Switzerland

Schweizer Rohstoffe: Rendite aus der Heimat

Mit den Aktien dieser Unternehmen kann man in Schweizer Rohstoffe investieren.

In der Zuckerfabrik Aarberg des Schweizer Zuckerproduzenten Zucker AG werden Zuckerrüben angeliefert.

In der Zuckerfabrik Aarberg des Schweizer Zuckerproduzenten Zucker AG werden Zuckerrüben angeliefert.

Christian Beutler / Keystone

Man muss nur einmal quer durch die Alpen reisen, um zu erfahren, wie reich die Schweiz an Rohstoffen ist. Allerdings handelt es sich hierbei um weniger edle Substanzen wie Stein und Kies. Auch Salz findet man in der Schweiz reichlich, da es drei grosse Salinen gibt. Die Unternehmen, die damit Geld verdienen, sind Anlegern aber nicht zugänglich und in Privatbesitz oder unter staatlicher Obhut.

Allerdings gibt es doch einige Nischen, die eine Geldanlage in Schweizer Rohstoffe erlauben. Im Vordergrund steht bei der Selektion der Firmen, dass die verarbeiteten Substanzen aus einheimischer Produktion stammen. Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich einige wenige und meist kleinere Firmen finden, die mit Holz, Zucker oder Milch ihr Geld verdienen und gleichzeitig für Publikumsanleger offen sind.

Milch macht unterschiedlich munter

Vorneweg ist der Luzerner Milchverarbeiter Emmi zu nennen, dessen Aktien sogar an der Schweizer Börse gehandelt werden. Emmi macht etwa die Hälfte des Jahresumsatzes von rund 3,5 Mrd. Fr. in der Schweiz und den Rest in 60 anderen Staaten. Mehrere Milchverbände halten 61% des Aktienkapitals, damit sie ihren angeschlossenen Milchbauern einen Verkaufskanal garantieren können. Im ersten Halbjahr 2020 ging der Reingewinn von Emmi leicht zurück, für das ganze Jahr ist man laut Zwischenbericht immerhin «verhalten optimistisch». Der Aktienkurs betrug am Freitagnachmittag 878 Fr. – von der Coronavirus-Krise wurde er kaum gedämpft.

Käseproduktion in der Emmi-Fabrik in Emmen.

Käseproduktion in der Emmi-Fabrik in Emmen.

Karin Hofer / NZZ

Wie eine verbeulte Milchkanne – symbolisch verstanden – kommt dagegen die einst florierende Firma Hochdorf daher. Das Unternehmen ist einer Pleite nur knapp entgangen. Dahinter steht die fehlgeschlagene Akquisition der nordafrikanischen Babynahrungsfirma Pharmalys, die mit grossen Verlust an den einstigen Verkäufer zurückgegeben wurde. Der Halbjahresumsatz von Hochdorf sank 2020 um rund 40% gegenüber dem Vorjahr. Der Personalbestand schrumpfte fast ebenso stark. Immerhin wurde, das war eine Auflage der bangenden Kreditgeber, auf Stufe Betriebsgewinn (EBTDA) ein positives Resultat erzielt. Mit rund 60 Fr. ist die ebenfalls börsenkotierte Aktie billiger als in den vergangenen zehn Jahren.

Keine «süsse» Kursentwicklung

Wer noch tiefer nach Schweizer Rohstoffen gräbt, muss den börsenkotierten Bereich verlassen. Dort findet er dann die Titel des Unternehmens Schweizer Zucker oder von Raurica Wald. Die Papiere beider Firmen werden ausserbörslich gehandelt, zumeist von der Berner oder Zürcher Kantonalbank. Die Schweizer Zucker betreibt in Frauenfeld und Aarberg je eine Zuckerfabrik, die Rüben aus einheimischer Produktion verarbeiten.

Dem jüngsten Aktionärsbrief gemäss erholt sich der Zuckerpreis gerade etwas von einem Zehnjahrestief, allerdings sinkt die Anbaubereitschaft einheimischer Bauern. Zur Stabilisierung des Rübenpreises und der Anbaufläche müsse man nun auf die Firmenreserven zurückgreifen, heisst es weiter. In den vergangenen drei Jahren zeigte der Aktienkurs der Schweizer Zucker auf der Handelsplattform OTC-X der Berner Kantonalbank keine besondere Dynamik, zudem gibt es keine Dividendenzahlung.

Holz aus Basel und Zürich

Mit der Holzvermarktung verdient Raurica Wald sein Geld. Das Unternehmen aus Muttenz ist zu fast drei Vierteln in der Hand regionaler Bürgergemeinden, seit 2014 dürfen sich auch Anleger von ausserhalb der Forstwirtschaft beteiligen. Das Holz aus den Wäldern der Aktionäre geht einerseits an Abnehmer im In- und Ausland, aber auch ins Holzkraftwerk Basel, an dem Raurica Wald mit 51% beteiligt ist. Aus rund 20 Mio. Fr. Umsatz wurden im Geschäftsjahr 2019 immerhin 1,8 Mio. Fr. Gewinn extrahiert, für Anleger stieg die Ausschüttung auf 4% nach 3,5% im Vorjahr an.

Ein ähnliches Geschäftsmodell hat die noch kleinere Aktiengesellschaft Zürichholz. Sie gehört laut eigener Website 341 Aktionären, verkauft Waldholz aus dem Kanton Zürich und ist am Holzheizkraftwerk Aubrugg in Wallisellen beteiligt. Bei einem Umsatz von rund 15 Mio. Fr. wurde 2019 ein Reingewinn von 0,3 Mio. Fr. erzielt und eine Dividende von 5% ausgeschüttet. Die Aktien sind nur über die Gesellschaft selbst erhältlich.

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