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Sieg für Tesla – Beschwerde der Grünen Liga abgewiesen

Das Waldstück für Elon Musks Gigafabrik in der Nähe von Berlin darf gerodet werden. Ein Gericht entschied gegen den Umweltverband.

Die Gigafabrik in der Nähe von Berlin kann doch noch gebaut werden: Ein Gericht wies eine Beschwerde der «Grünen Liga» ab. Foto: Getty/Sean Gallup

Die Gigafabrik in der Nähe von Berlin kann doch noch gebaut werden: Ein Gericht wies eine Beschwerde der «Grünen Liga» ab. Foto: Getty/Sean Gallup

Der amerikanische E-Auto-Pionier Tesla darf für sein geplantes Werk im brandenburgischen Grünheide wieder Wald roden. Das beschloss das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am späten Donnerstagabend. Mit der Entscheidung wurde eine Beschwerde des Umweltverbands Grüne Liga abgewiesen.

Tesla will in Grünheide ein Werk für die Produktion von bis zu 500'000 E-Autos pro Jahr bauen. Die ersten Fahrzeuge sollen bereits 2021 vom Band rollen. Dafür will der US-Konzern mehrere Milliarden Euro investieren. Das Gericht hatte erst in der vergangenen Woche nach der Beschwerde der Grünen Liga die Rodungen für das geplante Werk vorläufig gestoppt.

Der Gigafabrik von Elon Musk drohte damit ein schnelles Aus, denn der Baustart hätte sich um Monate verzögern können, weil im März die Brutsaison der Vögel beginnt und ab dann nicht mehr gerodet werden darf. Ob Tesla am Standort in der Nähe von Berlin festgehalten hätte, wenn der Bau so aufgehalten worden wäre, war unklar.

Das Grundstück, welches Tesla gekauft hatte, liegt in einem Industriegelände. Der Kiefernwald hätte zuvor schon für eine Fabrik von BMW gerodet werden sollen, dieses Werk wurde aber nicht gebaut. Der Wald musste zudem vor der Rodung von Weltkriegsmunition geräumt werden. Tesla hat sich verpflichtet, an anderer Stelle Ersatz für den Wald zu leisten – auf einer grösseren Fläche und hochwertiger.

Zuvor hatten Politiker von CDU und FDP gewarnt. «Bei dieser Ansiedlung schauen uns weltweit Industrieunternehmen und Investoren besonders zu», sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, dem «Handelsblatt». Der FDP-Politiker Michael Theurer warnte vor weiteren Klagen gegen die geplante Tesla-Fabrik. «Ich appelliere an alle, die über eine Klage nachdenken, nochmals in sich zu gehen. Legen Sie den Industriestandort Deutschland nicht lahm», sagte der Vize-Chef des FDP-Bundestagsfraktion ebenfalls dem «Handelsblatt». (anf/reuters)

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