahr von den Recherchen der «Rundschau» zur Crypto-AG erfahren habe, habe man intern Abklärungen eingeleitet. Man habe nach Dokumenten gesucht und Verantwortliche von damals befragt, um sich ein eigenes Bild der Lage machen zu können. Während dieser Untersuchung sei Amherd vom Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes, Jean-Philippe Gaudin, informiert worden, dass man im Archiv Dokumente zur Crypto AG gefunden habe. Diese Dokumente würden darauf hinweisen, «dass der ehemalige EMD-Vorsteher K. Villiger informiert war», habe Amherd in einem Aussprachepapier ihren Bundesratskollegen im Dezember letzten Jahres geschrieben.

Gemäss er «Redaktion Tamedia» äusserte sich Villiger zu den Vorwürfen schriftlich: «Ich kannte den Einfluss der CIA (auf die Crypto AG) ebenso wenig wie jenen des BND.» Auch habe er nicht davon gewusst, dass die Geräte manipuliert gewesen seien.

(roy)