Switzerland
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Putin will Getreide freigeben – aber nur unter einer Bedingung

So leidet die russische Bevölkerung unter dem Ukraine-Krieg

1 / 13

So leidet die russische Bevölkerung unter dem Ukraine-Krieg

quelle: keystone / anatoly maltsev

George Bush verwechselt Putins Invasion der Ukraine mit seiner Invasion des Irak

Das könnte dich auch noch interessieren:

Im Krieg gegen die russischen Invasionstruppen hat die Ukraine den Westen erneut mit Nachdruck zur weiteren Lieferung schwerer Waffen aufgerufen. Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj nannten konkret Mehrfachraketenwerfer und Antischiffsraketen. Damit liesse sich auch die Blockade ukrainischer Häfen durchbrechen, hiess es.

Wladimir Putin scheint sich zu bewegen, was den Export von ukrainischem Getreide angeht. Ganz ohne Gegenleistung will der russische Präsident den Weizen aber nicht hergeben.

Ein Artikel von

t-online

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz ein Entgegenkommen beim Export von ukrainischem Getreide in Aussicht gestellt, zugleich aber seine Forderung nach einer Lockerung der westlichen Sanktionen gegen sein Land erneuert. Russland sei «bereit», Möglichkeiten «für einen Getreide-Export ohne Hemmnisse zu finden», sagte Putin nach Kreml-Angaben am Samstag in einem Telefonat mit Scholz und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron.

Wladimir Putin ist dazu bereit, über Getreideexporte zu verhandeln.

Wladimir Putin ist dazu bereit, über Getreideexporte zu verhandeln.Bild: keystone

Dies betreffe auch ukrainisches Getreide in Schwarzmeer-Häfen, fügte Putin den Angaben zufolge hinzu. Allerdings müssten zur Beendigung der globalen Versorgungskrise auch westliche Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden. Was fehlte: welche Sanktionen genau Putin meint. Die deutsche Bundesregierung weist stets darauf hin, dass es keine Sanktionen gegen Lebensmittel gebe.

«Spannungen auf Weltmarkt verringern»

«Eine Erhöhung der Lieferungen von russischem Dünger und landwirtschaftlichen Produkten wird auch dabei helfen, die Spannungen auf dem globalen Nahrungsmittelmarkt zu verringern», hiess es in der Kreml-Erklärung zu dem Telefonat. Dies erfordere «natürlich die Streichung der entsprechenden Sanktionen». Die «antirussischen Sanktionen» sowie eine «fehlgeleitete Wirtschafts- und Finanzpolitik der westlichen Ländern» seien die Ursache für die Lebensmittelkrise.

>> aktuelle Entwicklungen in der Ukraine im Liveticker

Der Westen, darunter Deutschland und Frankreich, fordert von Russland, die Blockade der ukrainischen Häfen im Schwarzen Meer zu beenden, damit das Land wieder Weizen exportieren könne. 

Ukraine: Sanktionen nicht Ursache für Getreidekrise

Die Ukraine hat Russland mit Nachdruck widersprochen, dass westliche Strafmassnahmen gegen Moskau der Grund für die aktuelle mangelnde Lebensmittelsicherheit in der Welt seien. «Sanktionen gegen Russland haben nichts mit der sich abzeichnenden globalen Nahrungsmittelkrise zu tun», teilte der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba am Samstag per Twitter mit.

Sanctions on Russia have no connection to the unfolding global food crisis. The sole reason for shortages, rising prices, and threat of hunger is the Russian military physically blocking 22 million tons of Ukrainian food exports in our seaports. Demand Moscow to end its blockade.

— Dmytro Kuleba (@DmytroKuleba) May 28, 2022

«Der einzige Grund für Engpässe, steigende Preise und drohenden Hunger ist, dass das russische Militär 22 Millionen Tonnen ukrainischer Lebensmittelexporte in unseren Seehäfen physisch blockiert», betonte Kuleba. Der Westen müsse Russland mit Druck dazu bringen, die Blockade zu beenden. Der UN-Sicherheitsrat rechnet mit 400 Millionen Menschen zusätzlich, deren Versorgung durch hohe Preise gefährdet ist.

Putin macht Wirtschaftspolitik des Westens verantwortlich

Erst am Samstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gesagt, die «fehlerhafte Wirtschafts- und Finanzpolitik der westlichen Staaten» sowie die «antirussischen Sanktionen» seien für die Probleme verantwortlich. Scholz und Macron beklagten bei dem Telefonat nach Angaben der Bundesregierung die angespannte Lage auf dem globalen Lebensmittelmarkt.

(dpa)