Switzerland

Skiferien: Den Hoteliers Österreichs läuft die Zeit davon

Die Absicht Deutschlands, vorerst keine Skiferien zuzulassen, hat in Österreich grosse Verunsicherung ausgelöst. Ohne Deutsche lohnt sich der Betrieb vieler Hotels nicht.

Auf der Piste – im Bild der Ferienort Zell am See – sei mehr Platz als unter dem Christbaum in der Wohnung, meint Walter Veit, Vizepräsident des Österreichischen Hoteliervereinigung.

Auf der Piste – im Bild der Ferienort Zell am See – sei mehr Platz als unter dem Christbaum in der Wohnung, meint Walter Veit, Vizepräsident des Österreichischen Hoteliervereinigung.

Eibner / Expa / Feichter / Imago

In Österreich laufen die Schneekanonen teilweise bereits auf Hochtouren, wann die Skisaison aber beginnen wird, ist ungewisser denn je. Dass die deutsche Regierung die Absicht verfolgt, den Skitourismus bis zum 10. Januar nicht zuzulassen, hat im Land eine grosse Verunsicherung ausgelöst. «Das Schlimmste ist, dass wir derzeit keine Ahnung haben, wie es weitergehen wird», sagt der Hotelier Gerold Schneider, der in Lech einen Fünf-Sterne-Betrieb besitzt. «Wir sollten unseren Mitarbeitern aber möglichst bald sagen, ob sie zur Arbeit erscheinen müssen.»

Ein Hotel benötigt in der Regel zwei bis vier Wochen, um den Betrieb hochzufahren. In Lech und andernorts hat man die Saisoneröffnung angesichts der grossen Verunsicherung bereits um einige Tage verschoben.

Politiker hauen auf die Pauke

Was die Wintersaison betrifft, herrscht in Österreich Kakofonie. Vor allem Regionalpolitiker und Verbandsvertreter wollen an einer möglichst langen Skisaison festhalten. Entsprechend gewagt fallen ihre Prognosen aus. «Vorarlberg sagt den Winter sicher nicht ab», sagte beispielsweise der Tourismuslandrat Christian Gantner vor zwei Tagen. «Eine Wintersaison wird es geben, wenn auch eine andere.» Walter Veit, Vizepräsident des Österreichischen Hoteliervereinigung, meinte, dass auf der Piste mehr Platz sei als unter dem Christbaum in der Wohnung. Weihnachten im Hotel sei sicherer als daheim.

Vage äusserte sich dagegen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Derzeit ist in Österreich die gewerbliche Wirtschaft mehr oder weniger lahmgelegt, und die Schulen mussten vor eineinhalb Wochen zum Fernunterricht übergehen. Geöffnet sind nur Lebensmittelläden, Banken und Postfilialen. Kurz hat noch nicht gesagt, in welcher Reihenfolge die Läden, Restaurants oder Kulturstätten wieder öffnen dürfen. Oberstes Ziel der Regierung ist es allerdings, dass die Kinder und Jugendlichen ab dem 7. Dezember wieder in die Schule gehen. Sonst wollte sich Kurz nicht festlegen. Die Absicht sei, die Infektionszahlen so schnell wie möglich zu reduzieren.

Viele Stornierungen

Eher vorsichtig gestimmt sind auch die Hoteliers selbst. Ihre Ausgangslage ist derzeit ganz unterschiedlich. Manchen sagen, ihre Betriebe seien an Weihnachten ausgebucht, andere klagen, sie hätten kaum Reservationen um die Festtage, weil viele Gäste ihre Ferien mittlerweile storniert hätten.

Nicht wenige Hoteliers dürften sich deshalb mit dem Gedanken angefreundet haben, den Betrieb, so wie von Deutschland vorgeschlagen, bis Mitte Januar ruhen zu lassen. Das hängt auch mit den grosszügigen Umsatzentschädigungen zusammen, die Österreich derzeit den Hotels gewährt. Seit dem 3. November sind die Beherbergungsbetriebe im Rahmen des derzeit herrschenden Lockdowns im Prinzip geschlossen.

Die Regierung überweist den Hotels jedoch einen Umsatzersatz von 80%, wobei die Einnahmen von November 2019 die Vergleichsbasis bilden. Diese Hilfe ist sehr kostspielig, im Unterschied zu anderen Finanzmassnahmen der Regierung wird sie den Unternehmen aber rasch gutgeschrieben.

Selbstverständlich setzen die Hoteliers nun darauf, dass diese Lösung so lange in Kraft bleibt, bis sie den Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Wirtschaftlich ginge die Rechnung für die meisten wahrscheinlich auf. «Niemand von uns wird wohl in den kommenden zwei Monaten 80 Prozent des Vorjahresumsatzes erreichen», sagt ein Hotelier.

Ohne Deutsche kein Geschäft

Das gilt vor allem für Betriebe, die vornehmlich Deutsche zu ihren Stammgästen zählen – und davon gibt es vor allem im Westen des Landes unzählige. In Tirol beispielsweise stammen 50 Prozent der Wintertouristen aus dem Nachbarland.

Falls sie auf ihre Winterferien verzichten, lässt sich ein Hotel in Tirol oder in Vorarlberg kaum mehr rentabel betreiben. Österreicher werden die Lücke im Westen des Landes bei weitem nicht füllen. Einheimische Touristen haben bloss einen Anteil von 7%, Schweizer immerhin von 5%. Ein Hotel braucht allerdings mindestens eine Auslastung von 50%, um einigermassen kostendeckend betrieben zu werden.

Umso gespannter verfolgen die Hoteliers, was die deutschen Politiker und jene der EU entscheiden werden. Nach wie vor gilt für Österreich eine deutsche Reisewarnung. Müssen Gäste beispielsweise 14 Tage in Quarantäne, wenn sie aus dem Skiferien zurückkehren, werden sich eine solche Isolation wohl nur ganz leidenschaftliche Wintersportler antun. Etwas anders sähe es aus, falls ein Schnelltest bei der Abreise reicht, um sich in Deutschland frei zu bewegen.

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