Switzerland

SIG Combibloc deckt nun die ganze Welt ab

Der Schaffhauser Hersteller von Getränke-Abfüllanlagen, -kartons und -verschlüssen zahlt seinen langjährigen saudiarabischen Joint-Venture-Partner aus, der im Verwaltungsrat Einsitz nehmen soll. Operativ ändert sich nichts, gruppenweit erhöht sich die Gewinnmarge leicht.

Derzeit sind bei gut 70 Kunden in 17 verschiedenen Ländern 191 SIG-Abfüllmaschinen im Einsatz.

Derzeit sind bei gut 70 Kunden in 17 verschiedenen Ländern 191 SIG-Abfüllmaschinen im Einsatz.

Imago

Seit Jahren teilen sich die dominierende Tetra Pak (Marktanteil 65%) und die Schaffhauser SIG Combibloc (21%) den Markt für keimfreie Getränkekartons unter sich auf. Doch bei SIG blieb eine wichtige Region, Nahost und Afrika, quasi im Seitenwagen. Das rund 1,7 Mrd. Menschen zählende Gebiet wurde gemeinsam mit der saudiarabischen Familiengruppe Obeikan abgedeckt. Derzeit sind bei gut 70 Kunden in 17 verschiedenen Ländern 191 SIG-Abfüllmaschinen im Einsatz. Bisher wurde lediglich der Gewinnanteil des 490 Mitarbeiter beschäftigenden und jährlich 290 Mio. € umsetzenden Joint Venture konsolidiert.

Nach knapp 20-jähriger Partnerschaft wollen die Schweizer nun die Obeikan-Hälfte für rund 460 Mio. bis 470 Mio. € übernehmen. Davon werden 5% in eigenen Aktien und 167 Mio. € in bar beglichen. Zudem sollen der Firmenpatron Abdallah Al Obeikan im Verwaltungsrat und der bisherige Betriebschef Abdelghany Eladib in der SIG-Konzernleitung Einsitz nehmen. Weil es ein überdurchschnittlich rentables Geschäft ist, werde die Akquisition schon ab 2021 einen positiven Beitrag zum freien Cashflow und zum Gewinn pro Aktie leisten, heisst es. Zudem sind die Zuwachsraten höher. Nicht nur wegen des Vorteils, dass sterile Getränkeverpackungen etwa für Fruchtsäfte keine Kühlung benötigen, sondern auch wegen einer jungen, schneller wachsenden Bevölkerung in dieser Weltregion.

Bereinigt um die internen Verkäufe wird der Umsatz der SIG-Gruppe um rund 200 Mio. auf gut 2 Mrd. € und die bereinigte Gewinnmarge auf Stufe Ebitda um 50 Basispunkte auf 28% steigen. Mit Blick auf die lange Partnerschaft sollte die Integration friktionslos über die Bühne gehen. Zudem ist das Geschäftsmodell bereits identisch: Die Kunden müssen nur etwa einen Drittel der Abfüllanlagen selbst bezahlen. Dafür müssen sie dann während mehrerer Jahre die aseptischen Getränkekartons und -verschlüsse bei SIG beziehen. Dieses «Rasierklingenmodell» läuft prächtig, ist wenig zyklisch und krisenresistent. Seit der Flaute nach dem Börsengang vor zwei Jahren hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt.

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