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Ratsbüro vertagt Entscheid über Disziplinar-Massnahmen gegen Köppel

Roger Köppel provoziert Jositsch und Noser

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Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen AR hat seit Beginn des Ukraine-Krieges hunderte Geflüchtete aufgenommen. Es ist Sinnbild für den Einsatz von Privaten, ohne die man in Bern ein Problem hätte – auch wenn man dies nicht zugeben will.

Müsste man sich die geografische Antithese eines kriegsgebeutelten Dorfes in der Ukraine ausmalen, das Ergebnis sähe wohl aus wie Trogen im Kanton Appenzell-Ausserrhoden.

Den Zürcher SVP-Nationalrat Roger Köppel erwarten vorderhand keine Disziplinarmassnahmen. Das Büro des Nationalrates hat seinen Entscheid über die Eröffnung eines Disziplinarverfahren vertagt und will ein allfälliges Strafverfahren abwarten.

Roger Köppel.

Roger Köppel.Bild: keystone

Die Mehrheit der Aussenpolitischen Kommission (SPK-N), deren Mitglied Köppel ist, ist der Auffassung, dass mutmasslich eine Amtsgeheimnisverletzung vorliege. Die Kommission liess ihre entsprechende Stellungnahme dem Ratsbüro zukommen. Dieses hat über eine Disziplinarmassnahme zu entscheiden.

Am Freitag befasste das Ratsbüro sich mit dem Fall. Es habe beschlossen, den Entscheid über die Eröffnung eines Disziplinarverfahrens gegen Köppel bis zum Abschluss eines Strafverfahrens gegen ihn wegen Verdachts auf Amtsgeheimnisverletzung zu vertagen, sagte eine Sprecherin der Parlamentsdienste der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Roger Köppel drohen Ermittlungen der Bundesanwaltschaft. Am Mittwoch entschied die Immunitätskommission des Nationalrates, Köppels Immunität aufzuheben. Damit die Bundesanwaltschaft ermitteln kann, muss die Rechtskommission des Ständerates zustimmen.

Köppel hatte auf «Weltwoche Daily» von einer Durchsuchung bei der lokalen Tochterfirma des Schweizer Uhrenherstellers Audemars Piguet in Moskau berichtet. Dabei soll der russische Inlandgeheimdienst wegen angeblicher Zollvergehen Uhren im Wert von mehreren Millionen Franken beschlagnahmt haben.

Köppel steht im Verdacht, damit das Kommissionsgeheimnis verletzt zu haben, die APK-N reichte entsprechend Strafanzeige ein. Die Bundesanwaltschaft ersuchte die zuständigen Parlamentskommissionen um die Aufhebung von Köppels Immunität. (sda)