Switzerland

Skorps verlieren knapp: Stolz trotz Niederlage im Superfinal

Die Skorps Emmental Zollbrück verlieren den ersten Superfinal ihrer Vereinshistorie gegen die hochfavorisierten Kloten-Dietlikon Jets 2:4, machen aber viel Werbung in eigener Sache.

Lara Kipf (links) erzielte im Superfinal den ersten Treffer für die Skorps Emmental Zollbrück.

Lara Kipf (links) erzielte im Superfinal den ersten Treffer für die Skorps Emmental Zollbrück.

Foto: keystone-sda.ch

Sie rannten sich die Lunge aus dem Leib. Sie kämpften und ackerten voller Lust und Leidenschaft, zapften nochmals alle erdenklichen Energiereserven an. Im letzten Drittel des Superfinals in Winterthur versuchten die Frauen der Skorps Emmental Zollbrück alles, was in ihrer Macht stand, um den 1:3-Rückstand gegen die favorisierten Kloten-Dietlikon Jets irgendwie umzubiegen und den begehrten Meisterschaftspokal doch noch zum ersten Mal überhaupt ins Emmental zu holen.

Die Intensität, welche die Skorps nun aufs Parkett brachten, war so hoch, dass auch die mit etlichen routinierten Nationalspielerinnen gespickten Zürcherinnen etwas die Coolness abhanden kam. Und als Flügelstürmerin Lena Baumgartner 12 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit tatsächlich den Anschlusstreffer zum 2:3 für die Skorps buchte, rückte die Sensation wieder in den Bereich des Möglichen.

Mit erhobenem Haupt

Die Emmentalerinnen blieben auch in der Folge aufsässig und giftig, schwächten sich aber fünf Minuten vor Schluss mit der einzigen Strafe des gesamten Spiels selber. Sie überstanden die Unterzahl, verloren dabei aber nochmals einige wichtige Körner, die ganz am Ende der Partie wohl fehlten, um die Verlängerung zu erzwingen. Nationalspielerin Michelle Wicki entschied mit ihrem dritten persönlichen Tor einige Sekunden vor Schluss zum 4:2 für die Jets schliesslich den Superfinal zugunsten der Zürcherinnen.

Jubel bei den Spielerinnen von Skorpion Emmental Zollbrück nach dem 1:1-Ausgleichstreffer von Lara Kipf.

Jubel bei den Spielerinnen von Skorpion Emmental Zollbrück nach dem 1:1-Ausgleichstreffer von Lara Kipf.

Foto: keystone-sda.ch

Wenngleich bei einigen Spielerinnen der Skorps nach der Schlusssirene verständlicherweise einige Tränen der Trauer flossen, können die Emmentalerinnen mit erhobenem Haupt auf ihren ersten Superfinal zurückblicken. «Natürlich tut es weh, einen Final zu verlieren», sagte Lara Kipf, welche im ersten Drittel nach einem herrlichen Solo den 1:1-Ausgleich erzielte. «Aber wir werden daraus lernen und nächstes Jahr wieder angreifen», erklärte die wuchtige Angreiferin, die zu den auffälligsten Spielerinnen auf dem Platz gehörte und zur besten Akteurin ihres Teams gewählt wurde.

Nächstes Jahr wieder angreifen

In die gleiche Kerbe hieb Skorps-Coach Lukas Schüepp, der sein Team unmittelbar nach dem Spiel im Kreis versammelte und den Frauen ein Kompliment aussprach. «Auch wenn das bei der einen oder anderen Spielerin vielleicht eine Zeit dauern wird, bis sie es realisiert, dürfen wir sehr zufrieden sein mit dem, was wir in dieser Saison erreicht haben.»

Wenn man bedenke, mit wie vielen Nationalspielerinnen die Jets im Final angetreten seien und wie sein Team den grossen Favoritinnen trotzdem bis am Schluss Paroli geboten habe, könne man stolz sein. «Wir werden auch in der nächsten Saison wieder angreifen und ich bin sicher, dass uns diese Erfahrung dann helfen werden», sagte Schüepp.

Die Frauen der Kloten-Dietlikon Jets feiern nach dem hart erkämpften Sieg gegen die Skorps Emmental Zollbrück den Meistertitel.

Die Frauen der Kloten-Dietlikon Jets feiern nach dem hart erkämpften Sieg gegen die Skorps Emmental Zollbrück den Meistertitel.

Foto: freshfocus

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