Switzerland

Schon 15 Punkte verspielt: Kostet die Doppelbelastung Basel den Titel?

Gebetsmühlenartig wiederholen die FCB-Spieler jene Worte, die sie schon auswendig können müssten. «Keine Ausrede, kein Alibi», dürfe es sein, wenn man neben dem nationalen Geschäft auch noch das internationale zu bewältigen habe. «Wir haben den Anspruch europäisch zu spielen und dann bringt es das mit sich, jeden dritten Tag aufzulaufen. Das ist unser Job, damit müssen wir umgehen können», sagt Captain Valentin Stocker. Nur: Ganz offensichtlich haben die Basler Mühe mit der Doppelbelastung.

Schon 15 (!) Punkte hat der FCB nach Europa-League-Spielen liegen gelassen, nach dem Auswärtsspiel in Eindhoven gabs drei Tage später eine Heimniederlage gegen St.Gallen (1:2), nach dem Triumph in Getafe, tauchen die Basler kurz darauf gegen den FCZ (2:3), nach dem letzten Gruppenspiel gegen Trabzon, verliert die Koller-Elf 72 Stunden später in Luzern (1:2), dazu kommen drei Remis gegen YB (1:1), St. Gallen (0:0) und zuletzt gegen Servette (2:2).

Werden Stammkräfte geschont?

Vor allem das Spiel gegen die Genfer hat gezeigt, dass eine Europa-Reise nicht spurlos am Vizemeister vorbei geht. Weniger als 48 Stunden nach der Ankunft aus Zypern, mussten die Bebbi schon wieder in die Hosen – und hatten gegen Ende des Spiels keinen Sprit mehr im Tank. Auch weil das Kader – im Gegensatz zu früheren Jahren – dünner ist, die Alternativen rarer. Er habe gegen Servette bloss 18- und 19-jährige Spieler auf der Bank gehabt, so Marcel Koller.

Ob der FCB-Trainer diese Jungen am Donnerstag im Rückspiel gegen Apoel (live ab 18.55 Uhr bei BLICK!) von Anfang an bringen und die Arrivierten schonen wird? Schliesslich steht der FCB nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel mit einem Schuh und sieben Stollen im Achtelfinal. Und am Sonntag wartet mit Luzern die bislang beste Rückrundenmannschaft der Liga.

Liga-Bilanz nach Europa-League-Spielen