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Sion bleibt dank Sieg gegen Genf in der Super League – Thuner Moral nicht belohnt

Der FC Sion verlässt den Barrage-Platz in der letzten Runde. Bild: keystone

Sion bleibt dank Sieg gegen Genf in der Super League – Thuner Moral nicht belohnt

Der FC Sion zog den Kopf in der 36. und letzten Runde der Super League noch aus der Schlinge. Dank einem 2:1-Sieg in Genf und der Schützenhilfe des FCZ muss Thun und nicht Sion in der Barrage um den Klassenerhalt spielen.

Der FC Thun hat in der Rückrunde vieles richtig gemacht. Doch der letzte Schritt zum vorzeitigen Ligaerhalt gelang beim FC Zürich nicht. Die Berner Oberländer müssen nach dem 3:3 in die Barrage. Wenn es die Thuner positiv sehen wollen, ist schon der Vorstoss in die Barrage ein Erfolg. Nach der Hinrunde lagen sie mit nur neun Punkten am Tabellenende. Seit der Winterpause haben sie Neuchâtel Xamax abgehängt und den FC Sion zwischenzeitlich überholt. Aber eben nur zwischenzeitlich, weil in der 36. Runde zu viel gegen Thun lief – in Zürich und vor allem in Genf, wo Sion zum benötigten Sieg kam.

Eigentlich schien der FC Thun nach einer Stunde nur noch auf einen Sieg von Servette gegen Sion hoffen zu können, um seinen 8. Platz zu verteidigen. Das Team von Marc Schneider lag 0:3 zurück gegen den sehr Effizienz aufspielenden FCZ, der mit vier Schüssen zu den Toren von Benjamin Kololli (15.), Blaz Kramer (33.) und Toni Domgjoni (56.) kam. Dann fiel zunächst etwas überraschend das 1:3 von Ridge Munsy und schliesslich zapften die Thuner nochmals die letzten Energiereserven an. In der 84. Minute traf der eingewechselte Simone Rapp und in der 90. Minute nochmals Munsy, der beste Skorer der Thuner.

Der FC Thun, der zum siebten Mal in Folge ungeschlagen blieb, spielte schon vor den Treffern mit viel Elan und schoss oft Richtung Tor. Es fehlte aber lange Zeit die Präzision und die Zielstrebigkeit im gegnerischen Strafraum. Die Thuner, die schon zuletzt gegen Basel für ihren Effort schlecht belohnt worden waren, müssen nun nachsitzen. Bereits am Freitag steht das Barrage-Hinspiel in Vaduz an. Das Rückspiel in Thun findet am Montag darauf statt.


1000 Zuschauer. - SR San. -
Tore: 16. Kololli (Kramer) 1:0. 33. Kramer (Kololli) 2:0. 56. Domgjoni (Kramer) 3:0. 74. Munsy (Karlen) 3:1. 84. Rapp (Tosetti) 3:2. 90. Munsy (Fatkic) 3:3.
Zürich: Vanins; Rüegg, Omeragic, Nathan, Kempter; Sohm, Domgjoni (59. Hekuran Kryeziu); Koide (59. Pa Modou), Marchesano (78. Seiler), Kololli; Kramer.
Thun: Faivre; Glarner, Havenaar (59. Sutter), Stillhart, Hefti; Bertone (59. Fatkic); Karlen (59. Tosetti), Castroman, Hasler (69. Breitenmoser); Ahmed (53. Rapp), Munsy.
Bemerkungen: Zürich ohne Schönbächler (gesperrt), Tosin, Mahi, Winter (alle verletzt) und Janjicic (krank). Thun ohne Kablan (verletzt). 15. Latten-Kopfball von Nathan. 83. Lattenschuss von Seiler. Verwarnungen: 41. Koide (Foul). 49. Havenaar (Foul). 66. Kololli (Foul). 79. Breitenmoser (Foul). 87. Pa Modou (Foul). 94. Hefti (Foul).

Bild: keystone

In einem hitzigen Derby in Genf, das aufgrund eines Stromausfalls zwischenzeitlich für eine Viertelstunde unterbrochen werden musste, setzten sich die Walliser dank Toren von Pajtim Kasami (43.) und dem eingewechselten Robert Uldrikis durch. Zum direkten Klassenerhalt reichte es dem Team von Paolo Tramezzani allerdings nur, weil es im Zürcher Letzigrund Schützenhilfe des FCZ erhielt.

1000 Zuschauer. - SR Jaccottet. -
Tore:
Servette: Frick; Sauthier (19. Vouilloz), Rouiller, Sasso, Iapichino (78. Regillo); Stevanovic, Routis (78. Holcbecher), Ondoua, Ajdini (64. Gonçalves); Kone, Cognat.
Sion: Fickentscher; Maceiras, Bamert, Ndoye, Facchinetti; Grgic, Zock, Baltazar 46. Toma); Kasami, Luan (64. Uldrikis), Itaitinga (82. Ruiz).
Bemerkungen: Servette ohne Severin, Kyei, Tasar, Samba, Cespedes und Schalk (alle verletzt). Sion ohne Cavaré und Raphael (beide verletzt). Verwarnungen: 45. Ndoye (Unsportlichkeit). 45. Ondoua (Unsportlichkeit). 45. Kasami (Unsportlichkeit). 52. Grgic (Foul). 57. Zock (Foul). 59. Bamert (Foul). 68. Vouilloz (Foul). 80. Maceiras (Foul). 81. Rouiller (Foul).

Bild: keystone

Die lange Zeit als Finalissima gedachte Partie zwischen Meister YB und St. Gallen hatte sportlich keinen grossen Wert mehr. Unterhaltung und Feiern stand zuvorderst. Und die YB-Fans freuten sich auch über einen 3:1-Sieg. Die knapp tausend Berner Zuschauer, die zuerst die Exhibition mit der besten und der zweitbesten Mannschaft der Saison geniessen und danach der schlichten Meisterfeier mit Pokalübergabe beiwohnen konnten, hätten sich zum Saisonschluss keinen schöneren Abend wünschen können.

Marco Wölfli absolvierte mit knapp 38 Jahren sein 371. und letztes Meisterschaftsspiel für YB. Er wurde bejubelt, und sein Name wurde skandiert, wann immer er etwas zu tun hatte. Gegen den platzierten Schlenzer von Jérémy Guillemenot nach 39 Minuten hätte wohl auch David von Ballmoos nicht viel ausrichten können. Der zweite speziell bejubelte Gelbschwarze war Jean-Pierre Nsame. Für seine Saisontore Nummern 31 und 32 in der Meisterschaft benötigte er nur 22 Minuten. Zuerst liess er St. Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi mit einer Täuschung ins Leere laufen, worauf er nur noch einschieben musste, und wenig später verwertete er eine Flanke von Saidy Janko mit einem prächtigen Dropkick aus etwa zwölf Metern. Mit den 32 Toren verbesserte den Rekord in der 2003 begonnenen Ära der Super League. Die alte Marke von 30 Toren hatten ebenfalls für YB Seydou Doumbia vor zehn Jahren aufgestellt.

Auch für den zweifachen Meistertrainer Gerardo Seoane ging die Rechnung bestens aus. Er gab zuletzt stark forcierten Spielern wie Michel Aebischer und Christian Fassnacht vor dem Cupspiel vom nächsten Donnerstag eine Pause. Andere Stammkräfte wie Nicolas Moumi Ngamaleu, Miralem Sulejmani und Ali Camara liess er auf der Ersatzbank Platz nehmen. Auch die ungewohnte Startelf bot ein Spektakel. So traf Vincent Sierro zwischen Nsames Toren mit einem wuchtigen Schuss die Latte, und in der YB-Viertelstunde traf der eingewechselte Nicolas Moumi Ngamaleu mit einem Heber. Auch Seoanes St. Galler Kollege Peter Zeidler konnte durchaus erfreut sein. Für die jungen Ostschweizer Herausforderer war der Match wohl die grössere Prestigesache als für YB. Cedric Itten war nicht aufgeboten, aber die übrigen Spieler waren die der Standardformation. Die St. Galler waren YB im Anzug 1B zwar die meiste Zeit unterlegen, aber sie trugen ihrerseits viel zum gefälligen Match bei.


1000 Zuschauer. - SR Schärer. -
Tore: 14. Nsame (Gaudino) 1:0. 23. Nsame (Janko) 2:0. 39. Guillemenot (Muheim) 2:1. 86. Moumi Ngamaleu (Mambimbi) 3:1.
Young Boys: Wölfli (78. Marzino); Bürgy, Lustenberger (63. Sörensen), Zesiger; Janko (63. Schüpbach), Sierro, Martins, Gaudino, Garcia; Spielmann (76. Mambimbi), Nsame (64. Moumi Ngamaleu).
St. Gallen: Zigi; Hefti (85. Campos), Stergiou, Fazliji, Muheim (85. Rüfli); Quintilla; Görtler, Ruiz (60. Bakayoko); Ribeiro (74. Staubli); Demirovic, Guillemenot (85. Kräuchi).
Bemerkungen: Young Boys ohne Elia, Hoarau, Lauper, Petignat (alle verletzt), Aebischer, Fassnacht, Lefort und Von Ballmoos (alle geschont). St. Gallen ohne Babic, Gonzalez, Nuhu, Costanzo, Lüchinger (alle verletzt) und Itten (geschont). Letztes Meisterschaftsspiel von Wölfli für die Young Boys. Super-League-Debüt des 20-jährigen U20-Internationalen Pascal Schüpbach. 18. Lattenschuss Sierro. Verwarnungen: 21. Sierro (Foul), 27. Zesiger (Unsportlichkeit), 27. Görtler (Unsportlichkeit), 41. Martins (Foul), 46. Fazliji (Foul), 84. Demirovic (Foul, 93. Rüfli (Foul).

Bild: keystone

In ihrem letzten Spiel der Super-League-Saison trennten sich Basel und Luzern 0:0. Es spielten aber nicht die Mannschaften, die man sonst aus den Ernstkämpfen kennt. Die Qualität des Spiels und das Ergebnis zu beurteilen fällt nicht leicht. Zumal weder Basel noch Luzern auch nur annähernd in normaler Besetzung spielten. Bei den Innerschweizern hat die Liste der Abwesenden eine Rekordlänge erreicht, zumal nebst all den Verletzten auch die gesperrten Pascal Schürpf und Otar Kakabadse nicht spielen konnten.

Basels Trainer Marcel Koller schwächte seine eigene Mannschaft mit Absicht. Im Hinblick auf die Aufgaben in der Europa League und im Schweizer Cup liess er die Teamstützen Valentin Stocker, Granit Xhaka, Silvan Widmer und Samuele Campo im Zivilkleidung Platz nehmen. In der Pause nahm Koller auch noch Fabian Frei aus dem Spiel.

Klare Worte wählte Basels Präsident Bernhard Burgener vor dem Match. Die Saison fange für den FCB erst jetzt an, sagte er. Will bedeuten: Den 3. Platz in der Meisterschaft hinter den Young Boys und St. Gallen vergisst man am liebsten. Die Basler können noch wie im letzten Jahr Cupsieger werden, und sie können bald schon Eintracht Frankfurt aus der Europa League eliminieren. Insofern war der Match gegen Luzern aus Basler Sicht ein Testspiel mit Punktevergabe. In dem lauen Spiel hatte Basel mehr Anteile und die besseren Chancen. Aber Höhepunkte waren dünn gesät.


1000 Zuschauer. - SR Schnyder.
Basel: Nikolic; Isufi, Cömert (46. Lurvink), Van der Werff, Petretta (46. Riveros); Marchand (82. Stevanovic), Frei (46. Bunjaku); Van Wolfswinkel, Tushi, Oberlin; Ademi (73. Arthur).
Luzern: Enzler; Sidler, Schulz, Knezevic, Bürki; Grether (63. Jasari), Voca, Mistrafovic; Lang (79. Balaruban), Margiotta (63. Zivkovic), Matos (71. Hermann).
Bemerkungen: Basel ohne Alderete (gesperrt), Omlin, Zuffi, Pululu und Ramires (alle verletzt), Stocker, Xhaka, Widmer und Campo (alle geschont). Luzern ohne Schürpf, Kakabadse (beide gesperrt), Schwegler, Ndenge, Burch, Ndiaye, Lucas, Eleke, Males, Emini und Binous (alle verletzt). Verwarnungen: keine.

Bild: keystone

Neuchâtel Xamax verabschiedete sich nach zwei Jahren mit einer 0:1-Niederlage gegen Lugano aus der Super League. In einer Partie mit kaum Höhepunkten avancierte Christopher Lungoyi für die Gäste zum Matchwinner.

Der 20-jährige Angreifer erzielte den einzigen Treffer der Partie rund eine Viertelstunde vor dem Ende. Auf dem Weg zu seinem zweiten Saisontreffer profitierte Lungoyi von einer missglückten Abwehraktion von Xamax' Basil Sinzig, der im Tor der Neuenburger Laurent Walthert vertrat. Der 20-jährige Goalie faustete eine Hereingabe von Jefferson in die Füsse des Tessiner Angreifers, der aus rund 13 Metern einschiessen konnte.

Die Neuenburger blieben derweil zum vierten Mal aus den letzten sechs Spielen ohne Torerfolg und unterstrichen zum Abschluss einmal mehr, dass sie der richte Absteiger sind.


1000 Zuschauer. - SR Stephanie Frappart (FRA). -
Tor:
Neuchâtel Xamax: Sinzig; Seydoux (83. Alic), Djourou (73. Epitaux), Oss, Xhemajli, Abanda (83. Kamber); Corbaz (73. Saiz), Mveng, Ramizi; Dugourd (59. Seferi), Nuzzolo.
Lugano: Da Costa; Untersee, Kecskes, Custodio, Jefferson; Guidotti, Selasi, Sabbatini; Macek (65. Rodriguez), Janga, Lungoyi (91. Jovanovic).
Bemerkungen: Neuchâtel Xamax ohne Doudin, Araz, Mulaj, Kouassi, Djuric, Sakho und Gomes (alle verletzt). Lugano ohne Baumann, Lovric (beide gesperrt), Bottani, Yao, Covilo, Holender (alle verletzt). Verwarnungen: 39. Oss (Foul). 48. Kecskes (Foul). 69. Sabbatini (Foul). 76. Lungoyi (Unsportlichkeit). 76. Nuzzolo (Unsportlichkeit).

Bild: keystone

Die Tabelle

(zap/sda)

Chefsache: Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

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