Switzerland

Spannung vor Volksentscheid: Sagt Zürich Ja zu Gratis-Badis?

Heute fällt der Entscheid, ob der Eintritt in die Freibäder kostenlos sein soll. Die Ausgangslage ist völlig offen, erste Resultate sollen ab 14.15 Uhr vorliegen.

Geht es nach dem Ja-Komitee, soll der Eintritt in die Freibäder der Stadt Zürich künftig nicht mehr vier bis acht Franken kosten, sondern gratis sein. Im Bild das Schwimmbad Letzigraben.

Geht es nach dem Ja-Komitee, soll der Eintritt in die Freibäder der Stadt Zürich künftig nicht mehr vier bis acht Franken kosten, sondern gratis sein. Im Bild das Schwimmbad Letzigraben.

Sabina Bobst

Zur Abstimmung kommt der Gegenvorschlag des Gemeinderats zur Volksinitiative «Sportstadt Züri», welche die kommunistische PdA zustande gebracht hat. Der Gegenvorschlag sieht einen Gratiseintritt für alle in die Stadtzürcher Freibäder vor, die Hallenbäder sind ausgenommen.

Für in Zürich wohnhafte Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre, für Bedürftige soll auch der Eintritt in die anderen städtischen Sport- und Badeanlagen kostenlos sein. Zudem sollen Sportvereine keine Gebühren mehr für die Benutzung der Sport- und Badeanlagen zahlen müssen.

Befürworter: Sportförderung für alle

Für das Ja-Komitee geht es darum, allen Personen, auch solchen mit kleinem Portemonnaie, den Zugang zum Sport zu ermöglichen und die Zürcher Sportvereine finanziell zu entlasten. «Es gibt in unserer Stadt Menschen, die sich einen Badi-Eintritt schlicht nicht leisten können, und es sind mehr, als wir denken», sagt Siro Torresan von der PdA. Zudem verweisen die Befürworter auf die Stadt Bern, wo die Freibäder bereits seit Jahren gratis sind.

Die Ja-Parole gefasst haben SP, Grüne und AL. Unterstützt wird der Gegenvorschlag zudem vom Zürcher Stadtverband für Sport (ZSS).

Der rot-grün dominierte Stadtrat lehnt den Gegenvorschlag ab. Es gebe schon heute zahlreiche kostenlose und vergünstigte Sportangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie für Personen in einfachen finanziellen Verhältnissen. Finanzielle Gründe seien gemäss Umfragen zudem bei den allermeisten Sportmuffeln kein Grund dafür, dass sie keinen Sport treiben.

Gegner warnen vor überfüllten Schwimmbädern

Der Gratiszugang zu den jetzt schon sehr stark genutzten Freibädern hätte, so der Stadtrat weiter, «voraussichtlich erhebliche unerwünschte Folgen» – weil er zusätzliche auswärtige Badegäste anziehen dürfte. Dieser Badetourismus könnte gar dazu führen, dass der Zugang zu den Freibädern beschränkt werden müsste – zum Nachteil der Badegäste aus der Stadt. Schliesslich rechnet der Stadtrat mit einem jährlichen Einnahmenausfall von 15 Millionen Franken, sollten die Badeanlagen kostenlos werden.

Aus ähnlichen Gründen lehnen auch FDP, SVP, GLP, EVP und CVP den Gegenvorschlag ab. Sie halten die entstehenden Mehrkosten gerade angesichts der zu erwartenden finanziellen Folgen der Corona-Krise für verantwortungslos. Zudem biete die Stadt bereits heute ein breites und niederschwelliges Sportangebot.

Erste Ergebnisse ab 14.15 Uhr

Die Stadt rechnet mit ersten Resultaten aus den Wahlkreisen ungefähr um 14.15 Uhr. Das Schlussresultat dürfte frühestens um 16 Uhr vorliegen.

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