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Switzerland

So schützen Sie Ihr Smartphone und Ihren Laptop vor Cyber-Attacken

Am Mittwoch und Donnerstag finden die zweiten Swiss Cyber Security Days (SCSD) in Fribourg statt. IT-Experten aus der Schweiz und der ganzen Welt treffen sich, um sich über drohende Gefahren im Cyberspace auszutauschen und wie sich Firmen und Staaten davor schützen können. Rund 70 Redner teilen ihr Wissen.

Diese Veranstaltungen richten sich auch an die Öffentlichkeit sowie kleine und mittlere Unternehmen. Denn auch wenn keine sensiblen Daten gestohlen würden, könne eine sogenannte Cyber Attacke erheblichen (finanziellen) Schaden anrichten, so die Organisatoren des SCSD in einer Medienmitteilung. Von Angriffen können die Mitarbeiter jedes Unternehmens sowie Privatpersonen betroffen sein, pflichtet auch Oliver Hirschi, Dozent für Informationssicherheit und Leiter «eBanking – aber sicher!» an der Hochschule Luzern – Informatik, bei. Der Sicherheitsexperte sagt:

Hirschi unterscheidet bei den derzeit geläufigsten Angriffen grundsätzlich zwischen zwei Wegen. Einerseits versuchen Kriminelle schädliche Programme, sogenannte Malware, per E-Mail zu verbreiten und den Nutzer so dazu zu bringen, diese unwissentlich auf seinem Gerät zu installieren. Manchmal stammen diese E-Mails von vermeintlich bekannten Quellen.

Oliver Hirschi, Dozent für Informationssicherheit HSLU

Andererseits wird Schadsoftware mittels sogenannter Drive-By-Infektionen verbreitet. Dabei besucht ein Internet-Nutzer beispielsweise eine entsprechend präparierte Website, von welcher während des Ladens und ohne Zutun des Nutzers, im Hintergrund eine Schadsoftware geladen wird. Das Gerät des Besuchers, beispielsweise ein Smartphone, wird sozusagen im Vorbei-Surfen infiziert. Gemäss einem Bericht von Checkpoint, einem der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Internet-Sicherheit, liegt die Wahrscheinlichkeit eines Angriffes via E-Mail weltweit bei rund 66 Prozent. In der Schweiz hingegen liegt die Wahrscheinlichkeit, mit schädlichen Programmen in E-Mail-Anhängen angegriffen zu werden bei rund 15 Prozent. Wahrscheinlicher ist es mit 66 Prozent hier, eine Drive-By-Infektion aufzulesen. «Das kann jedem passieren», sagt der Hochschul-Dozent und IT-Experte.

Eigene Daten werden unbrauchbar oder ungewollte Aktionen ausgeführt

Kriminelle verfolgen mit dem Verbreiten von Malware verschiedene Zwecke. Sie wollen Daten abgreifen, um diese weiter zu verwenden, etwa um mit ausgespähten Kreditkarteninformationen zu bezahlen, eine E-Banking-Transaktion auszulösen oder die Kontakte des Nutzers anzugreifen. Andere Betrüger setzen eine Software ein, die die Daten des Opfers verschlüsselt. Dadurch werden die Daten für den Nutzer unbrauchbar, wenn er den Schlüssel dazu nicht hat. So legen Kriminelle ganze Systeme lahm und erpressen von den Betroffenen ein Lösegeld, damit sie die Daten wieder entschlüsseln. «Dies ist eine beliebte Art, weil sich damit direkt Geld machen lässt», sagt Hirschi. Denn die Betrüger nutzen dafür anonymisierte Zahlungsdienste wie Bitcoin.

Die obige Meldung ist auf einem Laptop-Bildschirm erschienen, nachdem das Gerät mit einer Verschlüsselungs-Software infiziert wurde. Der Laptop war betroffen von einem weltweiten Angriff 2017.

Von einer Verschlüsselung können sowohl wichtige Arbeits-Dateien in einem Unternehmen als auch die digitalen Erinnerungsfotos an besondere Ferien auf einem privaten Gerät betroffen sein. Der IT-Experte erklärt:

Er beobachte etwa, dass zahlreiche Menschen ein App- oder Software-Update dafür über Monate hinweg ignorieren würden. «Um bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten, müssen das Betriebssystem sowie alle installierten Programme und Apps aber Up-to-Date sein». Denn mit einem Update würden jeweils auch mögliche Sicherheitslücken geschlossen werden. Experte Hirschi betont:

Hirschi zieht zur Veranschaulichung einen Vergleich mit dem Autofahren heran. «Sie können das gemäss Prüfstelle sicherste Auto mit Seiten-Airbag, Knautschzone und so weiter kaufen. Wenn Sie damit aber mit 180 km/h gegen einen Baum fahren, haben Sie dennoch ein Problem».

Im Umgang mit PC, Laptop, Tablet oder Smartphone und der damit verbundenen Technologien gilt es gemäss Experte Hirschi einige Punkte zu beachten. In der Übersicht finden Sie eine Auswahl der grundlegenden Verhaltensregeln zum Schutz vor Cyber-Attacken.

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