Switzerland

Skurrile Reise für Diplomaten: Russen müssen Nordkorea auf selbst gebautem Vehikel verlassen

Wegen Corona verkehren in Nordkorea derzeit keine Züge ins Ausland. Russische Diplomaten fanden trotzdem einen abenteuerlichen Weg, nach Hause zu fahren.

Ihre Heimreise wurde zum Abenteuer: Acht russische Diplomaten und deren Familien mussten mit einer Handhebeldraisine von Nordkorea nach Russland reisen.

Ihre Heimreise wurde zum Abenteuer: Acht russische Diplomaten und deren Familien mussten mit einer Handhebeldraisine von Nordkorea nach Russland reisen.

Foto: Russisches Auslandsministerium

Russische Diplomaten traten letzte Woche ihre Heimreise auf eine höchst ungewöhnliche Art an. Anstatt wie gewohnt bequem mit dem Flugzeug oder mit dem Zug zu reisen, mussten acht russische Gesandte und deren Familien mit einer selbst gebauten Draisine von Nordkorea nach Hause reisen.

Für die russischen Diplomaten war das Vehikel auf Schienen der einzige Weg nach Hause. Denn aufgrund der Corona-Pandemie verkehren in Nordkorea zurzeit keinerlei Züge ins Ausland. «Da die Grenzen seit mehr als einem Jahr geschlossen sind und der Personenverkehr gestoppt wurde, war es eine lange und schwierige Reise, um nach Hause zu kommen», schrieb das russische Aussenministerium auf «Telegram».

Im selbst gebauten Karren über die Grenze

Das russische Aussenministerium teilte Bilder und Videos des abenteuerlichen Unterfangens. Unter anderem ist das mit Koffern beladene Vehikel auf seinem Weg durch die winterliche nordkoreanische Landschaft zu sehen. Ein Videoclip zeigt, wie einige Mitglieder der Reisegruppe lächeln und in die Kamera rufen, während sie mit der Draisine über eine Brücke über dem Fluss Tumen fahren, der Nordkorea und Russland trennt. Die Gruppe wurde schliesslich auf der russischen Seite von Beamten begrüsst, bevor es dann bequem mit dem Bus zum Flughafen Wladiwostok weiterging.

Die achtköpfige Gruppe, darunter ein dreijähriges Kind, reiste zuerst geschlagene 32 Stunden mit dem Zug und dann zwei Stunden mit dem Bus bis kurz vor die Grenze zu Russland. Das letzte und wichtigste Stück in die Heimat musste schliesslich mit dem im Voraus gebauten Karren zurückgelegt werden. Dieser musste zuerst noch auf die Schienen gestellt und mit dem Gepäck und den Kindern beladen werden. Das Ministerium bezeichnete den dritten Sekretär der Botschaft, Vladislav Sorokin, als «Motor» des Wagens, nachdem er ihn das mehr als einen Kilometer lange Stück zur Grenze befördert hatte. Am Donnerstag erreichte die Reisegesellschaft schliesslich die russische Grenze, fügte das Aussenministerium hinzu.

Grenzen wegen Corona abgeriegelt

Laut «NK News» erforderte die sichere Ausreise der Gruppe erhebliche Anstrengungen seitens Moskaus. Nordkorea ist selbst bei befreundeten Ländern sehr unflexibel, wenn es um die Ein- und Ausreise geht. Das Land hat aus Angst, das Coronavirus zu importieren, seine Grenzen weitgehend geschlossen. Man vermutet, dass das Land seine strengen Grenzabriegelungen möglicherweise erst irgendwann im Jahr 2022 lockern wird.

Die russischen Diplomaten sind die ersten Expats, die Nordkorea dieses Jahr verlassen haben. Bereits im Dezember 2020 verliess eine russische Gruppe das Land über dieselbe Brücke. Im gleichen Monat verliessen 40 Diplomaten und einige humanitäre Helfer das Land über die Grenze nach Dandong, China. Laut «NK News» soll eine weitere grössere Gruppe von Expats Nordkorea im März verlassen.

Das Land besteht trotz weitverbreiteter Skepsis weiterhin darauf, dass es keinen einzigen Corona-Fall registriert hat. Die Angaben werden im Ausland stark bezweifelt.

lif

Football news:

Roma hat zum ersten Mal seit 1991 das Halbfinale des UEFA-Pokals/der UEFA Europa League erreicht
Kontrast vor dem Abpfiff in Prag: Slavias Spieler reihen sich vor dem Knie
Unai Emery: Er hat sich an die Spiele gegen seine Ex-Klubs gewöhnt, so dass die Spiele gegen Arsenal nichts Neues sind
Ich trinke Bier, Champagner, Rotwein. Ich esse Käse und Kaviar. Figo über das Ansehen von Fußball
Figo über Messi und Ronaldo: Trüffel mit Kaviar schwer zu vergleichen
Pogba über den Wechsel in der Pause: Ich habe versucht, für die 2.Gelbe zu provozieren. Der Trainer entschied, dass es besser wäre, wenn ich vor der roten Karte vom Feld gehe
Ole-Gunnar Sulscher: Manchester United wartet auf einen echten europäischen Kampf mit Roma. Wir sind gut gegen die Italiener