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«Ronaldo ist ein geiler Siech»: Ex-YB-Star Janko über sein Leben in Valladolid

Er ist erst 25 – und stand schon bei neun Klubs in sechs Ländern unter Vertrag! Saidy Janko hat früh Bekanntschaft mit dem Vagabunden-Leben eines Fussballers gemacht. Mit 18 zieht er zu Hause in Zürich aus, verlässt den FCZ in Richtung Manchester United. Über Bolton, Celtic, Barnsley, Saint-Étienne, Porto, Nottingham Forest und YB findet er letzten Herbst nach Spanien. Der Wandervogel ist in Valladolid gelandet!

Eigentlich wäre er nach der mit dem Meistertitel gekrönten Leihsaison in Bern «gerne bei YB geblieben», doch Porto spielt nicht mit. Der Deal scheitert an den Finanzen. Die Portugiesen verkaufen ihn an die potenteren spanischen Nachbarn.

Zum ersten Mal einsam

Janko in Valladolid – eine gute Entscheidung? «Ja», sagt der Rechtsverteidiger. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sei er nun angekommen. «Eigentlich war ich mir das Wechseln ja aus der Vergangenheit gewohnt, doch in Spanien habe ich mich anfangs zum ersten Mal richtig einsam gefühlt», erzählt der Zürcher.

Die Pandemie und dass Freundin und Familie zu Hause in der Heimat sitzen und nur eingeschränkt reisen können, erschweren es zusätzlich. Genauso wie seine Adduktorenverletzung, die ihn im Herbst zurückgeworfen hat: «Das war mental sehr schwierig.» Doch seit Mitte Februar gehts bei Janko wieder aufwärts. Seit dem Spiel gegen Real Madrid (0:1) ist er gesetzt. Und Valladolid hat sich nach einer zwischenzeitlichen Baisse wieder gefangen. Nach vier ungeschlagenen Partien folgen zuletzt die Taucher gegen Barça (0:1) und Granada (1:2).

Der gesellige Ronaldo

Auch in der Stadt hat sich Janko mittlerweile eingelebt. Und im Verein sowieso. Dort ist der grösste Star nicht etwa ein Spieler, sondern der Herr Präsident. Ronaldo Luis Nazario de Lima, «il fenomeno», die brasilianische Stürmer-Legende! Der mittlerweile 44-Jährige hält seit 2018 51 Prozent der Anteile von Valladolid.

Die Spieler hätten «einen immensen Respekt» vor ihrem Boss. Doch dieser gebe sich alles andere als abgehoben. «Im Gegenteil, er ist sehr gesellig, trinkt mit dir auch mal einen Kaffee», erzählt Janko. Ronaldo sei einfach «ein geiler Siech».

Erst kürzlich habe dieser eine handvoll Spieler zu sich nach Hause eingeladen, «um online ein bisschen gegen die Juve-Stars Douglas Costa und Paulo Dybala zu gamen». Und Ronaldo könne auch sehr grosszügig sein: «Einmal hat er uns nach einem Sieg einfach allen eine Playstation 5 geschenkt.»

Kein Trikot von Kroos oder Ramos

Und was ist mit den anderen Superstars, auf die Janko als aktuell einziger Schweizer in La Liga trifft? «Ich realisiere das noch gar nicht so richtig, Spanien stellt klar die beste Liga dar, in der ich bisher gespielt habe!»

Ob er es auf die Trikots der Top-Stars abgesehen hat? «Nein, das ist nicht so meins. Schon beim Spiel gegen Real Madrid sind alle zu Ramos, Kroos und Co gerannt. Ich komme mir da ehrlich gesagt ein wenig blöd vor», so Janko schmunzelnd.

Er fokussiere sich lieber darauf, sich bei Valladolid zu etablieren. Es ist sein Wunsch mal über längere Zeit an einem Ort zu bleiben – und gleichzeitig mit seinen Leistungen für Aufsehen zu sorgen. Auch im Hinblick auf ein Nati-Aufgebot: «Ich hoffe, das kommt noch!»

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