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Schlachtfeld E-Sport: Der Streit um Superstars und Millionen eskaliert

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Jede Liga will sie: Die besten E-Sport-Teams im «CS:GO». Aus dem Kampf ist in diesem Monat ein Krieg geworden. Auch wegen der neuen Flashpoint-Liga.

Flashpoint ist eine sogenannte Franchise-Liga. Die Idee ist nicht neu: Statt dass sich ein Team für eine Liga qualifiziert, kauft es sich in diese ein. Ein Blick in die USA zeigt, dass dies funktioniert – und das seit Jahrzehnten, sonst würde ein Superbowl-Ticket nicht mehrere tausend Dollar Kosten. Auch im europäischen Fussball haben Topteams wie Real Madrid oder Bayern München schon mit der Idee einer grenzüberschreitenden Superliga, die den Clubs gehört, geflirtet.

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Die «Counter-Strike»-Liga Flashpoint nimmt sich die US-Profiligen NHL und Co. als Vorbild und macht das Gleiche in der Shooter-Szene. Eine Handvoll Teams haben letzte Woche die erste «Counter-Strike: Global Offensive»-Franchise-Liga gegründet und sind damit vertraglich auch an diese gebunden. Zehn Teams können sich einkaufen, nur zwei können sich gratis qualifizieren.

Überfluss an Ligen

Was fest steht ist, dass es unvermeidlich zu Terminkollisionen mit den anderen Ligen Eleague, ESL Pro League und Blast Series kommen wird. Und bei den zehn «Franchise»-Teams dürfte die eigene Liga Vorrang haben. Die Teams verdienen ja schliesslich mit. Unklar ist bis jetzt, ob sie überhaupt noch irgendwo anders spielen dürfen.

Aufregung in den anderen Teams

Die älteste und grösste Liga im Feld, die ESL Pro League, hat angekündigt, sie wolle attraktiver werden. In einem neuen System hat sie das Teilnehmerfeld ohne Vorankündigung auf 24 Teams gekürzt – zum Unmut der Teams. Diese dürfen nun nicht mehr teilnehmen, obwohl sie sich eigentlich qualifziert hätten. Nach einem Shitstorm entschuldigte sich der ESL-Geschäftsführer Ulrich Schulze in einem Tweet.

Das ist aber nicht der einzige Skandal. Die Blast Premiere League hat ein Urgestein in Sachen Counter-Strike verärgert. Nämlich Fnatic, das in vielen E-Sport-Titeln zu den absoluten Topteams gehört. Das Team um Jesper «JW» Wecksell wurde von der Liga schlicht nicht eingeladen. Die Begründung: Die Blast Premiere League plane langfristig.

Neben Fnatic wurde auch Mousesports vergessen. Eine Organisation die immerhin schon seit den Nullerjahren zum Besten gehört, was Deutschland in Sachen «Counter-Strike» zu bieten hat. Die Pros müssen sich in Zukunft entscheiden, welche Liga für sie am interessantesten ist.

(mag)

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