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Samsung zeigt das Note 20, seltsame Kopfhörer und «One More Thing»

Der Chef der Mobil-Sparte von Samsung, Tae Moon Roh, für einmal vor einem rein virtuellen Publikum. Bild: Samsung

Samsung zeigt das Note 20, seltsame Kopfhörer und «One More Thing»

Die Coronakrise hält auch die Techbranche in Atem. Dennoch hat Samsung am Mittwoch wie erwartet diverse neue Geräte vorgestellt. Im Fokus standen ganz klar die neuen Flaggschiffe Note 20 und Note 20 Ultra. Ein optisch interessantes Gadget des neuen Line-ups waren aber die kabellosen Kopfhörer. Ebenfalls vorgestellt hat Samsung den Nachfolger des Galaxy Fold, das man gründlich überarbeitet hat.

Insgesamt haben die Südkoreaner fünf neue Produkte in verschiedenen Varianten vorgestellt. Da im Vorfeld praktisch alle Details durchgesickert waren, konnte Samsung nicht mehr wirklich überraschen. Nachfolgend die wichtigsten Infos zu den präsentierten Geräten.

Galaxy Note 20 & 20 Ultra 5G

Bild: Samsung

Zwei Note-Modelle mit merklichen Unterschieden

Samsung bringt das Galaxy Note 20 in zwei Grössen auf den Markt. Während das Ultra-Modell mit Top-Hardware klar das Flaggschiff markiert, muss man beim «normalen» Note 20 doch Abstriche hinnehmen – und das, obwohl das Gerät nur 0,2 Zoll kleiner ist. Hier hat Samsung vor allem beim Display und dem Speicher merkbar gespart. Letzterer ist beim Note 20 nicht erweiterbar.

Auch beim Material spart Samsung beim Note 20: Dessen Gehäuse besteht aus dem thermoplastischen Kunststoff Polycarbonate. Die Oberfläche soll sich aber gleich anfühlen, wie das Glasfinisch des Note 20 Ultra. Bild: Samsung

Etwas enttäuschen dürfte die Fans auch, dass die Note-Serie in Europa nicht mit dem Snapdragon-865-Prozessor, sondern mit der Eigenentwicklung Exynos 990 ausgeliefert wird. Dies war bereits bei der S20-Serie der Fall, wofür Samsung Kritik einstecken musste. In Performance-Tests war der Exynos 990 dem Snapdragon 865 stets etwas unterlegen. Im normalen Alltag dürfte dieser Unterschied aber kaum auffallen.

Samsung setzt voll auf Produktivität

Da es heutzutage immer schwerer wird, sich mit Hardware von der Konkurrenz abzuheben, hat Samsung vor allem an der Produktivität geschraubt. Unter anderem hat man eine Ordnerstruktur entwickelt, die der von Desktop-Computern nachempfunden ist. Vieles lässt sich jetzt mit Drag-and-Drop erledigen.

Auch die Handschrifterkennung soll nun noch besser sein, verspricht Samsung. Selbst richtig schlimmes Gekrakel werde so zuverlässig in lesbaren Fliesstext umgewandelt.

Bild: Samsung

Damit sich das Schreiben auf dem Bildschirm noch natürlicher anfühlt, hat Samsung die Verzögerung des S-Pen weiter reduziert. Linien werden jetzt mit einer Latenz von neun Millisekunden auf das virtuelle Papier gezeichnet. Unter anderem soll dabei auch künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. Diese versucht anhand des Bewegungsprofils des S-Pens vorherzusagen, wo die Linie weitergezogen wird.

Bild: Samsung

Einen merklichen Fortschritt haben die Südkoreaner bei Samsung Dex gemacht. Die Idee hinter Dex ist es, dass man das Handy an einen Bildschirm anschliesst und es so als Desktopersatz dienen kann. Neu muss man das Handy nicht mehr via USB-C-Buchse anschliessen, da die Kommunikation nun drahtlos stattfindet. Dafür nötig ist allerdings ein kompatibler Bildschirm, respektive Smart-TV.

Ebenfalls haben die Südkoreaner ihre Zusammenarbeit mit Microsoft verstärkt. So werden beispielsweise Notizen, die man in Samsung Notes macht, automatisch in OneNotes auf den Desktop übertragen. Im Gaming-Bereich sollen User dank des Xbox Game Pass Ultimate Zugriff über 100 Xbox-Spiele auf den Note-Geräten spielen können. Dazu sind beide Smartphones mit einem Xbox-Game-Controller kompatibel.

Viel Megapixel aber ohne «Space Zoom»

Die Ultra-Variante hat einen OLED-Bildschirm von 6.9 Zoll verbaut und ist mit Technik nur so voll gestopft. Viele Features wie das 120 Hertz-Display oder die 108-MP-Kamera kennt man dabei schon vom Galaxy S20 Ultra.

Der Kamerabuckel ist gross, wirkt aber durchdachter als noch beim S20 Ultra. Bild: Samsung

Etwas zurückgehalten mit der Hardware-Protzerei hat sich Samsung beim Arbeitsspeicher. Im Gegensatz zum S20 Ultra ist beim Note 20 Ultra bei 12 GB RAM Schluss. Das ist für ein Smartphone aber mehr als ausreichend. Verzichtet hat man beim Note 20 auf den «Space Zoom», der wohl ein exklusives Feature für die S-Serie bleiben soll. Wer trotzdem zoomen möchte, kann das mit einem 50-fachen (Note 20 Ultra), respektive 30-fachen Zoom (Note 20) tun.

Da das Gehäuse des Note 20 Ultra gegenüber dem Note 10 Plus leicht gewachsen ist, hat Samsung auch einen etwas grösseren Akku verbauen können. 200 mAh mehr gibt, es womit man schlussendlich auf 4500 mAh kommt. Geladen wird mit einem Schnellladegerät, das 25 Watt leistet. Ebenfalls unterstützen beide Geräte Wireless Charging.

Daten: Galaxy Note 20 Ultra 5G

Die wichtigsten Spezifikationen:

  • Display: 6,9 Zoll AMOLED, max. 120 Hertz
  • Auflösung: 1440 x 3088 Pixel, 496 ppi
  • Prozessor: Exynos 990
  • RAM: 12 GB
  • Speicher: 256 GB, um max. 1 TB erweiterbar per microSD
  • Hauptkamera Fotos: 108 MP Weitwinkel, 12 MP Ultraweitwinkel, 12 MP Tele
  • Hauptkamera Videos: [email protected], [email protected], [email protected], [email protected]
  • Selfie-Kamera: 10 MP Fotos, [email protected] fps Videos
  • Akku: 4500 mAh, 25 Watt kabelgebunden, 15 Watt kabellos
  • Konnektivität: GPRS, Edge, 3G, 4G, 5G, Wlan a/b/g/n/ac/ax, Bluetooth 5.0
  • Schutz: IP68, Gorilla Glass 6
  • Software: Android 10 mit One UI
  • Sonstiges: Dual-SIM, keine Klinkenbuchse
  • Masse & Gewicht: 164,8 x 77,2 x 8,1 mm / 208 g

Verfügbarkeit & Preis:

Farben: Mystic Bronze und Mystic Black
Preis: CHF 1279 Franken (UVP)
Erhältlich ab: 21. August (nur in 5G)

Daten: Galaxy Note 20 5G

Die wichtigsten Spezifikationen:

  • Display: 6,7 Zoll, 60 Hertz
  • Auflösung: 2400 x 1080 Pixel
  • Prozessor: Exynos 990
  • RAM: 8 GB
  • Speicher: 256 GB, nicht erweiterbar
  • Hauptkamera Fotos: 12 MP Ultraweitwinkel, 12 MP Weitwinkel, 64 MP Tele
  • Hauptkamera Videos: [email protected], [email protected], [email protected], [email protected]
  • Selfie-Kamera: 10 MP Fotos, [email protected] fps Videos
  • Akku: 4300 mAh, 25 Watt kabelgebunden, 15 Watt kabellos
  • Konnektivität: GPRS, Edge, 3G, 4G, 5G, Wlan a/b/g/n/ac/ax, Bluetooth 5.0
  • Schutz: IP68, Gorilla Glass 5
  • Software: Android 10 mit One UI
  • Sonstiges: Dual-SIM, keine Klinkenbuchse
  • Masse & Gewicht: 161,6 x 75,2 x 8,3 mm / 192 g

Verfügbarkeit & Preis:

Farben: Mystic Bronze, Mystic Gray und Mystic Green
Preis: CHF 1029 Franken (UVP)
Erhältlich ab: 21. August (nur in 5G)

Hinweis: Nur 5G bedeutet nicht, dass das Handy mit 4G und 3G nicht funktioniert. Es heisst nur, dass keine Variante ohne 5G angeboten wird, wie das 2019 beim Note 10 der Fall war.

Samsung Galaxy Z Fold 2

Samsung bringt das Fold 2 und macht vieles anders

Nach dem eher holprigen Start von Samsungs erstem Falt-Smartphone, dem Galaxy Fold, kommt nun der Nachfolger. Die Neuerungen fangen dabei bereits beim Namen an: Samsung scheint seine Falt-Handys unter der Z-Initiale vereinen zu wollen. So heisst das Fold 2 nun mit ausführlichem Namen Samsung Galaxy Z Fold 2 5G.

Bild: Samsung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Galaxy Z Fold 2 weniger ein vollwertiger Nachfolger, denn eher eine überarbeitete Version des Fold ist. Hier sticht vor allem das Aussendisplay ins Auge, das nun beinahe randlos ist.

Auf der Innenseite hat Samsung unter anderem den hässlichen «Kamerabalken» beseitigt. Ebenfalls soll das Gerät im zusammengeklappten Zustand nicht mehr eine so grosse Lücke aufweisen.

Das neue Fold 2 im Vergleich ...

Bild: Samsung

... zum Vorgängermodell.

Bild: Samsung

Bei der grössten Schwachstelle des Galaxy Fold, dem Display, will Samsung diverse Verbesserungen gemacht haben. Unter anderem ist es jetzt nicht nur stabiler, sondern soll auch besser vor Staub geschützt sein. So hat Samsung im Scharnier eine Art Bürste integriert, die dieses bei jedem Schliessvorgang reinigen soll. Wie genau das vonstattengeht, wurde aus der Präsentation von Samsung aber nicht klar.

Insgesamt hat Samsung den Faltmechanismus angeblich stark überarbeitet, sodass er nun noch zuverlässiger sei. Ebenfalls kann das Fold 2 nun wie ein Laptop in jedem beliebigen Winkel offen bleiben.

Das Kameramodul ähnelt dem des Note 20. Was die Kamera genau leistet, hat Samsung noch nicht verraten. Bild: Samsung

Leider hat Samsung es unterlassen, etwas über das Innenleben des Geräts zu verraten. Gemunkelt wird, dass es ähnliche Spezifikationen wie das Galaxy S20 Ultra haben könnte. Ob das zutrifft, sehen wir am 1. September, wenn weitere Details zum Galaxy Z Fold 2 veröffentlicht werden sollen.

Samsung Galaxy Live

Eine optische Neuheit waren die neuen kabellosen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC). Samsung nennt diese Galaxy Live und hat mit ihnen einen Formfaktor eingeführt, der an eine Bohne erinnert. Mit dem neuen Design folge man dem Trend, dass Leute ihre Kopfhörer meist den ganzen Tag im Ohr liessen: Die Galaxy Live können relativ unauffällig in der Ohrmuschel «untergebracht» werden.

Und so sieht das dann aus:

Bild: Samsung

Das Ganze nützt natürlich nichts, wenn die Akkulaufzeit nach wenigen Stunden schlapp macht. Samsung verspricht hier eine Wiedergabezeit von 7,5 Stunden – allerdings ohne aktive Geräuschunterdrückung. Mit dem mitgelieferten Case sollen weitere 21 Stunden Akkulaufzeit möglich sein. Wie lange die Kopfhörer mit aktiviertem ANC halten, verschweigt Samsung.

Verfügbarkeit & Preis:

Farben: Mystic Bronze, Mystic Black, Mystic White
Preis: 199 Franken (UVP)
Erhältlich ab: 21. August

Samsung Galaxy Tab S7 & Galaxy Watch 3

Bild: Samsung

Ebenfalls vorgestellt hat Samsung am Mittwoch das Galaxy Tab S7 in zwei Grössen. Highlights sind unter anderem die Integration von diversen Microsoft-Diensten, die verzögerungsfrei synchronisiert werden. Auch hat Samsung beiden Geräten ein 120-Hertz-Display spendiert. So soll das S7 zu einem noch besseren Grafiktablet werden.

Bild: Samsung

Als letzte Neuerung hat Samsung die Galaxy Watch 3 vorgestellt. Sie ist in zwei Grössen erhältlich und wendet sich vor allem an Fitness-Fans. Neu ist unter anderem, dass die Smartwatch einen Sturz durch externe Einwirkungen feststellen und eine automatische SOS-Nachricht absetzten kann.

Verfügbarkeit & Preis:

Galaxy Tab S7 (11 Zoll)
Farben: Mystic Bronze, Mystic Black, Mystic Silver
Preis: 679 Franken ohne 4G, 779 Franken mit LTE

Galaxy Tab S7 Plus (12,4 Zoll)
Farben: Mystic Bronze, Mystic Black, Mystic Silver
Preis: 879 Franken ohne 4G, 1079 Franken mit LTE

Galaxy Watch 3, 41 mm
Farben: Mystic Bronze, Mystic Silver
Preis: 429 Franken ohne 4G, 479 Franken mit 4G

Galaxy Watch 3, 45 mm
Farben: Mystic Bronze, Mystic Silver
Preis: 459 Franken ohne 4G, 509 Franken mit 4G

Galaxy Z Flip: Samsung bringt das Falt-Smartphone

So sieht das Galaxy S20 Ultra aus

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