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Schalkes McKennie fordert auf Armband «Justice for George»

Schalke-Captain McKennie im Gespräch mit dem Schiri. Bild: keystone

Schalkes McKennie fordert auf Armband «Justice for George»

Die Tötung des dunkelhäutigen George Floyd durch einen Polizisten in Minneapolis sorgt in den USA seit Tagen für Proteste. Auch zahlreiche Prominente rufen dazu auf, dass Polizeigewalt gegen Schwarze endlich aufhören muss.

Durch Weston McKennie haben die Proteste nun auch die Bundesliga erreicht. Der 21-jährige Amerikaner kehrte nach der Pause mit einem Armband zurück, auf das er «Justice for George» geschrieben hatte.

Bild: SVEN SIMON

«Es fühlt sich gut an, meine Plattform nutzen zu können, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, das schon lange besteht», schrieb McKennie danach auf Twitter. «Wir müssen für das eintreten, woran wir glauben, und ich glaube, es ist Zeit, dass wir gehört werden!»

Keine Strafe für Seferovic

Grundsätzlich ist den Spielern laut Reglement verboten, auf ihrer Ausrüstung politische Botschaften zu verbreiten. Gegen McKennie könnte ein Verfahren eingeleitet werden – wobei dies nicht zu erwarten ist. Das lässt sich aufgrund früherer Vorfälle feststellen. Als Paradebeispiel dient jenes von Anthony Ujah. Der damalige Stürmer des 1. FC Köln präsentierte 2014 auf seinem Unterleibchen den Satz «I can't breathe».

Schon damals war ein Schwarzer durch die Polizei getötet worden, schon damals wurde «Ich kann nicht atmen» zum Motto der Proteste. Ujah postete dieser Tage ein Foto der Szene, in der er den Namen des damals ermordeten Eric Garner durch jenen von George Floyd ergänzte.

Auch der Schweizer Nationalstürmer Haris Seferovic kam einst für eine Solidaritätsbotschaft straffrei davon. Er hatte im November 2014, nachdem er für Eintracht Frankfurt den 2:0-Siegtreffer gegen Borussia Dortmund erzielt hatte, ein Shirt mit der Aufschrift «Tugce = #Zivilcourage #Engel #Mut #Respekt» gezeigt. Tugce Albayrak, eine junge Deutsche, kam nach einer Auseinandersetzung mit einem Serben ums Leben, nachdem sie zuvor zwei belästigten Jugendlichen zur Hilfe geeilt war. Ihr Gegenüber hatte die 23-jährige Studentin so zu Boden geschlagen, dass sie ein dabei schwere Schädel- und Hirnverletzungen erlitten hatte.

Bild: imago sportfotodienst

(ram)

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