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Raumfahrtfirma von Elon Musk vor Börsengang

Das weltumspannende Satellitennetz Starlink könnte an die Börse kommen – und dort die Erfolge von Tesla kopieren.

Eine Transportrakete von Space-X hebt ab. Mit an Bord sind 60 Starlink-Satelliten. Foto: PD

Eine Transportrakete von Space-X hebt ab. Mit an Bord sind 60 Starlink-Satelliten. Foto: PD

Während Elon Musk mit seinem Unternehmen Tesla gerade sehr erfolgreich an der Börse unterwegs ist, gilt für sein zweites Unternehmen Spacex bislang: Der Börsengang ist kein Thema. Trotzdem kommt das Raumfahrtunternehmen dem Aktienmarkt jetzt ein wenig näher. Musk plant, das Satellitennetzwerk Starlink, das sich gerade im Aufbau befindet, auszugliedern und an Anleger zu verkaufen. Rund 240 kleine Satelliten befinden sich bereits im All, Tausende sollen noch hinzukommen. Starlink soll, so der Plan, Hochgeschwindigkeitsinternet auch dort verfügbar machen, wo es bislang fehlt. Schon in diesem Sommer sollten es erste Kunden nutzen können, sagte Spacex-Präsidentin Gwynne Shotwell zu privaten Investoren.

Shotwell nennt Starlink ein passendes Geschäft für die Börse. Sie hatte einem CNBC-Bericht zufolge vor längerem einmal die Kosten für Starlink auf etwa zehn Milliarden Dollar beziffert. Dafür sollen später die Einnahmen sprudeln. Musk sagte dem gleichen Bericht zufolge, dass Starlink Einnahmen von jährlich 30 Milliarden Dollar bringen könnte – ein Vielfaches dessen, was Spacex bislang wohl erwirtschaftet. Gerade wegen Starlink gilt Spacex unter Risikokapitalgebern als begehrt, das Unternehmen wird derzeit mit mehr als 33 Milliarden Dollar bewertet.

Während Boeing mit Softwareproblemen zu kämpfen hat, steht Spacex anscheinend kurz davor, Astronauten ins All schicken zu können.

Derweil steigen für Spacex die Chancen, als erster privater Anbieter demnächst Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) transportieren zu können. Bei Mitbewerber Boeing, dessen unbemannter Testflug mit seiner Starliner-Kapsel im Dezember wegen eines Zeitfehlers scheiterte, ist ein neues Softwareproblem aufgetaucht. Der Konzern hatte den Testflug abgebrochen, nachdem das Raumschiff wegen eines Uhrenproblems zu einem falschen Zeitpunkt zu viel Treibstoff verbraucht hatte. Am Ende reichte der Sprit nicht mehr, um Starliner in Richtung ISS zu schiessen. Die Kapsel landete zwei Tage später in New Mexico.

Nach Angaben des Fachmagazins «Space News» hat ein Nasa-Sicherheitsgremium nun über eine weitere Softwarepanne beim Dezember-Testflug des Starliner berichtet, die zu einem «katastrophalen Ausfall» hätte führen können. Der Fehler sei jedoch rechtzeitig entdeckt und korrigiert worden. Er hätte «zu falschen Triebwerkszündungen und unkontrollierten Bewegungen während des Wiedereintritts der Kapsel in die Erdatmosphäre geführt», sagte ein Ausschussmitglied. Boeing zufolge hat die Software Triebwerksventile falsch zugeordnet, dies sei jedoch behoben worden. Was sich aus dem Fehler ergeben hätte, sei «unklar».

Die Testflüge der Crew Dragon von Spacex im März 2019 und Januar 2020 verliefen dagegen wie geplant. Einige technische Probleme müssten noch gelöst werden, doch könnte der Erstflug mit Astronauten in absehbarer Zeit starten.

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