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So lernen Kinder den Umgang mit Geld: «Sackgeld sollte verdient werden»

«Damit du deine Ziele erreichst, brauchst du nur zwei Sachen: Einen klugen Plan und etwas Geld – so kannst du alles machen!» So beginnt das Kinderbuch «Martys erstes Geld» von Finanzexpertin und Autorin Dr. Mara Harvey (49). Mit dem Buch können Kinder auf spielerische Weise lernen, was Geld ist, wie man es verdient und richtig spart.

Im Interview mit BLICK gibt Harvey Eltern Tipps, wie sie Kindern den richtigen Umgang mit Geld beibringen können.

BLICK: Ab welchem Alter sollte man mit Kindern über Geld sprechen?
Mara Harvey: Die Forschung zeigt, dass die Haltung von Kindern gegenüber Geld schon sehr früh festgelegt wird. Eltern sollten mit ihren Kindern darum schon früh anfangen, über Geld zu sprechen. Am besten noch bevor sie in die Schule kommen. Wenn Kinder vor sieben Jahren nicht gelernt haben zu sparen, lernen sie es wahrscheinlich nie.

Wie spricht man mit Kleinkindern über Geld?
Am einfachsten ist es, wenn man die Kinder schon früh Geldmomente erleben lässt. Man kann zum Beispiel seiner dreijährigen Tochter im Supermarkt eine Münze in die Hand geben und sie ihr Brötchen selber bezahlen lassen. So lernt sie den richtigen Bezug zu Geld schon früh: Nämlich, dass es für das Notwendige da ist. Wenn die Kinder schon grösser sind und das Konzept des Geldes verstehen, sollte man das Thema Geld verdienen ansprechen. Geld ist nämlich kein Geschenk, sondern muss erarbeitet werden.

Muss auch das Sackgeld verdient werden?
Taschengeld – oder zumindest einen Teil davon – sollte es nur für eine Gegenleistung geben. Zum Beispiel Fensterputzen oder Staubsaugen des Autos. So lernt das Kind, dass Geld verdient werden muss. Die Tatsache, dass die Eltern hart für ihr Geld arbeiten müssen, verstehen sie nicht, wenn sie es nur hören. Sie müssen es selber erleben.

Warum finden Sie es problematisch, wenn man Kindern Sackgeld nur schenkt?
Dadurch lernt das Kind, dass Geld einem einfach so gegeben wird und dass es mit dem Alter immer mehr wird. Ausserdem glaubt es, Geld sei dazu da, für Dinge ausgegeben zu werden, die man möchte und nicht für Dinge, die man braucht. Das sind drei komplett falsche Botschaften.

Sollte man eingreifen, wenn Kinder ihr Sackgeld für Unsinn ausgeben?
Nein, denn jedes Kind muss die Erfahrung machen, dass es sein Geld nicht zweimal ausgeben kann. Das Wichtigste ist, dass das Kind versteht, wie lange es arbeiten muss, bis es sich etwas leisten kann. Dann fragt es sich von selbst, ob es sich wirklich lohnt, das in einer Stunde erarbeitete Geld für Süssigkeiten hinauszuwerfen.

Wie lernen Kinder zu sparen?
Einige Kinder sparen all ihr Geld, andere geben es schneller aus. Ein grösserer Wunsch kann für Kinder eine gute Motivation zum Sparen sein. Sie haben dann etwas, wofür sie ihr Geld auf die Seite legen. Kinder schauen sich ihr Verhalten von den Eltern ab. Dass wir das Geld nicht im Haus sammeln, sondern auf ein Bankkonto legen, macht es für die Kinder schwieriger, zu beobachten, wie gespart wird. Eine Lösung dafür könnte sein, dass das Kind ein eigenes Bankkonto erhält.

In Ihrem Buch zeigen sie auf, dass laut Statistiken Mädchen im Alter von zehn Jahren bis zu 30 Prozent weniger Taschengeld bekommen als Jungs. Warum ist das so?
Das liegt nicht daran, dass die Eltern Mädchen bewusst diskriminieren, sondern ist in unserer Gesellschaft verankert. Arbeiten, die meist von Mädchen erledigt werden, wie zum Beispiel Abwaschen, werden oft schlechter bezahlt als die Aufgaben, die Jungs machen, zum Beispiel das Auto waschen. Eigentlich sind beides Waschaufgaben, aber unsere Gesellschaft empfindet manche Aufgaben als weniger wertvoll.

Wie kann man dieses Problem lösen?
Mit meinem Buch möchte ich das Problem des Gender Pay Gaps sichtbar machen. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder diese Ungerechtigkeit verstehen. Mädchen müssen den Mut haben, ihren eigenen Wert zu verhandeln, damit sie später im Arbeitsmarkt bestehen können. Darum ist es sehr wichtig, dass man ihnen das schon früh beibringt. Auch Jungs sollten früh verstehen, dass es keinen Grund gibt, warum Mädchen weniger bekommen sollen, denn auch sie spielen in der Zukunft eine wichtige Rolle, um Gleichberechtigung zu ermöglichen.

So lernen Kinder zu sparen

zVg

Das Kinderbuch «Martys erstes Geld» erklärt unserem Nachwuchs, was Geld ist und wie man richtig damit umgeht. Durch Aufgaben und Ämtli lernen Kinder, dass Geld nicht auf Bäumen wächst, sondern verdient werden muss.

Die herzigen Reime werden von Illustrationen begleitet. Die Autorin Mara Harvey, als auch die Illustratorin Mariajo Ilustrajo wurden beide mit Awards für ihre Werke ausgezeichnet.

Das Buch ist mit dem Rabattcode «GI-MARVEY-10» für 17.90 Franken bei «Geschenkidee» erhältlich.

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