Switzerland

Schwere Vorwürfe: Zürcher Genossenschaft stellt Angestellte frei

In der Baugenossenschaft Letten (BGL) sollen mehrere Mitarbeitende und ein ehemaliges Vorstandsmitglied viel Geld veruntreut haben.

Gleich hinter dem Letten hat die BGL ihre Stammsiedlung.

Gleich hinter dem Letten hat die BGL ihre Stammsiedlung.

Archivfoto: Sabina Bobst

Der Montagmorgen begann mit einem Knall auf der Geschäftsstelle der Baugenossenschaft Letten (BGL). Mehrere Mitarbeitende mussten ihren Arbeitsplatz verlassen. Sofort. Ohne Vorwarnung. Der Vorstand hatte sie freigestellt. Danach informierte er die restlichen der rund 15 Mitarbeiterinnen über die Gründe des Durchgreifens. Auch eine Krisenpsychologin war vor Ort.

Der Vorwurf an die Freigestellten lautet «Vorteilsnahme». Es gehe um «gröbere Unregelmässigkeiten in den Büchern» und «grosse finanzielle Beträge», sagt BGL-Präsident Ruedi Thoma. Genauer wird er nicht. «Wir wollen erst das Resultat der Untersuchung abwarten.» Der Vorstand hat eine Revisionsfirma mit der Prüfung der Vorwürfe beauftragt, diese soll bis Mitte Dezember Befunde liefern. Bis dann gelte die Unschuldsvermutung, sagt Thoma.

Der Verdacht richtet sich ebenfalls gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Um wie viele Beschuldigte es sich handelt, lässt die Genossenschaft offen.

«Schockierende Vorwürfe»

Vor rund eineinhalb Wochen erfuhr Thoma erstmals von den Problemen. Mehrere Personen aus dem «inneren Kreis der BGL» hätten sich an den Vorstand gewandt, um von «gravierendem Fehlverhalten» zu berichten. «Die Vorwürfe haben uns in ihrer Schwere schockiert», sagt Thoma, der selber seit 30 Jahren Genossenschaftler ist. «Jetzt unternehmen wir alles, um so schnell wie möglich Klarheit zu bekommen.»

Thoma und zwei weitere Vorstandsmitglieder sind erst in diesem Sommer ins Amt gewählt worden. «Auch weil wir neu sind, vertrauten uns die Auskunftspersonen.» Die zwei anderen Vorstandsmitglieder, die schon länger im Gremium mitmachen, haben ihr Amt vorübergehend niedergelegt. Dies soll die Unabhängigkeit der Untersuchung garantieren.

Die über 90-jährige Baugenossenschaft Letten verfügt über rund 600 Wohnungen mit Schwerpunkt im Quartier Unterstrass. Während der letzten Jahre liess sie mehrere Siedlungen renovieren. Die momentane Unruhe bringe die BGL nicht in Gefahr, sagt Thoma. «Unsere Verwaltung funktioniert weiter.» Und im Notfall erhalte man Unterstützung von der Stadt. Im letzten Jahresbericht heisst es, dass die BGL «auf einem soliden Fundament» stehe.

Die Vorwürfe an die Mitarbeiter könnten juristische Folgen haben, sagt Thoma. «Bestätigt sich der Verdacht, werden wir rechtliche Schritte einleiten.»

850’000 Franken veruntreut

Der letzte öffentlich gewordene Fall von Veruntreuung bei einer Zürcher Genossenschaft betraf den früheren Präsidenten und Geschäftsführer der Baugenossenschaft Zürich 2. Dieser betrog seinen Arbeitgeber um rund 850000 Franken (lesen Sie hier mehr dazu). Mit dem Geld leistete er sich einen luxuriösen Lebensstil. Als die Sache 2014 auskam, trat der ganze Vorstand zurück. Das Bezirksgericht verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren, die er aber nur teilweise absitzen musste.

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