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Schwitzen und Trainieren unter freiem Himmel: Diese Zurzibieterin bietet Wald und Natur statt Fitnesscenter

In der kälteren Jahreszeit zieht es viele Menschen in die Fitnessstudios. Doch in Zeiten der Coronapandemie überlegt es sich wohl so manch einer, ob er sich tatsächlich in einem geschlossenen Raum mit anderen schnaufenden und schwitzenden Zeit­genossen tummeln will. Dabei kann man Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit aber auch ganz einfach im Freien trainieren. Diese Tatsache macht sich Personaltrainerin und Ernährungscoach Michèle Berger aus Lengnau schon seit langem zu Nutze. Seit drei Jahren leitet sie bei Forest Fitness Outdoor-Gruppentrainings. Im vergangenen Sommer hat sie mit ihrer Firma fit-and-eat.ch Michèle Berger das Forest Fitness mit vier Angestellten übernommen.

Trainiert wird nicht mit Maschinen, sondern mit einfachen Hilfsmitteln wie beispielsweise Thera-Bändern. Anstatt Gewichte zu stemmen, setzen die Teilnehmenden ihr Eigengewicht ein. «Auf diese Weise lässt sich ausgezeichnet trainieren und man ist dabei erst noch an der frischen Luft», sagt Michèle Berger.

Wald und Natur statt Fitnesscenter

Die Forest-Fitness-Gruppentrainings werden in Lengnau, Nieder- und Oberweningen sowie in Dielsdorf durchgeführt. Die Nachfrage ist gross, und so will Berger die Outdoor-Fitness auf mindestens eine weitere Aargauer Gemeinde ausweiten. Findet das Training im Wald statt, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Es wird über Baumstämme balanciert, herum­geklettert, es werden Holzrugel oder -scheite gehoben, und die Bauchübungen werden auch mal auf Sitzbänken absolviert. «In der Natur kann man fast alles einsetzen», erklärt Berger.

An diesem Dienstagabend findet das Training allerdings nicht im Wald statt: Während der Wintermonate, wenn es früh eindunkelt, wird beim Oberstufenschulhaus Rietwiese in Lengnau Sport getrieben. Zehn warm gekleidete Personen, darunter ein Mann, treffen sich pünktlich um 18.45Uhr auf dem Parkplatz. Um die Hygienemassnahmen einzuhalten, nimmt derzeit jede und jeder, wenn immer möglich, sein eigenes Material mit.

Nach dem Aufwärmen steht eine kleine Runde Joggen oder Gehen an. Danach stellen sich die Teilnehmenden im Kreis auf und legen ihre Matten vor sich hin. Als Erstes gibt es Liegestützen – auf Knien, wie erleichtert zur Kenntnis genommen wird. Es folgen weitere Kraft- und Ausdauerübungen für Arme, Beine, Bauch und Rücken an. Sie werden jeweils während einer Minute ausgeübt – bis ein Piepsen das Ablaufen der manchmal als sehr lange wahrgenommenen 60 Sekunden ankündigt.

Die Stimmung innerhalb der Gruppe ist locker und heiter, viele besuchen die Trainings seit Jahren, man kennt sich. Es wird gelacht und gekichert, aber gleichzeitig seriös trainiert. Trainerin Michèle Berger kontrolliert, ob die Teilnehmenden die richtige Haltung einnehmen, und gibt Tipps, wie man die einzelnen Übungen alternativ ausüben kann und worauf geachtet werden muss. «Der Po soll auch im Winter knackig sein», scherzt die 39-Jährige, als die Gruppe unter theatralischem Ächzen und Stöhnen Squats – zu Deutsch Kniebeugen – absolvieren.

Nach dem Krafttraining stehen einige Dehnübungen auf dem Programm, und kurz nach 20Uhr treten alle gut gelaunt den Heimweg an. «Ich gehe seit langem in kein Fitness-Center mehr», erklärt eine Teilnehmerin, «ich mache alles nur noch draussen». Eine andere ergänzt, dass sie nie mehr erkältet sei, seit sie das ganze Jahr über im Freien trainiere.

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