Switzerland

Sandbänke in Thun : Polizei pfeift Ausflügler beim Spazieren zurück

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Durch die Absenkung des Thunersees sind schöne Sandbänke entstanden. Das Betreten des freigelegten Seegrunds ist mancherorts aber verboten.

Wie jeden vierten Winter wurde auch heuer der Wasserspiegel des Thunersees gesenkt. Dies, damit etwa Ufersanierungen durchgeführt werden können. Die Sandbänke, die sich dadurch gebildet haben, ziehen momentan Ausflügler an. Sie spazieren weit in den See hinaus, Kinder bauen Steinmännchen und Hobby-Fotografen schiessen schöne Bilder.

Doch immer wieder ist jetzt die Polizei vor Ort und pfeift die Ausflügler ans Land zurück. Das Betreten der Sandbänke, die sich in einem Wasser- und Zugvogelreservat befinden, ist nämlich verboten. «Heuer wird besonders darauf geschaut, dass die hiesige Uferfläche nicht mehr betreten wird», sagt ein patrouillierender Polizist. Den Leuten, die er wegzuschicken hat, erklärt er, dass es sich hier um eine Vorschrift der Stadt und des Kantons handle – «es gilt, die Tiere den Winter über in Ruhe zu lassen.»

Spaziergänger empört

Am sonnigen Wochenende zeigten sich einige der Verbannten jedoch empört: «Jahrelang hat es niemanden gestört, und jetzt plötzlich diese restriktive Praxis», sagt eine Einheimische. Laut den Polizisten hätten sich jedoch viele Anwohner beschwert, dass die bereits 1991 eingeführte Verordnung bislang nicht wirklich durchgesetzt worden sei.

(miw)