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Schweizer Weltrekordhalter: «In Wahrheit war alles noch viel schlimmer»

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Der Schweizer Akrobat Freddy Nock wurde laut Medienberichten wegen versuchter vorsätzlicher Tötung angeklagt. Er soll seine Ehefrau mehrmals attackiert haben.

Die Aargauer Staatsanwaltschaft soll den Extremsportler aus Uerkheim wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, mehrfacher Gefährdung des Lebens und mehrfacher versuchter Körperverletzung anklagen. Dies schreibt Tele M1 in einer Mitteilung. Der 54-jährige Weltrekordhalter soll seine Ehefrau mehrmals attackiert haben. Dabei habe er ihr unter anderem ein Kissen so lange aufs Gesicht gedrückt, bis sie sich tot gestellt habe. Freddy Nock will sich zum Prozess nicht äussern.

Bei einem Schuldspruch droht dem mehrfachen Weltrekordhalter eine Gefängnisstrafe von mindestens fünf Jahren.

Es ist nicht die erste Anzeige, die Ehefrau Ximena gegen ihren Mann eingereicht hat. In den letzten zwei Jahren sind es vier gewesen. Laut einem Bericht des «Blick» füllen die Unterlagen des seit Jahren andauernden Ehestreits der Nocks mittlerweile 30 Bundesordner.

Sorgerechtsstreit um Sohn

Dem Bericht zufolge hat auch Freddy Nock zwei Strafanträge bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau aufgegeben. Darin gehe es um häusliche Gewalt und Tätlichkeiten von Ximena Nock gegenüber ihrem Ehemann.

Mitten in dem Rosenkrieg steht der gemeinsame achtjährige Sohn Leo, um dessen Sorgerecht sich die Nocks streiten. Freddy Nock hat vier Töchter aus seiner ersten Ehe. Auch Ximena war zuvor schon einmal verheiratet und hat zwei Kinder mit ihrem Ex-Mann.

«Ich habe Angst vor ihm»

Gegenüber dem «Blick» verteidigt sich Nock und weist jegliche Vorwürfe von sich: «Ich habe nie das Leben meiner Frau bedroht, ihr nie ein Kissen ins Gesicht gedrückt. Die Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen.»

Seine Noch-Ehefrau Ximena bestätigt gegenüber der Zeitung jedoch die Anklagepunkte: «Vieles war in Wahrheit sogar noch sehr viel schlimmer als in der Anklageschrift geschildert.» Sie stellt jedoch klar, dass sie 2015, als sie mit Nock wieder zusammenkam, alle Anzeigen gegen ihn zurückgezogen habe. «Nur zwei konnte ich nicht, da es sich um Offizialdelikte handelt.» Vor Gericht sei sie nicht Klägerin, sondern nur Auskunftsperson. Nock wohne derzeit nur 800 Meter entfernt von ihr: «Ich habe Angst vor ihm», sagt sie.

Weltrekorde im Guiness-Buch

Seit Ende der 1990er Jahre schuf sich Freddy Nock mit verschiedenen Weltrekorden einen Namen, die ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen wurden. Er entstammt der Circusfamilie Nock und machte schon im Alter von vier Jahren ersten Erfahrungen auf dem Seil. Mit elf Jahren begann er mit der Hochseilartistik.

Im Herbst 2018 stieg Freddy Nock im aargauischen Zofingen vor den Augen von Hunderten Schaulustigen ins Todesrad. Dort blieb er 25 Stunden und knackte so seinen eigenen Rekord. (Video: SDA)

(kat/sda)

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